Arctium lappa – Große Klette
Arctium lappa, bekannt als Große Klette, trägt eine Vielzahl alter Volksnamen wie Bardane, Bolstern, Chläbere, Haarballe, Haarwachswürze, Klebern oder Roßklettenwurz. Diese Namen erzählen von ihrer langen Präsenz in der europäischen Pflanzen- und Volkskultur. Kaum eine Wildpflanze wurde so vielseitig benannt wie die Klette – ein Zeichen ihrer weiten Verbreitung und traditionellen Bedeutung.
Mit ihren großen, herzförmigen Blättern und den charakteristischen Klettenfrüchten ist sie unverwechselbar. Ihre kräftige Wurzel wurde bereits in historischen Kräuterbüchern beschrieben und fand sowohl in der Hauskräuterkunde als auch in der traditionellen Küche Beachtung.
Die getrocknete Klettenwurzel besitzt eine mild-erdige, leicht herbe Note. Als Tee zubereitet entfaltet sie ein angenehm naturbelassenes Aroma mit feiner Wurzeltiefe.
Zubereitung
1–2 Teelöffel der geschnittenen Wurzel mit 1/4 Liter Wasser aufkochen, 5–10 Minuten sanft köcheln lassen und anschließend abseihen.
Eine traditionsreiche Wurzelpflanze mit charaktervollem Wesen – naturverbunden, ursprünglich und Teil überlieferter Kräuterkultur.