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14.03.24

Weihrauch Basilika, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Osterbräuche: Räuchern, Osterfeuer und Palmbuschen

Das Wichtigste in Kürze

Zu den bekanntesten Osterbräuchen in Bayern gehören der Palmbuschen am Palmsonntag, das Osterfeuer in der Osternacht, die Speisenweihe am Ostersonntag und das Färben der Ostereier. Weihrauch begleitet die Ostergottesdienste seit jeher. Zu Hause räuchern viele zu Ostern eine helle Mischung und begrüßen damit den Frühling. Ostern 2027 fällt auf den 28. März.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Welche Osterbräuche gibt es in Bayern?

Ostern ist das wichtigste Fest im Kirchenjahr und fällt in die Zeit, in der die Natur nach dem Winter erwacht. Die Tage werden länger, die ersten Weidenkätzchen blühen. Um die Kar- und Ostertage ranken sich deshalb besonders viele Osterbräuche.

Bei uns in Bayern beginnt die Osterzeit mit dem Palmsonntag. Am Gründonnerstag kommt traditionell etwas Grünes auf den Tisch, etwa Spinat oder eine Suppe aus frischen Frühlingskräutern. Ab Gründonnerstag schweigen die Kirchenglocken. Man sagt den Kindern, die Glocken seien nach Rom geflogen. Statt ihrer ziehen in vielen Dörfern die Ratschenbuben mit ihren hölzernen Ratschen durch die Straßen.

In der Osternacht wird das Osterfeuer entzündet, am Ostersonntag werden die Speisen geweiht und die Ostereier gesucht. Und überall dort steigt auch Rauch auf: vom Feuer, vom Weihrauchfass in der Kirche und vielerorts von der Glutpfanne zu Hause.

Weihrauch Cathedral, Klosterweihrauch für alte Osterbräuche und das Räuchern zu Ostern

Erdig und balsamisch: unser Klosterweihrauch Cathedral.

Was ist ein Palmbuschen?

Echte Palmen wachsen bei uns nicht. Deshalb binden die Familien in Bayern und Österreich zum Palmsonntag einen Palmbuschen. Er besteht meist aus Zweigen der Salweide mit ihren silbrigen Kätzchen, dazu Buchs, Wacholder, Stechpalme oder Eibe. Die Zweige werden um einen Stecken gebunden und mit bunten Bändern geschmückt. Manche Palmbuschen sind so groß, dass sie nur zu zweit getragen werden.

Am Palmsonntag werden die Palmbuschen in der Kirche gesegnet. Danach haben sie ihren festen Platz: im Herrgottswinkel, am Hof, im Stall oder als kleine Zweige auf den Feldern. Nach altem Brauch sollten sie Haus und Hof das ganze Jahr über begleiten. Zog ein schweres Gewitter auf, legten die Bauern früher einige der geweihten Palmkätzchen ins Herdfeuer und baten um Schutz vor Blitz und Hagel.

Auch für das nächste Kirchenjahr hat der Palmbuschen eine Aufgabe: Die Asche, mit der am Aschermittwoch das Kreuz auf die Stirn gezeichnet wird, stammt traditionell von den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres. Den alten Palmbuschen bringen viele deshalb zur Kirche zurück.

Was hat es mit dem Osterfeuer auf sich?

In der Osternacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag wird vor der Kirche das Osterfeuer entzündet und gesegnet. An ihm entzündet der Priester die neue Osterkerze und trägt das Licht in die dunkle Kirche. In die Osterkerze werden fünf Weihrauchkörner in Form von Wachsnägeln gesteckt, als Kreuz angeordnet.

Früher nahmen die Familien Glut oder ein angekohltes Holzscheit vom geweihten Feuer mit nach Hause. Damit wurde zu Hause das Herdfeuer neu entfacht. In manchen Gegenden Bayerns und Österreichs wird am Osterfeuer bis heute eine Strohpuppe verbrannt, der sogenannte Judas. Auf Hügeln und Feldern brennen außerdem große Osterfeuer, um die sich das ganze Dorf versammelt.

Räuchermischung Anfang und Neubeginn mit Dammarharz und Kornblume für ein Osterritual

Hell und blumig: Anfang und Neubeginn mit Dammarharz, Kornblume und Damiana.

Speisenweihe, Ostereier und Osterbrunnen

Am Ostersonntag tragen viele Familien einen Korb zur Kirche, der mit einem bestickten Tuch bedeckt ist. Darin liegen Osterschinken, gefärbte Eier, Brot oder ein Osterzopf, Salz und Kren, also Meerrettich. Nach der Speisenweihe wird zu Hause gemeinsam gefrühstückt. Für viele ist das bis heute der schönste Moment des Festes, so auch für uns in der Familie.

Die Eier werden vorher gefärbt, früher ganz selbstverständlich mit Pflanzen: Zwiebelschalen geben Braun- und Rottöne, Blauholz je nach Färbedauer Blau bis Violett. Beim Eierpecken schlagen zwei Spieler ihre Eier mit der Spitze aneinander. Wessen Ei ganz bleibt, gewinnt das andere.

