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13.09.24

Palo Santo Holz heiliges Holz, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Palo Santo: Das heilige Holz richtig anzünden und räuchern

Das Wichtigste in Kürze

Palo Santo ist spanisch und bedeutet „heiliges Holz“. Es stammt vom Baum Bursera graveolens, der in den Trockenwäldern an der Pazifikküste Südamerikas wächst, vor allem in Ecuador und Peru. Er gehört zur selben Pflanzenfamilie wie Weihrauch und Myrrhe. Zum Räuchern zünden Sie einen Stab an, lassen ihn einige Sekunden brennen und blasen die Flamme aus: Das Holz glimmt und duftet süßlich-harzig mit frischer, zitroniger Note.

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Was ist Palo Santo?

Palo Santo ist für viele das erste Räucherholz, das sie kennenlernen. Der Name kommt aus dem Spanischen und heißt übersetzt „heiliges Holz“. Gemeint ist das Holz des Baumes Bursera graveolens. Er wächst in den tropischen Trockenwäldern Mittel- und Südamerikas, besonders an der Pazifikküste von Ecuador und Peru.

Botanisch gehört der Baum zu den Balsambaumgewächsen. In derselben Pflanzenfamilie stehen auch die Bäume, von denen Weihrauch und Myrrhe stammen. Das erklärt den harzigen Grundton im Duft. Das Holz ist reich an Harz und ätherischen Ölen und duftet deshalb schon, wenn Sie nur daran riechen.

Bei uns im Kräuterhof bekommen Sie Palo Santo in zwei Formen: als ganze Stäbe zum Anzünden und als kleinere Holzstücke, die Sie auf dem Stövchen oder auf der Räucherkohle räuchern.

Palo Santo Holz: helle Stäbe des heiligen Holzes in einem Drahtkorb, daneben aufsteigender Rauch

Ganze Palo-Santo-Stäbe: angezündet und ausgeblasen glimmen sie und verströmen ihren Duft.

Wie duftet Palo Santo?

Der Duft von Palo Santo ist unverwechselbar: süßlich und warm, dazu harzig-waldig mit einer frischen, leicht zitronigen Note. Manche erinnert er an Kiefernholz und Zitrusschale, andere an einen Hauch Minze. Er ist kräftig, aber nicht schwer.

Direkt nach dem Anzünden ist der Rauch würzig und intensiv. Sobald das Holz nur noch glimmt, wird der Duft weicher. Nach dem Räuchern bleibt im Raum oft noch stundenlang ein feiner, süßlicher Hauch zurück.

Palo Santo verträgt sich gut mit anderen Räucherstoffen. Mariengras mit seiner Heu- und Vanillenote ist ein schöner Begleiter, ebenso helle Harze. In unserer Mischung Klosterweihrauch St. Angela haben wir Palo-Santo-Holz mit nigerianischem Weihrauch verbunden.

Welche Bedeutung hat Palo Santo im Brauchtum?

In Südamerika hat das Holz eine lange Tradition. In Peru und Ecuador wird Palo Santo seit Generationen bei Zeremonien und Festen verräuchert, und auch in vielen Haushalten gehört es einfach dazu. Der Name „heiliges Holz“ erzählt von dieser Wertschätzung. Oft wird es auch „heiliges Holz der Inka“ genannt.

Im Volksglauben vieler Regionen galt der Rauch als Schutz vor Unglück und bösen Geistern. Solche Vorstellungen sind Teil der Überlieferung, ähnlich wie bei uns das Ausräuchern von Haus und Stall in den Rauhnächten.

In Europa ist Palo Santo erst seit einigen Jahren richtig bekannt. Viele zünden einen Stab an, wenn sie sich einen ruhigen Abend machen, vor dem Lesen oder Meditieren oder einfach, weil sie den Duft mögen. Ein kleines Ritual genügt: ein Fenster öffnen, den Stab anzünden und langsam damit durch den Raum gehen. Was Sie dabei denken oder sich vornehmen, bleibt ganz Ihnen überlassen.

Palo Santo anzünden: So geht es Schritt für Schritt

  1. Vorbereiten: Stellen Sie eine feuerfeste Schale oder Räucherpfanne bereit, die herabfallende Glut auffängt. Öffnen Sie ein Fenster einen Spalt weit.
  2. Anzünden: Halten Sie den Stab schräg mit der Spitze nach unten und zünden Sie ein Ende mit einem Feuerzeug oder an einer Kerze an.
  3. Brennen lassen: Lassen Sie die Flamme einige Sekunden bis etwa eine halbe Minute brennen, bis das Holz gut Feuer gefangen hat.
  4. Ausblasen: Blasen oder fächeln Sie die Flamme aus. Das Holz glimmt nun und gibt duftenden Rauch ab.
  5. Räuchern: Führen Sie den glimmenden Stab langsam über der Schale durch den Raum. Nach einigen Minuten erlischt die Glut meist von selbst.
  6. Löschen: Möchten Sie früher aufhören, drücken Sie die Glut in Räuchersand oder in der Schale aus. Lassen Sie den Stab ganz abkühlen, bevor Sie ihn wegräumen.

Palo-Santo-Stücke auf Stövchen oder Kohle

Kleine Holzstücke räuchern Sie am sanftesten auf einem Räucherstövchen mit Sieb. Das Teelicht erwärmt das Holz, ohne dass es brennt, und der Duft verbreitet sich mild und lange. Legen Sie eine Räucherplatte auf das Sieb, bleibt es sauber. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Räuchern ohne Kohle.

