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30.10.26

Wildrosenseife 100 g, 1 Stück – Kräuterparadies seit 1887

Seife selber machen mit Kindern: einfache Anleitung mit Blüten

Das Wichtigste in Kürze

Mit Kindern macht man Seife am besten aus fertiger Glycerin-Rohseife, auch Schmelz- oder Gießseife genannt. Ein Erwachsener schmilzt sie im Wasserbad, die Kinder streuen Blüten in die Formen und rühren Farbe ein. Aus 200 g Rohseife entstehen zwei bis drei kleine Seifen, die nach ein bis zwei Stunden fest sind. Seife aus Öl und Natronlauge zu sieden ist dagegen nichts für Kinder, denn die Lauge ist ätzend.

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Welche Seife kann man mit Kindern selber machen?

Wer Seife selber machen mit Kindern möchte, hat zwei Möglichkeiten. Nur eine davon ist für Kinderhände geeignet.

Gießseife aus Rohseife: Die Grundmasse ist eine fertige Glycerin-Rohseife aus dem Bastelbedarf. Sie ist bereits verseift, also schon richtige Seife. Man schmilzt sie, gibt Farbe, Blüten oder Duft dazu und gießt sie in Formen. Das ist einfach, sicher und nach einem Nachmittag fertig.

Gesiedete Seife: Hier werden Öle und Fette mit Natronlauge zu Seife verwandelt. Dieser Vorgang heißt Verseifung. Die Lauge ist stark ätzend, man braucht Schutzbrille, Handschuhe und viel Erfahrung, und die Seife muss danach wochenlang reifen. Das Sieden ist ein schönes Handwerk für Erwachsene, aber nichts, was man mit Kindern am Küchentisch macht.

In dieser Anleitung arbeiten wir deshalb nur mit Rohseife. Glycerin-Rohseife und Seifenformen führen wir nicht; Sie bekommen beides im Bastelbedarf. Die Blüten und das Orangenschalenpulver für Farbe und Muster finden Sie bei uns.

Was braucht man zum Seife selber machen?

Für zwei bis drei kleine Seifen:

  • 200 g Glycerin-Rohseife, klar oder weiß
  • 1 Teelöffel getrocknete Blüten, zum Beispiel Ringelblume, Rose oder Lavendel
  • ½ Teelöffel Orangenschalenpulver für zarte, orangefarbene Sprenkel
  • nach Wunsch 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl, etwa Orange oder Lavendel (gibt ein Erwachsener dazu)
  • Silikonformen, zum Beispiel für Muffins oder Pralinen
  • Messer und Brett, ein hitzefestes Messglas mit Ausguss, ein Topf für das Wasserbad, Holzstäbchen zum Rühren
Getrocknete orange Ringelblumenblüten auf Schiefer als Zutat für selbst gemachte Seife

Ringelblumenblüten behalten in der Seife ihr leuchtendes Gelb am besten.

Achten Sie bei den Blüten auf ganz trockene Ware. Ringelblumen behalten ihre Farbe in der Seife besonders gut. Rosen und Lavendel verfärben sich in der Masse oft bräunlich; streuen Sie diese Blüten deshalb lieber obenauf, wenn die Seife schon anzieht.

Seife selber machen: Anleitung Schritt für Schritt

Teilen Sie die Aufgaben von Anfang an klar auf: Was heiß ist, macht ein Erwachsener. Alles andere dürfen die Kinder.

  1. Platz vorbereiten (Kinder): Tisch mit Zeitung oder einer Wachstuchdecke abdecken, Formen bereitstellen, Blüten und Pulver in kleine Schälchen füllen.
  2. Rohseife schneiden (Erwachsene): Die Rohseife in kleine Würfel von etwa 2 cm schneiden. Kleine Stücke schmelzen schneller und gleichmäßiger.
  3. Schmelzen (Erwachsene): Die Würfel im Messglas ins heiße Wasserbad stellen und rühren, bis alles flüssig ist. In der Mikrowelle geht es in Schritten von 20 Sekunden, dazwischen umrühren. Die Seife soll nur schmelzen, nicht kochen. Überhitzte Masse wird zäh und bekommt Bläschen.
  4. Blüten in die Form (Kinder): Die Kinder streuen eine Prise Ringelblumenblüten auf den Boden der Formen. Später ist das die Oberseite der Seife.
  5. Farbe und Duft (gemeinsam): Das Orangenschalenpulver dürfen die Kinder in die leicht abgekühlte Masse rühren. Das ätherische Öl gibt der Erwachsene dazu.
  6. Gießen (Erwachsene): Die Masse langsam in die Formen gießen. Bläschen an der Oberfläche lassen sich mit einem Holzstäbchen aufstechen.
  7. Fest werden lassen (alle): Die Seifen ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Wer ungeduldig ist, stellt sie nach dem ersten Anziehen für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.
  8. Auslösen (Kinder): Die Seifen vorsichtig aus der Silikonform drücken. Fertig.

Sicherheit: Flüssige Seife wird sehr heiß. Schmelzen, Rühren über dem Herd und Gießen übernehmen Erwachsene; Kinder bleiben dabei auf Abstand. Ätherische Öle nie pur auf die Haut geben und die Fläschchen außer Reichweite von Kindern aufbewahren. Für kleine Kinder machen Sie die Seife lieber ganz ohne Duftöl. Fertige Seife ist kein Spielzeug für Kleinkinder.

Fein gemahlenes Orangenschalenpulver auf einem Holzlöffel zum Färben selbst gemachter Seife

Orangenschalenpulver gibt der Seife hübsche Sprenkel.

