Das Wichtigste in Kürze
Für eine gute Tasse Tee kommt es auf drei Dinge an: Menge, Wassertemperatur und Ziehzeit. Kräuter-, Früchte- und Schwarztee mögen sprudelnd kochendes Wasser, grüner und weißer Tee 70 bis 85 Grad. Als Faustregel gilt ein Teelöffel pro Tasse (250 ml). Kräuter und Früchte ziehen 5 bis 10 Minuten, schwarzer Tee 3 bis 5 Minuten, grüner Tee nur 1 bis 2 Minuten.
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Inhalt
Welche Wassertemperatur und Ziehzeit braucht welcher Tee?
Jede Teesorte hat ihre eigenen Vorlieben. Zarte grüne Blätter werden in zu heißem Wasser schnell bitter, Früchte und Wurzeln dagegen brauchen viel Hitze und Zeit, bis sie ihr Aroma abgeben. Diese Übersicht gibt Ihnen einen verlässlichen Anhaltspunkt, um Tee zuzubereiten:
| Sorte | Menge pro Tasse (250 ml) | Wassertemperatur | Ziehzeit |
|---|---|---|---|
| Kräutertee | 1 gehäufter TL bis 1 EL | sprudelnd kochend | 5–10 Min. |
| Früchtetee | 1 EL | sprudelnd kochend | 8–10 Min. |
| Rooibos, Honeybush | 1–2 TL | sprudelnd kochend | 5–10 Min. |
| Weißer Tee | 2 TL (locker) | 75–85 °C | 2–4 Min. |
| Grüner Tee (Sencha) | 1 TL (ca. 2 g) | 70–80 °C | 1–2 Min. |
| Hōjicha | 1 gestrichener TL | 70–80 °C | 1 Min. |
| Oolong | 1–2 TL | 85–95 °C | 3–5 Min. |
| Schwarzer Tee | 1 gehäufter TL | sprudelnd kochend | 3–5 Min. |
| Pu-Erh | 4–5 g, vorher kurz spülen | 95–100 °C | 2–3 Min. |
| Matcha | ½–1 TL auf 70–100 ml | ca. 80 °C | aufschlagen, nicht ziehen |
Die Angaben sind Richtwerte. Mögen Sie es kräftiger, nehmen Sie lieber etwas mehr Tee, statt ihn länger ziehen zu lassen. Vor allem grüner und schwarzer Tee werden bei langer Ziehzeit herb. Bei Kräuter- und Früchtetee ist eine längere Ziehzeit dagegen kein Problem. Die Zubereitung von Matcha mit dem Bambusbesen erklären wir ausführlich im Ratgeber Matcha.
Welches Wasser eignet sich für Tee?
Eine Tasse Tee besteht fast nur aus Wasser, deshalb schmeckt man seine Qualität deutlich. Weiches, frisches Wasser lässt die Aromen am klarsten hervortreten. Sehr kalkhaltiges Wasser macht vor allem grünen und schwarzen Tee stumpf und hinterlässt oft einen Film auf der Oberfläche. Bei hartem Leitungswasser kann ein Wasserfilter einen spürbaren Unterschied machen.
Lassen Sie das Wasser kurz laufen, bis es frisch und kalt aus der Leitung kommt, und kochen Sie es nur einmal auf. Wasser, das lange gestanden hat oder mehrmals gekocht wurde, schmeckt flacher.
Für 70 bis 80 Grad lassen Sie das gekochte Wasser einige Minuten offen abkühlen oder gießen etwas kaltes Wasser dazu. Einfacher geht es mit einem Wasserkocher mit Temperaturwahl oder einem Küchenthermometer.
Wie bereitet man losen Tee zu?
Loser Tee ist kein Hexenwerk. Mit diesen Schritten gelingt jede Sorte:
- Kanne oder Tasse vorwärmen: kurz mit heißem Wasser ausschwenken. So kühlt der Aufguss nicht so schnell ab.
- Tee abmessen: die Menge aus der Tabelle in Tee-Ei, Teenetz oder Filter geben oder lose in die Kanne.
- Wasser vorbereiten: frisch aufkochen und je nach Sorte abkühlen lassen.
- Aufgießen und ziehen lassen: Kräuter- und Früchtetee dabei abdecken. Behalten Sie die Uhr im Blick, ein Küchenwecker ist eine große Hilfe.
- Tee herausnehmen: nach der Ziehzeit Filter oder Tee-Ei entfernen oder den Tee durch ein Sieb abgießen. Bleiben die Blätter im Wasser, zieht der Tee weiter.
- Genießen: pur oder mit Milch, Zitrone, Honig oder Kandis, ganz nach Sorte und Geschmack.

Sencha mag es sanft: 70 bis 80 Grad und nur 1 bis 2 Minuten.
Tee-Ei, Teenetz oder Filter?
Loser Tee braucht Platz. Die Blätter quellen im Wasser auf und geben nur dann ihr volles Aroma ab, wenn sie sich frei entfalten können. Deshalb gilt für jedes Hilfsmittel: lieber eine Nummer größer und nicht zu voll.
- Tee-Ei und Kräuterkorb: aus Edelstahl, schnell befüllt und leicht zu reinigen. Für Kräutertee und grobe Mischungen eignet sich ein großer Korb, für eine einzelne Tasse genügt die Tee-Ei-Zange.
- Teenetz aus Baumwolle: wiederverwendbar und für Kanne und Tasse geeignet. Nach dem Gebrauch ausleeren und mit klarem Wasser ausspülen.
- Papierfilter: praktisch, wenn es schnell gehen soll oder Sie unterwegs sind. Mit einem Teeclip bleibt der Filter sicher am Tassenrand hängen. Für Kannen gibt es größere Filter.
- Ganz lose: in der Kanne ziehen lassen und durch ein Sieb abgießen. So haben die Blätter am meisten Platz.
Und der Teebeutel? Er ist bequem, enthält aber meist fein zerkleinerten Tee, der schnell und kräftig zieht, dafür weniger vielschichtig schmeckt. Loser Tee mit ganzen oder grob geschnittenen Blättern zeigt mehr von seinem Charakter, besonders über mehrere Aufgüsse.

