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13.09.16

Kräuterkissen für Zuhause, 1 Stück – Kräuterparadies seit 1887

Kräuterkissen und Duftsäckchen: selber füllen, Kräuter, Pflege

Das Wichtigste in Kürze

Ein Kräuterkissen ist ein kleines Stoffkissen, gefüllt mit getrockneten Kräutern, Blüten, Heublumen oder Zirbenspänen, das seinen Duft an die Umgebung abgibt. Für ein Kissen von etwa 20 × 28 cm füllen Sie ein Innensäckchen zu zwei Dritteln mit Kräutern, etwa Lavendel, Rose, Melisse oder Rosmarin. Der Duft hält meist ein bis zwei Jahre; durch Kneten oder zwei Tropfen ätherisches Öl auf das Innensäckchen lässt er sich auffrischen.

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Was ist ein Kräuterkissen?

Ein Kräuterkissen ist ein Stoffkissen, das statt mit Federn mit getrockneten Pflanzen gefüllt ist. Es wird nicht zum Aufstützen gemacht, sondern für den Duft. Man legt es auf das Sofa, in die Leseecke, auf den Nachttisch oder nimmt es mit auf Reisen.

Die Tradition ist alt. Im Alpenraum stopfte man Kissen mit Heu, und Heublumen erinnern bis heute an den Duft einer Sommerwiese. In Tirol und im Salzburger Land schätzt man das Holz der Zirbe, ganze Stuben wurden damit getäfelt. Ihre Späne wanderten in Kissen, um den Duft der Berge ins Haus zu holen. Und Lavendel legte man schon früher in Schränke und Truhen, damit Wäsche und Kleider duften.

Bei uns im Kräuterhof füllen wir Kräuterkissen seit vielen Jahren. Die häufigste Frage im Laden lautet: „Welche Kräuter nehme ich dafür?“ Die Antwort hängt allein davon ab, welcher Duft Ihnen gefällt.

Zirbenkissen aus hellem Leinen mit Aufdruck auf einem Holzsteg am See

Unser Zirbenkissen, gefüllt mit Spänen der Zirbelkiefer.

Welche Kräuter kommen in ein Kräuterkissen?

Grundsätzlich eignen sich alle gut getrockneten Kräuter und Blüten mit einem angenehmen Duft. Diese Füllungen sind bei uns am beliebtesten:

  • Lavendel: blumig, krautig, frisch. Der Klassiker für Kissen und Duftsäckchen.
  • Rosenblüten: fein blumig und schön anzusehen, gut in Mischungen.
  • Melisse: zitronig und frisch.
  • Rosmarin: würzig und herb, für alle, die es kräftig mögen.
  • Heublumen: mild und warm, nach Sommerwiese und Heuboden.
  • Zirbenspäne: harzig, holzig, nach Bergwald. Ein Duft, den man sofort wiedererkennt.
  • Hopfen: herb und würzig, meist in Mischungen.

Für eine eigene Mischung nehmen Sie eine milde Basis, etwa Lavendel oder Heublumen, und geben einen Akzent dazu: Rosenblüten für das Blumige, Melisse für Frische, Rosmarin für Würze. Unser Kräuterkissen für Zuhause verbindet zum Beispiel Thymian, Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Kamille und Anis mit Dinkelspelz und Schafschurwolle.

Wer Blüten lieber offen in einer Schale stehen hat, findet im Ratgeber Potpourri selber machen passende Rezepte.

Wie macht man ein Kräuterkissen selber?

Ein Kräuterkissen selber machen ist auch ohne Nähmaschine möglich. Bewährt hat sich der Aufbau aus zwei Teilen: einem Innensäckchen mit der Füllung und einer Hülle, die man waschen kann.

