Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Ausgewählte Lieferanten & kleine Ernten
Handverlesene Premium-Qualität
Schneller Versand mit DHL

09.08.23

Copal gold, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Copal: Gold, weiß, schwarz – das Räucherharz der Maya

Das Wichtigste in Kürze

Copal ist ein Sammelname für Räucherharze verschiedener tropischer Bäume. Der Name stammt aus dem Nahuatl, der Sprache der Azteken. Bei den Maya und Azteken war Copal das wichtigste Räucherharz. Copal gold duftet weich und warm, weißer Copal hell und frisch, schwarzer Copal tief und balsamisch. Geräuchert wird er wie Weihrauch auf Kohle oder über dem Teelicht.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Was ist Copal?

Copal, manchmal auch Kopal geschrieben, ist ein natürliches Baumharz. Anders als beim Weihrauch steht der Name nicht für einen einzigen Baum. Copal ist vielmehr ein Sammelbegriff für Harze, die von verschiedenen tropischen Bäumen stammen, in Mittel- und Südamerika ebenso wie in Afrika.

Das Wort kommt aus dem Nahuatl, der Sprache der Azteken. Copalli bedeutete dort so viel wie „Räucherharz“. Die Maya nannten das Harz „Pom“. Wegen seiner langen Geschichte in den Tempeln Mittelamerikas wird Copal gern als „Weihrauch Amerikas“ bezeichnet.

Je nach Baum und Herkunft unterscheiden sich die Sorten in Farbe und Duft. Im Handel werden sie deshalb nach der Farbe benannt: Copal gold, Copal weiß und Copal schwarz. Dazu kommen afrikanische Sorten wie der Copal Kongo.

Heller weißer Copal in Stücken, Räucherharz der Maya zum Copal räuchern

Weißer Copal: das hellste und frischeste unserer Copal-Harze.

Woher kommt Copal und welche Bedeutung hatte er bei den Maya?

Für die Maya und Azteken war Copal ein heiliger Stoff. Sie verbrannten ihn in Tempeln, bei Opfergaben und großen Festen. Der aufsteigende Rauch galt als Verbindung zwischen der Erde und den Göttern. Überliefert ist, dass Copal auch bei Geburten, Hochzeiten und Todesfällen angezündet wurde, also immer dann, wenn ein Übergang im Leben gefeiert wurde.

Aus den Erzählungen der Maya kennt man schöne Bilder: Copal galt als „Blut der Bäume“. Besonders wertvoll sollte das Harz von Bäumen sein, die vom Blitz getroffen worden waren. Gold-Copal wurde nach der Überlieferung bei Sonnenaufgang zu Ehren der Sonne verräuchert.

In Mexiko ist Copal bis heute lebendig. Zum Día de los Muertos, dem Tag der Toten am 1. und 2. November, steigt sein Rauch über den geschmückten Hausaltären und auf den Friedhöfen auf. Die Familien erinnern sich an ihre Verstorbenen, ganz ähnlich wie bei uns an Allerheiligen oder bei der Ahnenräucherung zu Samhain.

Copal gold, weiß, schwarz, Kongo: die Sorten im Vergleich

  • Copal gold: Das Harz mit dem goldenen Schimmer ist der wärmste und weichste unserer Copal-Sorten. Sein Duft ist sanft, warm und rund. Viele räuchern ihn morgens oder am Abend.
  • Copal weiß: Hell, klar, leicht süßlich und frisch mit balsamischen Noten. Er duftet leichter als viele Weihrauchsorten und passt zu hellen, freundlichen Räucherungen.
  • Copal schwarz: Auch Copal Negro genannt. Dunkel, tief, warm und balsamisch. In Mexiko und Peru wird er traditionell zu Ehren der Verstorbenen verräuchert.
  • Copal Kongo: Ein naturbelassenes Harz aus Afrika. Er duftet ruhig, klar und leicht erdig und ist weniger süß als die anderen Sorten. Eine gute Basis für eigene Mischungen.
Dunkler schwarzer Copal, Copal Negro für Ahnenräucherungen

Schwarzer Copal: tief und balsamisch, traditionell zum Gedenken an die Verstorbenen.

Wie räuchert man Copal?

Copal räuchern Sie wie Weihrauch. Auf der Kohle entfaltet er einen kräftigen, vollen Duft, auf dem Stövchen einen feineren und rauchärmeren. Die Grundlagen beider Methoden finden Sie in Räuchern für Anfänger.

