Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Ausgewählte Lieferanten & kleine Ernten
Handverlesene Premium-Qualität
Schneller Versand mit DHL

23.09.24

Herbsträucherset Feuer und Erde, 1 Stück – Kräuterparadies seit 1887

Räuchern im Herbst: Rituale zum Erntedank und zur dunklen Jahreszeit

Das Wichtigste in Kürze

Für viele beginnt im Herbst die Räucherzeit: von Erntedank am ersten Sonntag im Oktober über Allerheiligen bis zu den Rauhnächten. Gut passen jetzt warme, harzige Düfte wie Fichtenharz, Copal gold und Dammar oder würzige Wurzeln wie Angelika. Am sanftesten räuchern Sie im Herbst auf einem Stövchen mit Sieb über einem Teelicht.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Warum räuchert man im Herbst?

Wenn die Ernte eingebracht ist und die Abende früher dunkel werden, zieht sich das Leben in die Stube zurück. Früher saß man dann am Ofen beisammen, erzählte sich, was der Tag gebracht hatte, und räucherte dabei. Es gab kein elektrisches Licht und keinen Fernseher, dafür Zeit und den Duft von Harz und Kräutern.

Für viele beginnt im Herbst bis heute die Räucherzeit. Sie reicht von Erntedank über Allerheiligen und den Advent bis zu den Rauhnächten. Räuchern im Herbst heißt: es sich drinnen gemütlich machen, auf das Jahr zurückblicken und die dunkle Jahreszeit bewusst begrüßen.

Erntedank: Bräuche und ein Räucherritual

Erntedank wird in der katholischen Kirche in Deutschland am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Vor dem Altar liegen Feldfrüchte, Obst und Brot, in vielen Dörfern wird eine Erntekrone aus Getreide gebunden. Kurz zuvor, um den 22. September, liegt die Herbst-Tagundnachtgleiche. Im Jahreskreis heißt sie Mabon.

Ein Erntedank-Ritual zuhause kann ganz einfach sein. Sie brauchen ein Stövchen, zwei Räuchermischungen, eine Kerze, ein Notizbuch und einen Stift.

  1. Platz vorbereiten: Wählen Sie einen gemütlichen Ort, an dem Sie ungestört sind. Legen Sie ein paar Äpfel, Nüsse oder bunte Blätter dazu und zünden Sie die Kerze an.
  2. Erste Räucherung: Geben Sie eine Prise Sorgenfrei auf das Sieb. Benzoe, Styrax, Rose und Kiefernsprossen duften warm und leicht waldig.
  3. Aufschreiben: Notieren Sie, was Sie in den letzten Monaten erlebt haben und was Sie hinter sich lassen möchten.
  4. Zweite Räucherung: Geben Sie nun Herzensöffnung auf das Sieb. Styrax, Kakao, Sternanis und schwarzer Copal duften balsamisch und süßlich.
  5. Danke sagen: Schreiben Sie drei Dinge auf, für die Sie in diesem Jahr dankbar sind. Lassen Sie das Räucherwerk verglimmen und lüften Sie danach.
Räuchermischung Herzensöffnung mit Blüten und Harzen in einem Messingsieb, aus dem Rauch aufsteigt

Herzensöffnung: balsamisch-süß für den zweiten Teil des Rituals.

Welches Räucherwerk passt in den Herbst?

Im Herbst passen warme, harzige und würzige Düfte. Diese Räucherstoffe verwenden wir in dieser Jahreszeit besonders gern:

  • Fichtenharz: kräftig, waldig und balsamisch. Wir nennen es gern den bayrischen Weihrauch.
  • Copal gold: sanft und warm, der weichste unserer Copal-Sorten.
  • Dammarharz: hell, klar und leicht zitronig, schön an grauen Tagen.
  • Angelikawurzel: würzig, leicht bitter und harzig. Die Engelwurz galt im Volksglauben als Schutzpflanze.
  • Drachenblut: das tiefrote Harz gibt Mischungen eine dunkle, warme Note. Es wird selten allein geräuchert.
Goldgelbe Stücke Copal gold auf Holz, darüber aufsteigender Rauch

Copal gold: weich und warm, ideal für Herbstabende.