Wie färbt und beduftet man Seife natürlich?

Kinder lieben bunte Seifen. Statt künstlicher Farben können Sie mit Zutaten aus der Küche und dem Kräuterregal arbeiten:

  • Orangenschalenpulver: beige-orangefarbene Sprenkel und ein leichter Orangenduft.
  • Ringelblumenblüten: leuchtend gelbe Tupfen, die ihre Farbe behalten.
  • Rosenblüten: obenauf gestreut ein schöner Blickfang, in der Masse werden sie dunkler.
  • Lavendelblüten: obenauf, in kleinen Mengen, damit es nicht krümelt.

Für den Duft genügen 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl auf 100 g Rohseife. Orange und Lavendel sind beliebte, milde Düfte. Zimt-, Nelken- und Minzöl lassen Sie bei Kinderseifen weg. Eine schöne Orangenseife entsteht aus Orangenschalenpulver und zwei, drei Tropfen Orangenöl.

Sabines Tipp

„Die Blüten schwimmen in heißer Seife gern nach oben. Ich lasse die Masse deshalb kurz abkühlen, bis sich am Rand eine dünne Haut bildet, und rühre erst dann die Blüten unter. Die Seife ist jetzt etwas dicker und hält die Blüten in der Schwebe.“

Wie hat man sich früher gewaschen?

Lange bevor es Seife in jedem Haushalt gab, nutzte man Pflanzen, deren Wurzeln mit Wasser schäumen. Dazu gehören das Seifenkraut und die weiße Seifenwurzel. Sie enthalten Saponine; der Name kommt vom lateinischen Wort sapo für Seife. Früher wusch man mit solchen Wurzeln zum Beispiel Wolle und feine Stoffe.

Daraus lässt sich ein kleines Experiment für Kinder machen: Geben Sie eine Prise Seifenwurzel in ein Schraubglas mit lauwarmem Wasser, Deckel zu und kräftig schütteln. Nach kurzer Zeit bildet sich Schaum. Die Kinder staunen, dass eine getrocknete Wurzel das kann. Der Schaum ist nur zum Anschauen gedacht, nicht für Mund und Augen.

Weiße Seifenwurzel in einer Messingschale, gehalten vor rotem Mohn und Kornblumen

Weiße Seifenwurzel: schäumt in Wasser und ist ein spannendes Experiment für Kinder.

Wie bewahrt man selbst gemachte Seife auf?

Glycerinseife zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Liegt sie offen herum, bilden sich kleine Tröpfchen auf der Oberfläche, man sagt, sie „schwitzt“. Wickeln Sie die fertigen Seifen deshalb in Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier und lagern Sie sie trocken. Am schönsten sind Farbe und Duft in den ersten Monaten.

Als Geschenk für Großeltern, Erzieherinnen oder Lehrer sind selbst gemachte Seifen eine schöne Idee. Die Kinder können eine Papierbanderole bemalen und ihren Namen daraufschreiben. Weitere Ideen finden Sie in unserem Ratgeber Weihnachtsgeschenke aus dem Kräuterhof. Wer danach Lust auf mehr hat: Ein Badesalz selber machen ist ebenso einfach, und im Ratgeber Naturkosmetik selber machen sammeln wir weitere Rezepte.

Und wenn es einmal schnell gehen muss: Unsere fertigen Seifen mit eingearbeiteten Blüten und Blättern zeigen, wie hübsch Pflanzen in Seife aussehen können.

Grüne Zitronenverbena-Seife mit eingearbeiteten Blättern neben einem Strauß Trockenblumen

Zitronenverbena-Seife: Die eingearbeiteten Blätter sind ein schönes Vorbild.

Was Sie dafür brauchen

Rohseife und Formen gibt es im Bastelbedarf. Blüten, Farbe und fertige Seifen als Vorbild finden Sie bei uns:

Alle Seifen ansehen

Häufige Fragen zum Seife selber machen

Ab welchem Alter können Kinder Seife selber machen?

Schon Kindergartenkinder können Formen vorbereiten, Blüten streuen und die fertigen Seifen auslösen. Schmelzen und Gießen übernimmt immer ein Erwachsener. Ältere Kinder dürfen mit Begleitung umrühren.

Was braucht man, um Seife herzustellen?

Für Gießseife reichen Glycerin-Rohseife, Silikonformen, ein Wasserbad und nach Wunsch Blüten, Farbe und Duft. Für gesiedete Seife braucht man Öle, Natronlauge und Schutzausrüstung; das ist nur etwas für erfahrene Erwachsene.

Warum ist Seifensieden nichts für Kinder?

Beim Sieden arbeitet man mit Natronlauge, die stark ätzend ist. Schon Spritzer können Augen und Haut verletzen. Die Seife muss außerdem wochenlang reifen.

Wie lange muss selbst gemachte Seife trocknen?

Gießseife aus Rohseife ist nach ein bis zwei Stunden fest und kann sofort verwendet werden. Gesiedete Seife braucht dagegen mehrere Wochen Reifezeit.

Wie macht man eine Orangenseife?

Rühren Sie einen halben Teelöffel Orangenschalenpulver und zwei bis drei Tropfen Orangenöl in 100 g geschmolzene Rohseife. Ein paar Ringelblumenblüten obenauf machen sie noch sonniger.

Warum werden die Blüten in der Seife braun?

Manche Blüten wie Rose und Lavendel verfärben sich in der Seifenmasse. Ringelblumen bleiben gelb. Empfindliche Blüten streuen Sie besser obenauf, wenn die Seife schon anzieht.