Das Teenetz aus Baumwolle lässt sich immer wieder verwenden.
Kann man Tee mehrmals aufgießen?
Viele Tees aus der Teepflanze lassen sich zwei- oder dreimal aufgießen, manche sogar öfter. Jeder Aufguss schmeckt etwas anders.
- Grüner Tee wie Sencha und Hōjicha: zwei- bis dreimal. Der zweite Aufguss darf etwas kürzer ziehen, der dritte etwas länger.
- Oolong und Pu-Erh: mehrere Aufgüsse sind hier üblich. Oft zeigt sich der Tee erst im zweiten Aufguss ganz.
- Weißer Tee: zwei bis drei Aufgüsse, jeweils etwas länger.
- Schwarzer Tee, Kräuter- und Früchtetee: geben ihr Aroma meist schon im ersten Aufguss weitgehend ab.
Gießen Sie benutzte Blätter innerhalb weniger Stunden wieder auf und lassen Sie sie nicht über Nacht nass stehen. Mehr über die einzelnen Sorten lesen Sie in unserer Übersicht Teesorten sowie in den Ratgebern Grüner Tee, Schwarztee und Kräutertee.
Wie bewahrt man Tee richtig auf?
Tee mag es dunkel, trocken, kühl und luftdicht. Licht bleicht Blätter und Blüten aus, Feuchtigkeit macht Tee muffig, und weil Tee Gerüche leicht annimmt, gehört er nicht neben Gewürze, Kaffee oder Seife. Ideal sind lichtdichte Dosen oder dunkle Gläser mit gutem Verschluss.
Grüner und weißer Tee sind empfindlicher als schwarzer Tee und schmecken frisch am feinsten. Kaufen Sie davon lieber kleinere Mengen und öffnen Sie die Dose nur kurz. Kräutertee behält seinen Duft am längsten, wenn die Kräuter grob geschnitten sind.

Der Teeclip hält den Papierfilter sicher am Tassenrand.
Sabines Tipp
„Wenn Sie einen neuen Tee probieren, notieren Sie Menge, Temperatur und Ziehzeit, die Ihnen geschmeckt haben, direkt auf der Dose. Beim nächsten Mal gelingt die Tasse dann auf Anhieb.“
Was Sie dafür brauchen
Tee- Ei KräuterkorbGroßer Korb aus Edelstahl für KräuterteeAnsehen
Tee-Ei ZangeFür die einzelne TasseAnsehen
Teenetz BaumwolleWiederverwendbar aus BaumwolleAnsehen
TeefilterPapierfilter für die TasseAnsehen
Teefilter t-sacUngebleichte Filter für die KanneAnsehen
TeeclipsHält den Filter am TassenrandAnsehen
Grüner Tee SenchaJapanischer Klassiker für 70 bis 80 GradAnsehen
7 KräuterteeHausmischung, kochend aufgießenAnsehenHäufige Fragen zur Teezubereitung
Welche Wassertemperatur braucht welcher Tee?
Kräuter-, Früchte-, Rooibos- und Schwarztee: sprudelnd kochend. Oolong: 85 bis 95 Grad. Weißer Tee: 75 bis 85 Grad. Grüner Tee und Hōjicha: 70 bis 80 Grad. Matcha: etwa 80 Grad.
Wie lange muss Tee ziehen?
Grüner Tee 1 bis 2 Minuten, weißer Tee 2 bis 4, Oolong und schwarzer Tee 3 bis 5 Minuten. Kräutertee zieht 5 bis 10 Minuten, Früchtetee 8 bis 10 Minuten.
Wie viel losen Tee nimmt man pro Tasse?
Als Faustregel einen Teelöffel pro Tasse (250 ml). Von leichten, voluminösen Tees wie weißem Tee oder Kräutermischungen nehmen Sie etwas mehr, bei Früchtetee einen Esslöffel.
Wie bereitet man weißen Tee zu?
Nehmen Sie etwa 2 Teelöffel weißen Tee wie Pai Mu Tan auf 250 ml Wasser mit 75 bis 85 Grad und lassen Sie ihn 2 bis 4 Minuten ziehen. Weißer Tee lässt sich mehrmals aufgießen.
Wie bereitet man Hibiskustee zu?
1 bis 2 Teelöffel Hibiskusblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee wird kräftig rot und schmeckt fruchtig-säuerlich. Mit etwas Apfel und Zimt schmeckt er auch kalt.
Warum wird mein Tee bitter?
Meist war das Wasser zu heiß oder die Ziehzeit zu lang. Grüner Tee reagiert darauf besonders empfindlich. Nehmen Sie kühleres Wasser, kürzen Sie die Ziehzeit und nehmen Sie den Tee rechtzeitig heraus.