  • Baumwoll- oder Leinenstoff für das Innensäckchen, zwei Stücke à 22 × 30 cm
  • eine Kissenhülle mit Reißverschluss, etwa 20 × 28 cm, oder Stoff dafür
  • getrocknete Kräuter, je nach Kraut etwa 80 bis 120 g
  • nach Wunsch Dinkelspelz oder etwas Schafwolle für mehr Form
  • Nadel, Faden, Stecknadeln
  1. Innensäckchen nähen: Legen Sie die zwei Stoffstücke rechts auf rechts und nähen Sie drei Seiten zu. Wenden.
  2. Füllung mischen: Mischen Sie die Kräuter in einer Schüssel. Wer ein weicheres Kissen möchte, gibt Dinkelspelz dazu; das Kissen wird dann formstabiler und raschelt angenehm.
  3. Füllen: Füllen Sie das Säckchen etwa zu zwei Dritteln. Zu prall gefüllt wird das Kissen hart und die Kräuter zerbröseln schneller.
  4. Verschließen: Die offene Seite nach innen einschlagen und mit kleinen Stichen zunähen.
  5. Einziehen: Das Innensäckchen in die Hülle schieben und den Reißverschluss schließen.
Gestreifte und geblümte Kissenhüllen aus Baumwolle zum Befüllen mit Kräutern

Unsere Kissenhülle aus Baumwolle mit Reißverschluss, 20 × 28 cm.

Ein Zirbenkissen füllen Sie genauso, nur mit Zirbenspänen statt Kräutern. Die Späne geben ihren Duft auch ohne Erwärmen ab und halten ihn lange.

Duftsäckchen für Kleiderschrank und Wäsche

Kleiner und schneller gemacht als ein Kissen ist ein Duftsäckchen. Ein Lavendelsäckchen in der Wäscheschublade, ein Rosensäckchen zwischen den Pullovern, eines im Koffer: So duftet Kleidung dezent nach Blüten.

  1. Stoff wählen: Nehmen Sie ein Organzasäckchen oder ein Stück Baumwollstoff von etwa 15 × 15 cm.
  2. Füllen: Geben Sie ein bis zwei Esslöffel Lavendelblüten oder eine Mischung aus Lavendel und Rosenblüten in die Mitte.
  3. Binden: Den Stoff an den Ecken zusammennehmen und mit einem Band fest zubinden.
  4. Platzieren: Das Säckchen in Schrank, Schublade oder Wäschetruhe legen, am besten nicht direkt auf helle Kleidung.
Orangefarbenes Organzasäckchen gefüllt mit Lavendelblüten auf Marmor

Lavendelsäckchen aus Organza für Schrank und Wäsche.

Ein Duftsäckchen ist ein Duft für Schrank und Wäsche, kein Schutz vor Motten. Ätherisches Öl sollten Sie nie direkt auf Kleidung oder Bettwäsche tropfen, es kann Flecken hinterlassen. Wer die Wäsche zusätzlich beduften möchte, gibt zwei Tropfen Lavendelöl auf das Säckchen und lässt es kurz einziehen, bevor es in den Schrank kommt.

Wie frischt man ein Kräuterkissen auf?

Mit der Zeit lässt jeder Kräuterduft nach. Bevor Sie die Füllung tauschen, versuchen Sie es so:

  • Kneten: Drücken Sie das Kissen kräftig zwischen den Händen. Dabei brechen die Kräuter ein wenig auf und geben neuen Duft ab.
  • Ein bis zwei Tropfen Öl: Öffnen Sie die Hülle und tropfen Sie ätherisches Öl auf das Innensäckchen, nie auf die Hülle. Zu Zirbenkissen passt Zirbelkieferöl, zu Lavendelkissen Lavendelöl.
  • Neu füllen: Nach ein bis zwei Jahren ersetzen Sie die Füllung ganz. Die alten Kräuter können auf den Kompost.
Helle Zirbenholzspäne als Füllung für ein selbst gemachtes Zirbenkissen

Zirbenholzspäne zum Füllen und Nachfüllen.

Sabines Tipp

„Mein Lavendelsäckchen liegt seit Jahren auf dem Nachttisch. Wenn der Duft nachlässt, drücke ich es abends kurz zwischen den Händen, und schon ist er wieder da. Erst wenn auch das nichts mehr bringt, kommen frische Blüten hinein.“

Wie pflegt man ein Kräuterkissen?

