Das Wichtigste in Kürze
Ein Potpourri ist eine Mischung aus getrockneten Blüten, Gewürzen und Fruchtschalen, die offen in einer Schale duftet. Für ein Weihnachtspotpourri mischen Sie etwa 40 g Orangenschalen, 20 g Rosenblüten, einige Zimtstangen, Sternanis und Nelken mit 10 bis 15 Tropfen ätherischem Öl. Nach ein bis zwei Wochen Reifezeit im verschlossenen Glas duftet die Mischung mehrere Wochen lang und lässt sich jederzeit mit ein paar Tropfen Öl auffrischen.
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Inhalt
Was ist ein Potpourri?
Ein Potpourri ist eine duftende Mischung aus getrockneten Blüten, Kräutern, Gewürzen und Fruchtschalen. Man stellt sie offen in eine Schale, füllt sie in Gläser oder näht sie in kleine Säckchen. Das Potpourri selber machen ist einfach, braucht kaum Werkzeug und ist im Advent eine schöne Beschäftigung für lange Abende.
Der Name kommt aus dem Französischen. „Pot pourri“ heißt wörtlich „verfaulter Topf“ und bezeichnete ursprünglich einen Eintopf. Auch das erste Duft-Potpourri war feucht: Frische Blütenblätter wurden mit Salz in Gefäße geschichtet und durften dort reifen. Heute arbeitet man fast nur noch mit der trockenen Methode, die wir Ihnen hier zeigen.
Bei uns im Kräuterhof gehören Duftschalen seit jeher zur kalten Jahreszeit. Im Laden steht im Dezember immer eine Schale mit Orangenschalen, Rosenknospen und Sternanis, und viele Kundinnen fragen zuerst nach dem Rezept. Die gängige Falschschreibung „Potpourrie“ zeigt übrigens, wie beliebt das Thema ist: Gesucht wird beides.
Wie macht man ein Weihnachtspotpourri?
Für eine mittelgroße Schale brauchen Sie folgende Zutaten. Alle müssen ganz trocken sein, sonst kann die Mischung schimmeln.
- 40 g getrocknete Orangenschalen
- 20 g Rosenblüten oder Rosenknospen
- 5 bis 6 Zimtstangen, grob gebrochen
- 8 bis 10 Sternanis
- 1 gehäufter Esslöffel ganze Nelken
- 1 Teelöffel Iriswurzelpulver (Veilchenwurzel) als Duftfixateur
- 10 bis 15 Tropfen Orangenöl, nach Wunsch 2 bis 3 Tropfen Nelken- oder Zimtrindenöl
- zum Schmücken: Hagebuttenschalen, getrocknete Orangenscheiben, kleine Zapfen
- Öl binden: Geben Sie das Iriswurzelpulver in eine kleine Schüssel und tropfen Sie das ätherische Öl darauf. Mit einem Löffel verrühren. Das Pulver nimmt den Duft auf und gibt ihn langsam wieder ab.
- Mischen: Orangenschalen, Rosenblüten, Nelken und die gebrochenen Zimtstangen in eine große Schüssel geben. Das beduftete Pulver darüberstreuen und alles mit den Händen locker durchmischen.
- Reifen lassen: Füllen Sie die Mischung in ein großes Schraubglas und lassen Sie es ein bis zwei Wochen dunkel stehen. Schütteln Sie das Glas alle zwei Tage kurz. In dieser Zeit verbinden sich die Düfte.
- Anrichten: Die Mischung in eine flache Schale geben. Sternanis, ein paar schöne Zimtstangen und Hagebutten obenauf legen, damit die Schale nach Weihnachten aussieht.
- Platz wählen: Stellen Sie die Schale nicht in die pralle Sonne, dort verblassen die Farben schnell. Ein Platz im Flur, auf dem Fensterbrett ohne Heizung darunter oder auf dem Esstisch ist ideal.

Orangenschalen geben dem Weihnachtspotpourri Farbe und einen frischen Grundduft.
Wer keine Reifezeit einplanen möchte, kann die Mischung auch sofort in die Schale geben. Der Duft ist dann in den ersten Tagen etwas kantiger und rundet sich mit der Zeit von selbst ab.
Lavendelpotpourri für den Sommer
Im Sommer darf es blumiger sein. Ein Lavendelpotpourri ist leicht gemacht und duftet frisch und krautig. So mischen wir es für eine kleine Schale:
- 30 g Lavendelblüten
- 15 g Rosenblüten
- 5 g Ringelblumenblüten für das leuchtende Gelb
- eine Handvoll Melissenblätter für eine zitronige Note
- 1 Teelöffel Iriswurzelpulver
- 8 bis 10 Tropfen Lavendelöl
Die Zubereitung ist dieselbe wie beim Weihnachtspotpourri: Öl ins Pulver, alles mischen, einige Tage im Glas ruhen lassen. Lavendel verträgt sich auch gut mit ein paar Tropfen Bergamotteöl, das bringt eine helle Zitrusnote dazu. Mehr über dieses Öl lesen Sie in unserem Beitrag über Bergamotteöl.

