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01.11.26

Lavendel 1 extra, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Badebomben selber machen: Rezept mit Natron und Blüten

Das Wichtigste in Kürze

Für Badebomben selber machen brauchen Sie Natron, Zitronensäure, Speisestärke, etwas Öl und ein paar Spritzer Wasser. Die Masse wird in eine Form gepresst und trocknet etwa einen Tag. Im Badewasser sprudelt die Kugel, weil Natron und Zitronensäure miteinander reagieren. Natron, Öle und Blüten finden Sie bei uns, die Zitronensäure gibt es im Handel.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was ist eine Badebombe und wie funktioniert sie?

Eine Badebombe, auch Badekugel oder Sprudelkugel genannt, ist eine feste Kugel aus Pulver, die sich im Badewasser auflöst. Dabei zischt und sprudelt sie, verteilt Duft und färbt das Wasser. Wer Badebomben selber machen möchte, braucht dafür keine besondere Ausrüstung, nur eine Schüssel, ein paar Zutaten und etwas Geduld beim Trocknen.

Das Sprudeln ist einfache Chemie. Natron ist eine Base, Zitronensäure eine Säure. Solange beide trocken bleiben, ruhen sie nebeneinander in der Kugel. Kommt Wasser dazu, reagieren sie miteinander und setzen Kohlendioxid frei, das als feine Bläschen aufsteigt. Die Stärke hält die Masse zusammen, das Öl bindet sie und verteilt das Duftöl gleichmäßig, die Blüten sind Dekoration.

Natron als feines weißes Pulver in einer Holzschale, Grundzutat zum Badebomben selber machen

Natron: die Grundlage jeder Badebombe.

Was brauchen Sie, um Badebomben selber zu machen?

Die folgenden Mengen ergeben vier bis fünf Kugeln mit etwa sechs Zentimetern Durchmesser. Das Verhältnis aus zwei Teilen Natron, einem Teil Zitronensäure und einem Teil Stärke lässt sich gut vervielfachen.

  • 200 g Natron
  • 100 g Zitronensäure (Pulver)
  • 100 g Speisestärke, zum Beispiel Mais- oder Kartoffelstärke
  • 2 EL süßes Mandelöl (etwa 30 ml)
  • 15 bis 20 Tropfen ätherisches Öl, zum Beispiel Lavendel
  • 1 bis 2 EL getrocknete Rosen- oder Lavendelblüten zum Dekorieren
  • Wasser in einer kleinen Sprühflasche

Dazu kommen eine große Schüssel, ein Schneebesen, Backpapier und eine Form. Sehr gut eignen sich zweiteilige Kugeln zum Befüllen, wie man sie als Christbaumschmuck kennt, außerdem Silikonformen für Muffins, Pralinen oder Eiswürfel.

Gut zu wissen: Zitronensäure führen wir nicht im Sortiment. Sie bekommen sie im Handel, zum Beispiel im Drogeriemarkt oder im Haushaltswarengeschäft. Natron, Mandelöl, ätherische Öle und Blüten finden Sie bei uns.

Flaschen mit süßem Mandelöl und Wildrosenöl auf grauem Stein, Mandelöl als Bindemittel für Badebomben

Süßes Mandelöl bindet die Masse und nimmt das Duftöl auf.

Badebomben Rezept: Schritt für Schritt

  1. Trockene Zutaten mischen: Geben Sie Natron, Zitronensäure und Stärke in die Schüssel und verrühren Sie alles gründlich mit dem Schneebesen. Zerdrücken Sie Klümpchen mit dem Löffelrücken.
  2. Öle verrühren: Mischen Sie in einem kleinen Schälchen das Mandelöl mit dem ätherischen Öl.
  3. Öl einarbeiten: Geben Sie die Ölmischung esslöffelweise zur Pulvermasse und verkneten Sie alles zügig mit den Händen, am besten mit Handschuhen. Die Masse soll wie feuchter Sand aussehen.
  4. Wasser dazu: Sprühen Sie nur wenige Spritzer Wasser in die Masse und rühren Sie jedes Mal sofort um. Zu viel Wasser lässt die Mischung schon in der Schüssel sprudeln. Die Probe: Drücken Sie eine Handvoll fest zusammen. Hält sie als Klumpen, ist die Masse richtig.
  5. Blüten einlegen: Legen Sie einige Blüten in die Formhälften, damit sie später außen an der Kugel sitzen.
  6. Pressen: Füllen Sie beide Hälften randvoll, drücken Sie die Masse fest an und setzen Sie die Hälften zusammen. In Silikonformen pressen Sie die Masse einfach fest hinein.
  7. Ruhen lassen: Lassen Sie die Kugeln einige Minuten in der Form stehen und lösen Sie sie dann vorsichtig auf ein Stück Backpapier.

Sicherheit: Atmen Sie Zitronensäure-Pulver nicht ein und schützen Sie die Augen davor. Ätherische Öle gehören nie unverdünnt auf die Haut und nicht in den Mund und müssen für Kinder unerreichbar bleiben. Öl macht Wanne und Boden rutschig: Spülen Sie die Wanne nach dem Bad gut aus und steigen Sie vorsichtig ein und aus.

