Myrrhe – Commiphora myrrha
Die knorrige oft mit spitzen Dornen versehene Myrrhe gehört zu den Balsamgewächsen und wächst als kleiner Baum oder Strauch in den trockenen Landschaften Nordostafrikas und Arabiens. Sie bleibt nur wenige Meter hoch und ist bestens an das raue Buschland angepasst. Ihre feinen Blätter erscheinen nur kurz mit den ersten Regenfällen begleitet von zarten hängenden Blüten. Die dünne Rinde wirkt rissig und blättert in kleinen Fetzen ab.
Herkunft und Gewinnung
Die Heimat der Myrrhe liegt rund um das Rote Meer insbesondere in Somalia Eritrea Sudan und Jemen. Aus der Rinde tritt ein milchiger Saft aus der an der Luft zu unregelmäßigen hellgelben bis rötlich braunen Harzstücken eintrocknet. Diese werden sorgfältig von Hand gesammelt. Besonders wertvoll sind Harze die ohne Verletzung der Rinde entstehen während durch Anritzen der Rinde größere Mengen gewonnen werden können.
Duft und Wesen
Beim Räuchern entfaltet Myrrhe ihren warm balsamischen leicht würzigen Duft mit einer tiefen erdigen Note. Der Rauch wirkt sanft und dicht zugleich und schafft eine ruhige fast feierliche Atmosphäre. Seit Jahrtausenden begleitet Myrrhe Rituale Zeremonien und stille Momente und steht für Tiefe Einkehr und Verbindung.
Inhaltsstoffe und Tradition
Myrrhe besteht zu einem großen Teil aus wasserlöslichem Gummi sowie aus Harz das ätherische Öle enthält die ihren charakteristischen Duft prägen. Ihr Geschmack ist intensiv bitter und leicht scharf und verweist auf ihre kraftvolle Natur. Seit jeher wird Myrrhe im Rahmen traditioneller Anwendungen geschätzt und gehört zu den ältesten bekannten Räucherstoffen der Menschheit.