In der Fränkischen Schweiz schmücken die Dörfer zu Ostern ihre Brunnen mit Girlanden aus Fichtenzweigen und unzähligen bemalten Eiern. Diese Osterbrunnen ziehen jedes Jahr viele Besucher an.

Blauholz zum natürlichen Färben von Ostereiern in Blau und Violett

Mit Blauholz färben Sie Ostereier ganz natürlich blau bis violett.

Räuchern zu Ostern: ein Ritual für den Frühling

Weihrauch gehört zu Ostern wie das Osterfeuer. In der Osternacht und am Ostersonntag steigt er in den Kirchen besonders festlich auf. Viele Menschen nehmen diesen Duft gern mit nach Hause und räuchern an Ostern selbst, als Gruß an den Frühling und als bewussten Neuanfang nach dem Winter. Wenn Sie zum ersten Mal räuchern, finden Sie alle Grundlagen in Räuchern für Anfänger.

  1. Lüften: Öffnen Sie am Ostermorgen die Fenster weit und lassen Sie die Frühlingsluft herein.
  2. Glut vorbereiten: Zünden Sie in einer Räucherpfanne mit Sand eine Räucherkohle an und lassen Sie sie durchglühen.
  3. Weihrauch auflegen: Geben Sie eine kleine Prise Weihrauch Basilika oder Cathedral auf die Kohle. Der Duft erinnert an die festliche Osternacht.
  4. Durch das Haus gehen: Tragen Sie die Pfanne ruhig von Raum zu Raum. Wer möchte, beginnt an der Haustür und endet in der Küche, wo gleich gefrühstückt wird.
  5. Hell abschließen: Zum Schluss eine Prise Anfang und Neubeginn auflegen. Die helle Mischung mit Dammarharz passt gut zum Frühling.
  6. Ausglühen lassen: Stellen Sie die Pfanne auf eine feuerfeste Unterlage, lassen Sie die Kohle ausglühen und lüften Sie noch einmal.

Sicherheit: Glut nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht kurz zum Eiersuchen. Stellen Sie die heiße Pfanne nur auf eine feuerfeste Unterlage, fern von Tischdecken, Osterdeko und trockenen Zweigen. Halten Sie Kinder und Haustiere fern, lüften Sie nach dem Räuchern und denken Sie an den Rauchmelder. Geweihte Palmzweige aus Buchs oder Eibe gehören nicht auf die Räucherkohle. Räucherwerk ist nur zum Räuchern bestimmt, nicht zum Verzehr.

Sabines Tipp

„Ostern ist für mich der richtige Zeitpunkt, die schweren Harze des Winters wegzuräumen und zu hellen Düften zu wechseln. Ich räuchere am Ostermorgen gern Weihrauch und dazu etwas Dammarharz. Das passt zum ersten Frühstück bei offenem Fenster.“

Mehr über die einzelnen Harze lesen Sie in unseren Ratgebern zu Weihrauch und Dammarharz. Welche Feste im Jahreslauf sonst noch mit Räuchern verbunden sind, zeigt unser Überblick Räuchern im Jahreskreis.

Was Sie dafür brauchen

Alle Kirchen- und Klosterweihrauch-Mischungen ansehen

Häufige Fragen zu Osterbräuchen

Wann ist Ostern 2027?

Ostersonntag ist 2027 am 28. März. Palmsonntag ist eine Woche vorher am 21. März, Karfreitag am 26. März.

Was kommt in einen Palmbuschen?

Traditionell Zweige der Salweide mit Kätzchen, dazu Buchs, Wacholder, Stechpalme oder Eibe. Je nach Gegend kommen weitere immergrüne Zweige und bunte Bänder hinzu.

Was macht man mit dem alten Palmbuschen?

Viele bringen ihn vor dem nächsten Palmsonntag zur Kirche zurück. Dort wird er verbrannt, und aus der Asche entsteht das Aschenkreuz für den Aschermittwoch.

Warum wird an Ostern ein Feuer entzündet?

Das Osterfeuer steht für das Licht, das in der Osternacht in die dunkle Kirche getragen wird. An ihm wird die neue Osterkerze entzündet. Früher nahm man die Glut mit nach Hause, um das Herdfeuer neu zu entfachen.

Was wird bei der Speisenweihe gesegnet?

Meist Osterschinken, gefärbte Eier, Brot oder Osterzopf, Salz und Kren. Der Korb wird mit einem schönen Tuch abgedeckt und am Ostersonntag in die Kirche gebracht.

Welcher Weihrauch passt zu Ostern?

Festliche Kirchen- und Klosterweihrauch-Mischungen wie Basilika oder Cathedral. Wer es heller mag, ergänzt Dammarharz oder eine helle Mischung wie Anfang und Neubeginn.

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Quellen: Wikipedia: Palmbuschen · Wikipedia: Osterfeuer · Wikipedia: Osterbrunnen