Die Füllung eines Kräuterkissens darf nie nass werden, sonst kann sie muffig werden oder schimmeln. Waschen Sie deshalb nur die Hülle, etwa bei 30 °C, und nehmen Sie das Innensäckchen vorher heraus. Ist ein Kissen einmal feucht geworden, ersetzen Sie die Füllung.

Lagern Sie Kissen und Säckchen trocken und nicht in praller Sonne, sonst verblassen Stoff und Blüten. Wer ein Kissen eine Weile nicht braucht, bewahrt es in einer Papiertüte oder einer Schachtel auf; so bleibt der Duft länger erhalten.

Ein Kräuterkissen auf dem Nachttisch oder auf dem Sofa ist für viele ein kleines Abendritual: Licht dimmen, den Duft von Lavendel oder Zirbe in der Nase, den Tag ausklingen lassen. Wer Düfte lieber im ganzen Raum verteilen möchte, findet im Ratgeber Duftöle für Duftlampe und Diffuser passende Ideen.

Kräuterstempel binden: ein altes Handwerk

Ein Kräuterstempel ist eine Art Kräuterbündel mit Griff. Bekannt ist er vor allem aus Südostasien, inzwischen binden ihn auch bei uns viele Kundinnen selbst. Für uns ist er ein schönes Ritual und ein besonderes Geschenk.

  1. Tuch vorbereiten: Legen Sie ein Baumwolltuch von etwa 30 × 30 cm glatt auf den Tisch.
  2. Kräuter auflegen: Geben Sie vier bis fünf Esslöffel getrocknete Kräuter in die Mitte, zum Beispiel Rosenblüten, Lavendel, Melisse und etwas Rosmarin.
  3. Zusammennehmen: Die Ecken des Tuchs nach oben nehmen, sodass ein runder Ballen entsteht. Den Stoff darüber mehrmals eindrehen.
  4. Binden: Mit einem festen Baumwollfaden mehrmals fest umwickeln und verknoten. Der eingedrehte Stoff wird zum Griff.

Mit einem Etikett, auf dem die Kräuter stehen, wird der Kräuterstempel zu einem duftenden Mitbringsel. Noch mehr Geschenkideen aus Kräutern und Blüten finden Sie unter Weihnachtsgeschenke aus dem Kräuterhof.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen zum Kräuterkissen

Was kommt in ein Kräuterkissen?

Getrocknete Kräuter und Blüten mit angenehmem Duft, etwa Lavendel, Rosenblüten, Melisse, Rosmarin, Hopfen oder Heublumen. Für ein Zirbenkissen nimmt man Zirbenholzspäne. Dinkelspelz oder Schafwolle geben dem Kissen Form.

Wie lange duftet ein Kräuterkissen?

Meist ein bis zwei Jahre, Zirbenkissen oft länger. Durch Kneten oder ein bis zwei Tropfen ätherisches Öl auf das Innensäckchen lässt sich der Duft auffrischen.

Kann man ein Kräuterkissen waschen?

Nur die Hülle. Die Füllung darf nicht nass werden. Nehmen Sie deshalb vor dem Waschen das Innensäckchen heraus und waschen Sie die Hülle bei etwa 30 °C.

Wo legt man ein Kräuterkissen hin?

Dort, wo Sie den Duft genießen möchten: auf Sofa oder Sessel, in die Leseecke, auf den Nachttisch oder ins Auto. Kleine Duftsäckchen gehören in Schrank, Schublade oder Koffer.

Was ist der Unterschied zwischen Zirbenkissen und Kräuterkissen?

Ein Zirbenkissen ist mit Spänen der Zirbelkiefer gefüllt und duftet harzig-holzig. Ein Kräuterkissen enthält getrocknete Kräuter und Blüten und duftet je nach Füllung blumig, frisch oder würzig.

Wie viele Kräuter braucht man für ein Lavendelsäckchen?

Für ein kleines Säckchen von etwa 10 × 15 cm genügen ein bis zwei Esslöffel Lavendelblüten.