Steinklee – Melilotus officinalis
Es gibt Pflanzen die sprechen nicht laut sondern leise Und doch vergisst man sie nie Der Steinklee Melilotus officinalis ist so eine Pflanze Schon wenn man die getrockneten Blüten zwischen den Fingern reibt steigt ein zarter Duft auf nach Honig nach Sommerwiese nach frisch getrocknetem Heu Ein Duft der Erinnerungen weckt an warme Tage auf dem Land an goldene Felder und summende Bienen Nicht umsonst trägt er auch den Namen Honigklee
Sein charakteristisches Aroma entsteht durch einen natürlichen Anteil an Cumarin jenem feinen Duftstoff der auch dem Waldmeister seine unverwechselbare Note verleiht Während der Trocknung entfaltet sich dieser warme heuartige Ton besonders intensiv und macht den Steinklee zu einem echten Nasenschmeichler In alten Zeiten legte man ihn in Wäscheschränke und zwischen Leinentücher damit sein Duft die Textilien durchziehen konnte
Auf sonnigen Wiesen fühlt sich der Steinklee zuhause Seine leuchtend gelben Blüten sind ein Fest für die Bienen und ein stiller Schatz für Kräuterliebhaber Schon in der Antike war er bekannt In Überlieferungen heißt es dass sein feiner Duft selbst die griechischen Götter erfreute Ob Mythos oder poetische Wahrheit – der Steinklee trägt bis heute etwas Erhabenes in sich etwas Sonnendurchwärmtes und Sanftes zugleich
In alten Kräuterbüchern wird er immer wieder erwähnt als Pflanze der Wiese der Weite und der leisen Kraft Er gehörte zum Wissen der Landbevölkerung und wurde von Generation zu Generation weitergegeben Nicht spektakulär sondern selbstverständlich Ein Kraut das einfach da war wenn die Natur in voller Blüte stand
Als Tee aufgegossen entfaltet Steinklee sein mildes aromatisches Wesen Besonders harmonisch schmeckt er wenn man 1 bis 2 Teelöffel mit einem Viertel Liter kochendem Wasser übergießt und 8 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lässt So bleibt das feine Aroma erhalten und der Duft steigt sanft aus der Tasse auf warm weich und sommerlich
Auch in Mischungen zeigt er seinen besonderen Charakter Er verbindet sich wunderbar mit Buchweizen Ringelblume Mäusedorn oder Ginkgo und schenkt Teekompositionen eine weiche abrundende Note Eine Pflanze mit Geschichte mit Duft mit Seele Ein Stück Wiese in jeder Tasse
Zubereitung 1 bis 2 Teelöffel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen 8 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen
Hinweis Trocken lichtgeschützt und gut verschlossen lagern
Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer: Der Kräuterhof GmbH (Kräuterparadies seit 1887), Griesmühle 7, 84367 Zeilarn, Deutschland