Drei Flaschen Lavendelöl in verschiedenen Größen vor grauem Stoff, ätherisches Öl zum Beduften von Badebomben

Lavendelöl duftet blumig, frisch und leicht herb.

Wie trocknen und lagern Sie Badebomben?

Legen Sie die Kugeln auf Backpapier an einen trockenen, luftigen Platz und lassen Sie sie etwa 24 Stunden ruhen. Stellen Sie sie nicht auf die Heizung und nicht in den Backofen, denn Wärme macht sie rissig. Erst wenn sie durch und durch hart sind, lassen sie sich gut anfassen und verpacken.

Bewahren Sie die fertigen Badebomben trocken und luftdicht auf, zum Beispiel in einem Schraubglas oder einer gut verschlossenen Dose. Feuchte Luft löst die Reaktion nach und nach aus, deshalb sprudeln selbst gemachte Kugeln am schönsten, wenn Sie sie innerhalb weniger Wochen verwenden. Zum Baden legen Sie eine Kugel in die einlaufende Wanne und lassen sie in Ruhe sprudeln.

Was tun, wenn es nicht klappt?

  • Die Kugel zerbröselt: Die Masse war zu trocken. Geben Sie beim nächsten Mal ein, zwei Spritzer Wasser mehr dazu und pressen Sie fester.
  • Die Kugel bekommt Risse oder dehnt sich aus: Dann war es zu viel Wasser. Rühren Sie etwas trockenes Pulver unter.
  • Die Kugel sprudelt kaum: Meist hat sie Feuchtigkeit aus der Luft gezogen. Lagern Sie sie künftig luftdicht.

Badebomben verschenken: Duftideen und Verpackung

Selbst gemachte Badebomben sind ein schönes Mitbringsel, nicht nur zu Weihnachten. Der Duft lässt sich frei wählen. Lavendelöl riecht blumig und leicht herb, das helle, fruchtige Orangenöl erinnert an die Adventszeit. Wer es zarter mag, nimmt ein paar Tropfen weniger. Rosenblüten geben der Kugel vor allem Farbe und ein schönes Aussehen. Weitere Ideen für Duftmischungen finden Sie in unserem Beitrag Duftöle für den Raum.

Verpacken können Sie die Kugeln in ein Schraubglas, in Zellophan mit Band oder in eine kleine Schachtel. Schreiben Sie auf ein Etikett, welcher Duft enthalten ist, und fügen Sie das Datum hinzu. Wenn Sie gern weiter ausprobieren, finden Sie bei uns auch Anleitungen für Badesalz und Badeöl. Eine Badekugel passt außerdem gut in einen selbst gemachten Adventskalender.

Getrocknete Rosenblüten in kräftigem Pink, Dekoration für selbst gemachte Badebomben

Getrocknete Rosenblüten geben der Badebombe Farbe.

Sabines Tipp

„Legen Sie die Blüten nur an die Außenseite der Kugel, dann kommen sie schön zur Geltung. Fangen Sie sie nach dem Bad mit einem Sieb aus dem Wasser, bevor Sie den Stöpsel ziehen. So bleibt der Abfluss frei.“

Was Sie dafür brauchen

Alle Öle und Düfte ansehen

Häufige Fragen

Was ersetzt Zitronensäure bei Badebomben?

Natron braucht eine Säure, um zu sprudeln, und Zitronensäure ist dafür die gängige Wahl. Ohne Säure bleibt die Kugel still. Sie bekommen Zitronensäure im Handel, bei uns finden Sie sie nicht.

Wie lange müssen Badebomben trocknen?

Rechnen Sie mit etwa 24 Stunden an einem trockenen, luftigen Ort. Größere Kugeln brauchen länger. Sie sind fertig, wenn sie durch und durch hart sind.

Wie lange halten selbst gemachte Badebomben?

Am schönsten sprudeln sie frisch. Bewahren Sie sie trocken und luftdicht auf und verwenden Sie sie am besten innerhalb weniger Wochen.

Wie viel Duftöl gehört in eine Badebombe?

Für die Menge in diesem Rezept genügen 15 bis 20 Tropfen. Weniger ist mehr, der Duft soll zart bleiben. Mischen Sie das Duftöl immer erst mit dem Mandelöl, bevor Sie es zur Pulvermasse geben.

Welche Form eignet sich für Badebomben?

Am einfachsten gelingen runde Kugeln aus zweiteiligen Befüllkugeln. Auch Silikonformen für Muffins, Pralinen oder Eiswürfel funktionieren gut, weil sich die Kugel nach dem Trocknen leicht lösen lässt.

Dürfen Blüten mit in die Badewanne?

Ja, als Dekoration. Fangen Sie die Blüten nach dem Bad mit einem Sieb auf, damit sie nicht in den Abfluss gelangen.