Das Wichtigste in Kürze
Darjeeling Tee stammt aus dem gleichnamigen Distrikt im indischen Bundesstaat Westbengalen, an den Ausläufern des Himalaya, und ist in der EU als Ursprungsbezeichnung geschützt. Er wird mehrmals im Jahr gepflückt: Der First Flush im Frühjahr schmeckt hell, blumig und zart, der Second Flush im Frühsommer runder und kräftiger. Darjeeling zieht kürzer als viele andere Schwarztees, meist 2 bis 4 Minuten.
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Inhalt
Was ist Darjeeling Tee?
Darjeeling Tee ist ein Tee aus dem gleichnamigen Gebiet im Norden Indiens. Meist ist ein Darjeeling schwarzer Tee, also ein oxidierter Tee aus den Blättern des Teestrauchs. Typisch sind sein feines, blumiges Aroma und eine helle, goldene Tasse.
Wegen dieser Feinheit wird Darjeeling oft „Champagner der Tees“ genannt. Der Vergleich passt auch in anderer Hinsicht: Wie Champagner ist Darjeeling an seine Herkunft gebunden. In der EU ist der Name seit 2011 als Ursprungsbezeichnung geschützt. Als Darjeeling darf nur Tee verkauft werden, der vollständig aus diesem Gebiet stammt.
Die Teesträucher in Darjeeling sind überwiegend chinesischer Herkunft. Sie haben kleinere Blätter als die Assam-Pflanzen aus dem feuchtheißen Tiefland und liefern einen zarteren, vielschichtigeren Tee.
Woher kommt Darjeeling?
Der Distrikt Darjeeling liegt im indischen Bundesstaat Westbengalen, an den Ausläufern des Himalaya. Die Teegärten ziehen sich an steilen Hängen entlang, viele in Höhen zwischen 1.000 und 2.000 Metern. Das Zusammenspiel von Nebel, Sonne und Regen und die kühlen Nächte lassen die Pflanzen langsam wachsen.
Die Geschichte des Darjeeling ist noch keine 200 Jahre alt. 1841 pflanzte der Brite Archibald Campbell bei seiner Residenz Beechwood die ersten Teesamen. Der Versuch gelang, und um 1866 gab es bereits rund 30 Teegärten. Heute wird auf etwa 18.000 Hektar Tee angebaut, gepflückt wird nach wie vor überwiegend von Hand.

Kräftig und malzig: Assam aus dem Tiefland ist der Gegenpol zum feinen Darjeeling.
First Flush, Second Flush: Was bedeuten die Pflückungen?
„Flush“ heißt so viel wie Austrieb. Darjeeling wird mehrmals im Jahr gepflückt, und jede Pflückung schmeckt anders. Das macht ihn so spannend.
First Flush
Die erste Pflückung nach der Winterruhe, etwa von Ende Februar bis April. Die jungen Triebe ergeben einen frischen, leichten und blumigen Tee mit hellgoldener Tasse. Weil er oft nur kurz oxidiert wird, sehen die Blätter teilweise noch grünlich aus. Unser Darjeeling Schwarztee ist ein solcher First Flush.
Zwischenpflückung
Von Mitte April bis Mitte Mai entsteht der sogenannte In-between. Er liegt geschmacklich zwischen First und Second Flush.
Second Flush
Die Sommerpflückung, etwa von Juni bis Anfang Juli. Der Tee wird runder und kräftiger, die Tasse bernsteinfarben. Viele Kenner beschreiben eine fruchtige Note, die an Muskatellertrauben erinnert.
Regenzeit und Herbst
In der Monsunzeit wächst der Tee schnell und schmeckt kräftiger, er wandert meist in Mischungen. Die Herbstpflückung, der Autumnal, folgt von Oktober bis in den Dezember. Er ist mild, rund und goldgelb, mit leicht herbem Abgang.
Was bedeutet FTGFOP?
Auf der Packung steht bei Darjeeling oft eine Buchstabenreihe. Sie beschreibt den Blattgrad, also wie fein und ganz die Blätter sind und wie viele Blattspitzen, die sogenannten Tips, enthalten sind. FTGFOP steht für „Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe“, die angehängte 1 für eine besonders sorgfältige Auswahl.
Die gängige Reihenfolge von oben nach unten lautet: SFTGFOP1, FTGFOP1, TGFOP, FOP, OP. Der Blattgrad sagt etwas über die Sortierung aus, der Geschmack hängt aber genauso von Teegarten, Wetter und Pflückzeit ab. Einen Überblick über weitere Schwarztees von Assam bis Ceylon finden Sie im Ratgeber Schwarztee.