  1. Vorbereiten: Füllen Sie eine feuerfeste Schale mit Räuchersand und zünden Sie eine Räucherkohle mit der Zange an. Warten Sie, bis sie grau durchgeglüht ist.
  2. Auflegen: Geben Sie ein oder zwei kleine Stücke Copal auf die Glut. Größere Brocken zerkleinern Sie vorher in einem Mörser oder in ein Tuch gewickelt mit einem Löffel.
  3. Über dem Teelicht: Auf dem Stövchen legen Sie eine Räucherplatte auf das Sieb. Copal schmilzt und würde sonst durch das Sieb tropfen.
  4. Mischen: Copal verträgt sich gut mit anderen Harzen. Weißer Copal und Weihrauch ergeben eine helle, festliche Mischung, schwarzer Copal und Myrrhe eine tiefe, dunkle.
  5. Abschließen: Lassen Sie die Kohle vollständig ausglühen und lüften Sie den Raum.

Sicherheit: Glut und Teelicht nie unbeaufsichtigt lassen. Stellen Sie Schale oder Stövchen auf eine feuerfeste Unterlage und fassen Sie heiße Teile erst nach dem Abkühlen an. Halten Sie Kinder und Haustiere fern, lüften Sie nach dem Räuchern und denken Sie an den Rauchmelder. Copal ist nur zum Räuchern bestimmt, nicht zum Verzehr.

Sabines Tipp

„Copal ist für mich ein Harz für Übergänge. Den goldenen räuchere ich gern am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, so wie es die Maya gemacht haben sollen. Den schwarzen hebe ich mir für die stillen Abende im November auf, wenn ich an meine Lieben denke.“

Copal Kongo, erdiges Räucherharz aus Afrika in hellen Stücken

Copal Kongo: ruhig, klar und leicht erdig.

Zu welchen Anlässen passt Copal?

Weil Copal bei den Maya und Azteken Übergänge begleitete, räuchern ihn viele Menschen heute zu besonderen Momenten im Jahr und im Leben:

  • Am Morgen oder zum Sonnenaufgang: Copal gold mit seinem warmen Duft.
  • Für eine helle Raumstimmung: Copal weiß, etwa nach dem Frühjahrsputz oder beim Einzug in eine neue Wohnung.
  • An Gedenktagen: Copal schwarz zu Allerheiligen, Allerseelen oder am Jahrestag eines lieben Menschen.
  • In den Rauhnächten: als Ergänzung zu Weihrauch und heimischen Harzen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu den Rauhnächten.

Copal hält sich in einem gut verschlossenen Glas, dunkel und trocken aufbewahrt, sehr lange. Ist er etwas klebrig geworden, stellen Sie das Glas einfach kurz in den Kühlschrank, dann lässt er sich wieder leichter zerkleinern.

Was Sie dafür brauchen

Alle Harze und Nadeln ansehen

Häufige Fragen zu Copal

Was ist der Unterschied zwischen Copal und Weihrauch?

Weihrauch stammt immer vom Weihrauchbaum (Boswellia) aus Arabien, Afrika und Indien. Copal ist ein Sammelname für Harze verschiedener tropischer Bäume, vor allem aus Mittel- und Südamerika und Afrika. Copal duftet meist heller und süßlicher.

Wie duftet Copal?

Copal gold duftet weich und warm, Copal weiß klar, leicht süßlich und frisch, Copal schwarz tief und balsamisch. Copal Kongo ist ruhig und leicht erdig.

Welche Bedeutung hat schwarzer Copal?

In Mexiko und Peru wird schwarzer Copal traditionell zu Ehren der Verstorbenen verräuchert, etwa zum Día de los Muertos. Viele nutzen ihn deshalb für Ahnenräucherungen und an Gedenktagen.

Kann man Copal ohne Kohle räuchern?

Ja. Legen Sie eine Räucherplatte auf das Sieb Ihres Stövchens und geben Sie kleine Stücke darauf. So duftet Copal feiner und es entsteht weniger Rauch.

Wie spricht man Copal aus?

Meist mit Betonung auf der zweiten Silbe: „Ko-pál“. Beide Schreibweisen, Copal und Kopal, sind üblich.

Kräuterpost: Möchten Sie mehr über das Räuchern erfahren? Mit der Anmeldung zur Kräuterpost schicken wir Ihnen unsere Räucherfibel als E-Book. Zur Räucherfibel

Quellen: Wikipedia: Kopal · Wikipedia: Día de los Muertos