Das Wichtigste in Kürze
Getrocknete Apfelschalen ergeben einen mild-fruchtigen Tee: ein bis zwei Esslöffel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Apfelschalen von unbehandelten Äpfeln trocknen Sie bei etwa 50 Grad im Backofen oder im Dörrgerät. Mit Zimt, Nelken und getrockneten Apfelstücken wird daraus ein Bratapfeltee für den Winter.
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Inhalt
Wie macht man Apfelschalentee?
In unserer Küche landen Apfelschalen nicht im Biomüll. Wenn im Herbst Apfelkuchen gebacken wird, wandern die Schalen aufs Blech und später in die Teedose. Getrocknete Apfelschalen schmecken mild fruchtig mit einer feinen Säure und duften beim Aufgießen wie frisch aufgeschnittene Äpfel.
- Abmessen: Geben Sie ein bis zwei Esslöffel getrocknete Apfelschalen in eine Kanne oder ein Teesieb.
- Aufgießen: Mit 250 ml sprudelnd kochendem Wasser übergießen.
- Ziehen lassen: 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Je länger, desto kräftiger wird der Apfelgeschmack.
- Verfeinern: Nach Geschmack mit einem Löffel Honig, einer Zimtstange, ein paar Nelken oder einer Scheibe Ingwer abrunden.
Bratapfeltee für den Winter
Mein Wintertee in der Adventszeit: zwei Esslöffel Apfelschalen, ein Esslöffel getrocknete Apfelstücke, ein Stück Zimtstange, zwei Gewürznelken und eine Prise Vanille. Mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen und mit Honig süßen. Das schmeckt wie ein Bratapfel aus der Tasse. Mehr Ideen finden Sie in unseren Ratgebern zum Weihnachtstee und zum Früchtetee.
Apfelschalenwasser über Nacht
Ein Rezept aus Großmutters Zeiten: Frische Apfelschalen in einen Krug geben, mit reichlich kaltem Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen abseihen und leicht gesüßt trinken oder kurz aufkochen. Im Sommer schmeckt das auch gekühlt mit ein paar Minzblättern.

Getrocknete Apfelstücke machen den Apfelschalentee fruchtiger.
Wie trocknet man Apfelschalen selbst?
Für selbst getrocknete Apfelschalen eignen sich unbehandelte Äpfel aus dem eigenen Garten, von der Streuobstwiese oder vom Markt. Säuerliche, aromatische Sorten wie Boskoop oder Elstar geben den kräftigsten Geschmack.
- Waschen: Waschen Sie die Äpfel gründlich mit warmem Wasser und reiben Sie sie trocken.
- Schälen: Schälen Sie die Äpfel möglichst dünn, gern in langen Streifen.
- Ausbreiten: Verteilen Sie die Schalen einlagig auf einem Backblech mit Backpapier oder auf den Gittern eines Dörrgeräts.
- Trocknen: Im Backofen bei etwa 50 Grad Umluft zwei bis drei Stunden trocknen. Stecken Sie einen Kochlöffel in die Ofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Alternativ trocknen die Schalen in ein paar Tagen auf einem Gitter über der Heizung.
- Prüfen: Die Schalen sind fertig, wenn sie rascheln und beim Biegen brechen.
- Aufbewahren: Füllen Sie die abgekühlten Schalen in ein Schraubglas und lagern Sie es trocken und dunkel.
Apfelringe trocknen Sie genauso. Schneiden Sie die entkernten Äpfel in etwa fünf Millimeter dünne Scheiben und legen Sie sie kurz in Wasser mit etwas Zitronensaft, dann bleiben sie hell. Die Trockenzeit verlängert sich auf fünf bis sechs Stunden.
Was kann man mit getrockneten Äpfeln machen?
Getrocknete Apfelstücke sind in unserer Küche ein Alleskönner. Sie kommen ins Müsli und ins Porridge, in Früchtebrot und Stollenteig, in eigene Teemischungen und, ganz ohne Umweg, als Knabberei auf den Schreibtisch. Mit Zimt bestreut schmecken sie wie ein kleiner Bratapfel.
Apfel-Donuts in fünf Minuten
Ein schneller Nachmittagssnack für Kinder und Erwachsene: Einen Apfel waschen und in etwa einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Das Kerngehäuse mit einem kleinen Ausstecher oder Messer herauslösen. Vier Teelöffel Haferdrink mit zwei Teelöffeln Mandelmus glatt rühren und die Apfelscheiben damit bestreichen. Zum Schluss mit essbaren Blüten, Leinsamen, Kernen oder gefriergetrockneten Früchten bestreuen. Fertig sind die Apfel-Donuts ohne Backofen.
Alte Küchentipps rund um den Apfel
- Eine Apfelscheibe in der Keksdose hält Lebkuchen und Plätzchen weich.
- Ein Schuss Apfelsaft statt Wasser macht den Bratenfond fruchtig und rund.
- Etwas Apfelsaft oder ein geriebener Apfel im Sauerkraut nimmt ihm die Schärfe der Säure.
- Ein feinsäuerlicher, geriebener Apfel im Gemüse zerkocht ganz und macht es sämig.

