Bittere Kreuzblume – Polygala amara
Die bittere Kreuzblume, botanisch Polygala amara, gehört zu jenen stillen Wiesenpflanzen, die man leicht übersieht und die doch eine lange Geschichte in der europäischen Kräuterkultur tragen. Volkstümlich wurde sie auch bittere Ramsel genannt und galt seit jeher als charaktervolle Pflanze mit ausgeprägtem Bitterprofil. Herkunft und Charakter: Die zarte Pflanze wächst bevorzugt auf naturbelassenen Wiesen und in lichten Landschaften. Sorgfältig getrocknet bewahrt sie ihren ursprünglichen, leicht herben Pflanzencharakter und erinnert an die ruhige Kraft traditioneller Kräuterwiesen. Überlieferung und Kräuterwissen: Schon früh fand die Kreuzblume ihren Platz in alten Hausbüchern. Besonders Hebammen und erfahrene Kräuterfrauen kannten die Pflanze gut und gaben ihr Wissen von Generation zu Generation weiter – ein Beispiel für jene gelebte Volkskunde, in der Pflanzen eine selbstverständliche Rolle im Alltag spielten. Bitterpflanzen wie diese wurden aufmerksam gesammelt und mit Respekt behandelt, denn man wusste um den Wert der Naturbeobachtung. Geschmack und Pflanzenprofil: Deutlich bitter mit krautigem Duft – typisch für klassische Wiesenkräuter. Ihr markanter Charakter macht sie vor allem für Liebhaber traditioneller Bitterpflanzen interessant. Zubereitung: Für einen Aufguss etwa 1 Teelöffel mit 250 ml heißem Wasser übergießen, einige Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Kombinationsmöglichkeiten: Lässt sich gut mit anderen Bitter- oder Wiesenkräutern mischen und verleiht Teekompositionen eine besondere Tiefe. Produktform: Schonend getrocknetes Kraut.
Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer: Der Kräuterhof GmbH (Kräuterparadies seit 1887), Griesmühle 7, 84367 Zeilarn, Deutschland