Auf der Räucherkohle wird der Rauch kräftiger. Legen Sie die Kohle auf Räuchersand, lassen Sie sie durchglühen, bis sie grau überzogen ist, und geben Sie dann ein kleines Stück Palo Santo darauf. Wenn Sie zum ersten Mal räuchern, finden Sie alle Grundlagen im Ratgeber Räuchern für Anfänger.

Palo Santo räuchern auf dem Räucherstövchen aus Messing mit Holzgriff, darunter ein brennendes Teelicht

Sanft und lange duftend: kleine Palo-Santo-Stücke auf dem Räucherstövchen.

Sicherheit: Glut, glimmendes Holz und Teelichter nie unbeaufsichtigt lassen. Stellen Sie Gefäß und Schale immer auf eine feuerfeste Unterlage, halten Sie Kinder und Haustiere fern und räuchern Sie nicht direkt unter einem Rauchmelder. Lüften Sie während und nach dem Räuchern. Räucherwerk ist nur zum Räuchern bestimmt, nicht zum Verzehr.

Ist Palo Santo nachhaltig?

Diese Frage hören wir oft, und sie ist berechtigt. Für gutes Räucherholz werden keine lebenden Bäume gefällt. Gesammelt werden abgestorbene Bäume und Äste, die eine Zeit lang am Waldboden nachgereift sind. Es gilt: Je länger das Holz liegt, desto intensiver entwickelt sich sein Duft.

Unser Palo Santo kommt aus Peru und wird aus abgestorbenem Holz gewonnen. Achten Sie beim Kauf grundsätzlich darauf, dass Herkunft und Gewinnung angegeben sind.

Gut zu wissen: Unter dem Namen Palo Santo ist noch ein zweiter Baum bekannt, Bulnesia sarmientoi aus dem Gran Chaco in Paraguay und Argentinien. Er ist mit dem Räucherholz nicht verwandt und steht unter internationalem Artenschutz (CITES). Das klassische Räucherholz aus Peru und Ecuador ist Bursera graveolens.

Wie lange hält Palo Santo und wie bewahrt man es auf?

Ein ganzer Stab lässt sich viele Male anzünden, bis er aufgebraucht ist. Je nachdem, wie lange Sie ihn glimmen lassen, reicht er für zahlreiche Räucherungen.

Bewahren Sie Palo Santo trocken und vor direkter Sonne geschützt auf, am besten in einer Schachtel oder einem Stoffbeutel. So behält das Holz seinen Duft sehr lange. Wird er mit der Zeit schwächer, ritzen Sie die Oberfläche mit einem Messer leicht an. Darunter kommt frisches, duftendes Holz zum Vorschein.

Schwarze Räucherpfanne mit Deckel und Holzgriff, aus der Rauch aufsteigt, daneben Teelichter und Zapfen

Fängt Glut und Asche sicher auf: die Räucherpfanne mit Holzgriff.

Sabines Tipp

„Wenn ein Palo-Santo-Stab immer wieder ausgeht, halte ich ihn schräg mit der Spitze nach unten in die Flamme. So fängt das dichte Holz besser Feuer. Die kleinen Späne, die beim Anritzen abfallen, sammle ich in einem Glas und lege sie später aufs Stövchen.“

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen zu Palo Santo

Was ist Palo Santo Holz?

Palo Santo Holz ist das duftende Holz des Baumes Bursera graveolens aus Südamerika. Der spanische Name bedeutet „heiliges Holz“. Es wird als Stab angezündet oder in kleinen Stücken auf Stövchen und Kohle geräuchert.

Wie lange glimmt ein Palo-Santo-Stab?

Nach dem Ausblasen glimmt ein Stab meist einige Minuten und erlischt dann von selbst. Sie können ihn danach jederzeit wieder anzünden, bis er aufgebraucht ist.

Warum geht mein Palo Santo immer wieder aus?

Das ist bei dem dichten, harzreichen Holz ganz normal. Lassen Sie die Flamme etwas länger brennen, bevor Sie sie ausblasen, und halten Sie den Stab schräg nach unten. Ist das Holz feucht geworden, lagern Sie es einige Tage trocken.

Palo-Santo-Räucherstäbchen oder Holz?

Räucherstäbchen bestehen meist aus Holzmehl, das mit einem Bindemittel um ein Stäbchen gepresst wird. Mit Stab oder Holzstücken räuchern Sie das reine Holz. Wer den ursprünglichen Duft sucht, greift zum Holz.

Ist Palo Santo ein Harz?

Nein, Palo Santo ist ein Holz. Es enthält aber viel Harz und ätherisches Öl, daher der harzige Duft. Botanisch ist der Baum mit den Weihrauch- und Myrrhebäumen verwandt.

Ist Palo Santo geschützt?

Unter Artenschutz steht der namensgleiche Baum Bulnesia sarmientoi aus dem Gran Chaco. Beim Räucherholz Bursera graveolens kommt es darauf an, dass nur abgestorbenes Holz gesammelt wird. Achten Sie auf eine klare Herkunftsangabe.

Kräuterpost: Möchten Sie mehr über das Räuchern erfahren? Mit der Anmeldung zur Kräuterpost schicken wir Ihnen unsere Räucherfibel als E-Book. Zur Räucherfibel

Quellen: Wikipedia: Bursera graveolens · Wikipedia: Bulnesia sarmientoi