Unser Glühapfel: Apfel, Orange, Zimt und Sternanis in der Tasse.
Welche Apfelrezepte passen in den Winter?
Im Winter gehört der Bratapfel einfach dazu. Wie Sie ihn mit Nüssen, Rosinen und Marzipan füllen und mit welchen Gewürzen er am schönsten duftet, steht in unserem Ratgeber zum Bratapfel. Getrocknete Apfelschalen bringen übrigens auch dort Aroma: Ein paar Schalen in der Auflaufform machen den Saft fruchtiger.
Für Besuch mixe ich gern einen alkoholfreien Glühapfel-Punsch. Dafür 150 ml kräftig aufgebrühten und abgekühlten Glühapfeltee mit 100 ml naturtrübem Apfelsaft und 50 ml Ginger Ale mischen, Eiswürfel und eine Orangenscheibe dazu. Im Winter schmeckt der Tee natürlich auch heiß, mit einer Zimtstange zum Umrühren.
Und zum Frühstück? Ein Löffel Apfelgelee mit Vanilleschote auf dem frischen Brötchen. Das Gelee wird im Kupferkessel gerührt und schmeckt auch in Plätzchen und Linzer Schnitten.
Marks Tipp
„Sammeln Sie die Apfelschalen ruhig über ein paar Tage. Ich lege sie in eine Dose in den Kühlschrank und trockne dann ein ganzes Blech auf einmal, das spart Strom. Wenn ein paar Birnenschalen dabei sind, ist das kein Fehler, im Gegenteil.“

Im Kupferkessel gerührt: unser Apfelgelee mit Vanilleschote.
Woher kommt der Apfel?
Unser Kulturapfel, Malus domestica, hat eine weite Reise hinter sich. Seine wilden Vorfahren wachsen bis heute in den Bergwäldern Zentralasiens, im heutigen Kasachstan. Über die Seidenstraße kam der Apfel nach Westen, die Römer brachten das Veredeln und viele Sorten über die Alpen. In Bayern prägen alte Streuobstwiesen bis heute die Landschaft, mit Sorten, deren Namen man kaum noch kennt.
Wenn im Mai die Apfelbäume blühen, ist das bei uns jedes Jahr ein Fest für die Augen: weiße Blüten mit zartrosa Rand, und die Bienen sind von früh bis spät unterwegs. Aus jeder bestäubten Blüte kann im Herbst ein Apfel werden.
Auch die Sprache hat der Apfel geprägt. Im Lateinischen klingen „malum“, der Apfel, und „malum“, das Übel, fast gleich. Das soll dazu beigetragen haben, dass die verbotene Frucht im Paradies in der Kunst meist als Apfel gemalt wurde, obwohl die Bibel nur von einer Frucht spricht. Und natürlich kennt jeder das englische Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“. Wir halten es lieber ganz einfach: Ein Apfel am Tag schmeckt, und seine Schale gleich mit.

Für alle, die es fertig mögen: unser Apfel Tee.
Was Sie dafür brauchen
ApfelschalenFür Apfelschalentee und eigene MischungenAnsehen
Apfel getrocknetFür Tee, Müsli und PorridgeAnsehen
GlühapfelApfel, Orange, Zimt und SternanisAnsehen
Apfel TeeFruchtiger ApfelteeAnsehen
Apfelgelee mit VanilleschoteIm Kupferkessel gerührtAnsehen
Zimtstangen ganz CeylonFür den BratapfelteeAnsehen
Nelken ganz handverlesenZwei Nelken in die KanneAnsehenAlle getrockneten Früchte ansehen
Häufige Fragen zu Apfelschalen
Kann man Apfelschalen trocknen?
Ja. Von unbehandelten Äpfeln dünn schälen und bei etwa 50 Grad im Backofen, im Dörrgerät oder über der Heizung trocknen, bis sie rascheln.
Wie lange sind getrocknete Apfelschalen haltbar?
Gut getrocknet, in einem dicht schließenden Glas und dunkel gelagert, mehrere Monate. Riechen sie nicht mehr nach Apfel, ist es Zeit für neue.
Wie schmeckt Apfelschalentee?
Mild fruchtig mit einer leichten Säure. Mit Zimt, Nelken oder Ingwer wird er würziger, mit getrockneten Apfelstücken fruchtiger.
Welche Äpfel eignen sich für Apfelschalentee?
Unbehandelte, aromatische Sorten mit etwas Säure, zum Beispiel Boskoop oder Elstar. Waschen Sie die Äpfel vor dem Schälen gründlich.
Kann man Apfelschalentee kalt trinken?
Ja. Lassen Sie den Tee abkühlen und stellen Sie ihn in den Kühlschrank. Mit Zitrone und Minze ist er im Sommer ein feiner Durstlöscher.