Helle, klare Stücke Dammarharz vor einem Räuchergefäß aus Kupfer

Dammarharz duftet hell und leicht zitronig.

Mehr über die heimischen Harze erfahren Sie im Ratgeber Fichtenharz und Kiefernharz.

Räuchern in der dunklen Jahreszeit

Nach Erntedank folgen die stillen Feste. In der Nacht zum 1. November feiert man Samhain, an Allerheiligen und Allerseelen besucht man die Gräber und denkt an die Verstorbenen. Viele räuchern an diesem Abend mit einer Ahnenräucherung. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Samhain und Ahnenräucherung.

Im November werden die Abende noch länger. Ein kleines Abendritual passt jetzt gut: Kerze an, ein paar Körnchen Harz aufs Stövchen, eine Tasse Tee daneben. Ab dem Advent geht es dann auf die Rauhnächte zu. Wie sich die Feste über das ganze Jahr verteilen, zeigt unser Ratgeber Räuchern im Jahreskreis.

Geschnittene Angelikawurzel auf einem dunklen Holzlöffel

Angelikawurzel, auch Engelwurz genannt: würzig und harzig im Duft.

So räuchern Sie im Herbst mit dem Stövchen

  1. Stövchen aufstellen: Stellen Sie das Stövchen auf eine feuerfeste Unterlage und setzen Sie ein Teelicht ein.
  2. Räucherwerk auflegen: Geben Sie eine kleine Prise Mischung oder ein paar Harzkörnchen auf das Sieb. Harze schmelzen schnell, eine Räucherplatte hält das Sieb sauber.
  3. Duft genießen: Nach wenigen Minuten steigt ein feiner Duft auf. Legen Sie lieber öfter wenig nach als einmal viel.
  4. Abschließen: Löschen Sie das Teelicht, lassen Sie das Sieb abkühlen und lüften Sie den Raum.

Sicherheit: Glut, glimmendes Holz und Teelichter nie unbeaufsichtigt lassen. Stellen Sie Gefäß und Schale immer auf eine feuerfeste Unterlage, halten Sie Kinder und Haustiere fern und räuchern Sie nicht direkt unter einem Rauchmelder. Lüften Sie während und nach dem Räuchern. Räucherwerk ist nur zum Räuchern bestimmt, nicht zum Verzehr.

Sabines Tipp

„Im Herbst lege ich mir ein kleines Räuchertagebuch an. Ich notiere, was ich geräuchert habe und welche Gedanken mich an dem Abend begleitet haben. In den Rauhnächten blättere ich dann zurück und sehe, wie viel sich in ein paar Wochen getan hat.“

Was Sie dafür brauchen

Alles zum Räuchern ansehen

Häufige Fragen zum Räuchern im Herbst

Was räuchert man im Herbst?

Beliebt sind warme, harzige Düfte wie Fichtenharz, Copal gold und Dammar, dazu würzige Wurzeln wie Angelika. Fertige Mischungen wie unser Herbsträucherset Feuer und Erde verbinden Harze, Kräuter und Blüten.

Wann ist Erntedank?

In der katholischen Kirche in Deutschland am ersten Sonntag im Oktober. Evangelische Gemeinden feiern meist am Sonntag nach dem Michaelistag (29. September), das ist fast immer derselbe Tag.

Was ist Mabon?

Mabon ist im Jahreskreis der Name für die Herbst-Tagundnachtgleiche um den 22. September. Tag und Nacht sind dann gleich lang, danach werden die Nächte länger.

Kann man Herbstlaub räuchern?

Davon raten wir ab. Trockenes Laub brennt schnell und qualmt stark. Verwenden Sie es lieber als Schmuck für Ihren Räucherplatz.

Wie oft sollte man im Herbst räuchern?

Dafür gibt es keine Regel. Manche räuchern nur zu Erntedank und Allerheiligen, andere an jedem Sonntagabend. Wichtig ist, dass Sie danach gut lüften.

Kräuterpost: Möchten Sie mehr über das Räuchern erfahren? Mit der Anmeldung zur Kräuterpost schicken wir Ihnen unsere Räucherfibel als E-Book. Zur Räucherfibel