Mistelkraut – Viscum album – Zwischen Himmel und Erde gewachsen
Das Mistelkraut gehört zu den sagenumwobensten Pflanzen Europas. Hoch oben in den Baumkronen wachsend und scheinbar schwerelos zwischen Himmel und Erde schwebend, faszinierte die Mistel schon unsere Vorfahren. In der keltischen Tradition war sie eine heilige Pflanze, die von Druiden mit großer Ehrfurcht geerntet wurde. Auch in alten Klostergärten wurde Viscum album gepflegt und in zahlreichen Kräuterbüchern beschrieben. Namen wie Donarbesen, Hexennest, Vogelmistel oder Wintersamen zeugen von ihrer tiefen Verwurzelung im europäischen Brauchtum.
Unser Mistelkraut wird sorgfältig gesammelt, schonend getrocknet und naturbelassen verarbeitet. So bleibt der ursprüngliche Charakter dieser besonderen Pflanze erhalten. Die Mistel ist eine immergrüne Pflanze, die selbst im Winter ihre Blätter trägt und damit seit Jahrhunderten als Symbol für Lebenskraft, Beständigkeit und Schutz gilt.
Im Volksglauben wurde die Mistel über Türen gehängt, um Haus und Hof zu schützen. Ihre besondere Wuchsform und ihre Unabhängigkeit vom Erdreich machten sie zu einer Pflanze voller Mystik und Bedeutung. Kaum ein Kraut vereint Naturkunde, Mythologie und Tradition so eindrucksvoll wie das Mistelkraut.
Zubereitung
Für einen klassischen Aufguss 1 Teelöffel Mistelkraut mit heißem Wasser übergießen, 8 bis 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Auch als Bestandteil traditioneller Kräutermischungen geschätzt.
Mistelkraut ist ein traditionsreicher Pflanzenrohstoff für alle, die sich mit der alten europäischen Kräuterkunde beschäftigen und die besondere Symbolkraft dieser außergewöhnlichen Pflanze schätzen.