Zwischen Grün- und Schwarztee: der Oolong Huang Jin Gui aus Fujian.
Wie bereitet man Darjeeling richtig zu?
Darjeeling ist zart und verzeiht wenig. Zu lange gezogen, wird er schnell herb. Mit diesen Schritten gelingt er:
- Menge: Nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel, etwa 2 bis 3 Gramm, pro Tasse mit 250 ml.
- Wasser: Weiches oder gefiltertes Wasser bringt das Aroma schön zur Geltung. Einen First Flush gießen Sie mit kurz abgekühltem Wasser von etwa 90 °C auf, einen Second Flush mit sprudelnd kochendem.
- Ziehzeit: First Flush etwa 2 bis 3 Minuten, Second Flush 3 bis 4 Minuten. Stellen Sie sich ruhig eine Uhr.
- Abgießen: Nehmen Sie die Blätter rechtzeitig heraus. Mit einem Papierfilter und Teeclip geht das besonders einfach.
- Genießen: Pur, mit etwas Zitrone oder wenig Zucker. Milch passt eher zum kräftigeren Herbsttee.
Sabines Tipp
Geben Sie den Blättern Platz. Ich nehme für Darjeeling lieber einen großen Papierfilter als ein enges Tee-Ei, damit sich die Blätter ganz öffnen können. Und probieren Sie den ersten Aufguss einmal ganz pur, bevor Sie Zucker nehmen: Gerade der First Flush zeigt dann seine blumige Seite.
Wie Sie Schwarz-, Grün- und Kräutertee jeweils richtig aufgießen, haben wir im Ratgeber Tee zubereiten zusammengefasst.

Im großen Papierfilter haben die Blätter Platz, sich zu entfalten.
Was Sie dafür brauchen
Darjeeling SchwarzteeFirst Flush, Blattgrad FTGFOP1Ansehen
Assam SchwarzteeSommerpflückung aus Assam, kräftig und malzigAnsehen
Oolong Tee Huan Jin GuiOolong aus Fujian, blumig und feinAnsehen
TeefilterPapierfilter für losen TeeAnsehen
TeeclipsKlemme mit Kette für den FilterAnsehenAlle Grün- und Schwarztees ansehen
Häufige Fragen zu Darjeeling Tee
Ist Darjeeling ein schwarzer Tee?
Meistens ja. Der klassische Darjeeling ist ein Schwarztee, der First Flush ist allerdings oft nur leicht oxidiert und sieht deshalb heller aus. Einige Teegärten stellen auch grünen und weißen Darjeeling her.
Was ist der Unterschied zwischen First Flush und Second Flush?
Der First Flush stammt aus der Frühjahrspflückung und schmeckt hell, frisch und blumig. Der Second Flush wird im Frühsommer gepflückt und ist runder, kräftiger und oft fruchtig.
Wie lange muss Darjeeling ziehen?
Einen First Flush lassen Sie etwa 2 bis 3 Minuten ziehen, einen Second Flush 3 bis 4 Minuten. Länger gezogen schmeckt Darjeeling schnell herb.
Trinkt man Darjeeling mit Milch?
Üblicherweise pur, mit etwas Zitrone oder wenig Zucker. Wer Milch mag, nimmt dafür besser einen kräftigen Herbst-Darjeeling oder einen Assam.
Enthält Darjeeling Koffein?
Ja. Wie jeder Tee aus den Blättern des Teestrauchs enthält Darjeeling von Natur aus Koffein.
Warum heißt Darjeeling „Champagner der Tees“?
Der Beiname spielt auf sein feines, blumiges Aroma an. Wie Champagner ist Darjeeling außerdem an seine Herkunftsregion gebunden und als Ursprungsbezeichnung geschützt.
Quellen: Wikipedia: Darjeeling (Tee)