Unser Lavendelpotpourri: Lavendel, Rose, Ringelblume, Melisse und Waldmeister.
Ein Teil des Lavendelpotpourris wandert bei uns gern in kleine Säckchen für den Kleiderschrank. Wie man solche Duftsäckchen und Kräuterkissen näht und füllt, zeigen wir im Ratgeber Kräuterkissen und Duftsäckchen.
Wie frischt man ein Potpourri auf?
Nach einigen Wochen lässt der Duft nach. Das ist ganz normal, denn ätherische Öle verdunsten. Mit wenigen Handgriffen duftet Ihr Potpourri wieder:
- Durchmischen: Rühren Sie die Mischung mit den Fingern einmal kräftig um. Oft liegen unten noch duftende Teile.
- Nachtropfen: Geben Sie 5 bis 8 Tropfen ätherisches Öl auf die Orangenschalen oder die Zimtstangen. Holz und Rinde halten den Duft besonders gut.
- Ruhen lassen: Wer mag, füllt die Mischung für zwei Tage in ein verschlossenes Glas, dann verteilt sich das Öl gleichmäßig.
Passende Öle für den Winter sind Orange, Mandarine, Zimtrinde und Nelke. Fertige Ölmischungen wie Kaminglühen bringen mehrere dieser Noten auf einmal mit. Im Ratgeber Duftöle für Duftlampe und Diffuser stellen wir die Winterdüfte genauer vor.

Sternanis bringt Form und einen süßlich-würzigen Duft in die Duftschale.
Bitte beachten: Gewürze, die einmal im Potpourri lagen und mit ätherischem Öl beduftet wurden, sind nicht mehr zum Essen gedacht. Stellen Sie die Schale außer Reichweite von Kindern und Haustieren auf. Kerzen und Teelichter gehören nicht direkt neben das trockene Potpourri.
Potpourri als Geschenk verpacken
Ein selbst gemischtes Potpourri ist ein schönes Mitbringsel im Advent. Drei Ideen, die bei uns gut ankommen:
- Im Glas: Ein Schraubglas mit dem Weihnachtspotpourri füllen, oben eine Zimtstange und einen Sternanis auflegen, mit Juteband und einem Etikett verschließen.
- Im Säckchen: Kleine Stoff- oder Organzasäckchen mit Lavendelpotpourri füllen. Sie passen in jede Weihnachtskarte.
- In der Schale: Eine flache Keramikschale mit Potpourri füllen und in Klarsichtfolie einschlagen. Ein Fläschchen Orangenöl zum Auffrischen dazulegen.
Schreiben Sie auf das Etikett, was in der Mischung steckt und dass sie nur zum Duften gedacht ist. Weitere Geschenkideen aus unserem Sortiment finden Sie unter Weihnachtsgeschenke aus dem Kräuterhof.

Rosenblüten machen jede Mischung bunt und duften fein blumig.
Wie lange hält ein Potpourri?
Ein trockenes Potpourri verdirbt nicht, solange es trocken bleibt. Der Duft hält ohne Auffrischen meist einige Wochen, mit Auffrischen eine ganze Saison. Die Farben der Blüten verblassen im Licht nach und nach. Rosen werden dunkler, Lavendel wird gräulich.
Wir tauschen unsere Mischungen deshalb mit den Jahreszeiten: im Advent die Weihnachtsschale, im Frühjahr Rosen und Lavendel. Reste lassen sich im Garten kompostieren. Bewahren Sie Vorräte in gut schließenden Gläsern an einem dunklen, trockenen Ort auf. Feuchte Räume wie das Bad sind für Potpourri ungeeignet.
Übrigens: Ein Schälchen Potpourri passt gut zu den Rauhnächten, wenn die Räucherschale gerade nicht glüht und der Raum trotzdem nach Weihnachten duften soll.
Sabines Tipp
„Ich lege die Orangenschalen zuerst in ein Glas und tropfe das Öl direkt darauf. Nach zwei Tagen kommen die anderen Zutaten dazu. So bleibt der Duft länger, und die Rosenblüten bekommen keine Ölflecken.“
Was Sie dafür brauchen
WeihnachtspotpourriFertig gemischt mit Orange, Rose und SternanisAnsehen
LavendelpotpourriLavendel, Rose und RingelblumeAnsehen
OrangenschalenGrundzutat für das WeihnachtspotpourriAnsehen
RosenblütenFür Farbe und blumigen DuftAnsehen
Zimtstangen ganz CeylonGanze Stangen für die DuftschaleAnsehen
SternanisSchöne Sterne zum DekorierenAnsehen
Nelken ganz handverlesenGanze Knospen mit würziger NoteAnsehen
Iriswurzelpulver VeilchenwurzelBindet den Duft in der MischungAnsehen
Orangenöl süß kalifornischZum Beduften und AuffrischenAnsehenHäufige Fragen zum Potpourri
Was braucht man für ein Potpourri?
Getrocknete Blüten, Gewürze oder Fruchtschalen als Grundlage, ein paar Tropfen ätherisches Öl für den Duft und eine Schale oder ein Glas. Ein Fixateur wie Iriswurzelpulver hält den Duft länger, ist aber kein Muss.
Wie schreibt man Potpourri richtig?
Richtig ist „Potpourri“ mit zwei r und einem i am Ende. Die Schreibweise „Potpourrie“ sieht man oft, sie ist aber nicht korrekt.
Wie oft muss man ein Potpourri auffrischen?
Etwa alle drei bis vier Wochen, je nach Raumtemperatur. In warmen Räumen verdunstet das Öl schneller. Fünf bis acht Tropfen und einmal Umrühren genügen.
Kann man frische Orangenschalen verwenden?
Nur, wenn sie vorher vollständig getrocknet sind, zum Beispiel einige Tage auf der Heizung oder im Backofen bei niedriger Temperatur. Feuchte Schalen schimmeln in der Mischung.
Kann man ein altes Potpourri wiederverwenden?
Ja. Solange die Zutaten trocken und sauber sind, genügt es, sie durchzumischen und neu zu beduften. Ausgeblichene Blüten können Sie durch frische ersetzen.
Welches Öl passt zu einem Weihnachtspotpourri?
Orange und Mandarine als frische Grundnote, Zimtrinde und Nelke für die Würze. Zimtrinden- und Nelkenöl sind sehr kräftig, davon reichen zwei bis drei Tropfen.
Quellen: Wikipedia: Potpourri