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01.11.26

Mandelöl , süß, 100 ml – Kräuterparadies seit 1887

Badeöl selber machen: Rezepte mit Mandelöl und ätherischen Ölen

Das Wichtigste in Kürze

Für ein selbst gemachtes Badeöl brauchen Sie drei Zutaten: 20 ml mildes Pflanzenöl wie Mandelöl, 5 Tropfen ätherisches Öl und einige Tropfen Honig oder Milch. Der Vermittler sorgt dafür, dass sich das Öl im Badewasser verteilt, statt als Film obenauf zu schwimmen. Ätherische Öle nie pur ins Wasser geben, und Vorsicht: Öl macht die Wanne rutschig.

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Was ist Badeöl und warum braucht es einen Vermittler?

Wenn draußen der Nebel über den Feldern liegt und es um halb fünf schon dunkel wird, beginnt bei uns die staade Zeit. Man bleibt lieber daheim, kocht sich einen duftenden Tee, liest ein Buch oder gönnt sich eine kleine Auszeit in der Badewanne. Ein selbst gemachtes Badeöl gehört für viele von uns dazu. Das Schöne: Badeöl selber machen ist einfacher als jedes Plätzchenrezept.

Ein Badeöl besteht aus zwei Teilen. Das Basisöl, zum Beispiel Mandelöl, ist der Träger. Die ätherischen Öle bringen den Duft. Weil sich Öl und Wasser nicht mischen, schwimmt beides ohne Hilfe als Film auf dem Badewasser. Darum gibt man einen Vermittler dazu: Milch, Sahne oder etwas Honig. Diese alten Hausmittel helfen, das Öl im Wasser zu verteilen.

Mehr über die ruhigen Wochen vor Weihnachten lesen Sie in unserem Beitrag über die staade Zeit.

Braunes Fläschchen Fichtennadelöl vor grauem Stoff, ätherisches Öl für ein Badeöl mit Waldduft

Fichtennadelöl bringt den Duft des Winterwaldes ins Badezimmer.

Badeöl selber machen: Das Grundrezept

Für ein Vollbad brauchen Sie nur drei Zutaten:

  • 20 ml Pflanzenöl, zum Beispiel Mandelöl oder Arganöl (das ist gut ein Esslöffel)
  • 5 Tropfen ätherisches Öl, eine Sorte oder eine Mischung
  • einige Tropfen Honig oder Milch als Vermittler, alternativ ein Schuss Sahne
  1. Basisöl abmessen: Geben Sie das Pflanzenöl in eine kleine Tasse oder ein Schälchen.
  2. Duft hinzufügen: Tropfen Sie das ätherische Öl hinein. Halten Sie sich an die fünf Tropfen, mehr ist nicht besser.
  3. Vermittler unterrühren: Geben Sie Honig oder Milch dazu und verrühren Sie alles mit einem Löffel.
  4. Ins Wasser geben: Gießen Sie die Mischung ins einlaufende Badewasser. So verteilt sich der Duft gleichmäßig.
  5. Genießen: Schließen Sie die Tür, damit der Duft im Bad bleibt, und nehmen Sie sich Zeit.

Sabines Tipp

„Für einen kleinen Vorrat mische ich Basisöl und ätherische Öle in einem dunklen Fläschchen. Milch oder Honig kommen erst kurz vor dem Bad dazu. Ich verrühre sie in einer Tasse mit einer Portion Öl und gieße alles ins einlaufende Wasser.“

Welches Öl eignet sich als Basis?

Als Basis nehmen Sie ein mildes Pflanzenöl mit wenig Eigengeruch, damit die ätherischen Öle den Ton angeben. Bewährt haben sich:

  • Mandelöl, süß: Es wird aus den Kernen der süßen Mandel kalt gepresst. Mandelöl ist fein, leicht und mild im Duft. Für die meisten ist es die erste Wahl für ein Badeöl.
  • Traubenkernöl: Gewonnen aus den Kernen der Weintraube, hell und mild. Traubenkernöl steckt auch in unserem Badeöl Bad Samstag.
  • Arganöl: Das goldene Öl aus Marokko duftet dezent nussig und passt gut zu blumigen Düften.
  • Jojobaöl: Genau genommen ein flüssiges Pflanzenwachs. Es gilt als lange haltbar und eignet sich deshalb gut für einen kleinen Vorrat.
  • Olivenöl: Geht auch, bringt aber einen eigenen, fruchtigen Duft mit. Es passt eher zu kräftigen Kräuterdüften wie Rosmarin.

Verwenden Sie ein Öl, das frisch riecht. Ein ranziges Öl verdirbt auch den schönsten Duft.

Badeöl mit ätherischen Ölen: Duftideen für den Winter

Bei den ätherischen Ölen dürfen Sie ganz nach Ihrer Nase gehen. Bleiben Sie bei insgesamt etwa fünf Tropfen und kombinieren Sie höchstens zwei oder drei Sorten. Drei Mischungen, die wir im Winter gern mögen:

Winterwald

Fichtennadelöl duftet warm, würzig und harzig, ganz nach Nadelwald. Zusammen mit Wacholderbeeröl, das frisch und holzig riecht, oder einem Tropfen Rosmarinöl entsteht ein Duft wie bei einem Spaziergang im verschneiten Wald. Mehr über die Nadeln unserer Wälder lesen Sie im Beitrag über Fichtennadeln.

Lavendel

Lavendelöl verbindet süßlich-blumige mit leicht krautigen Noten. Pur ist es ein Klassiker, mit einem Tropfen Orangenöl wird es weicher und fruchtiger. Alles über die Pflanze finden Sie in unserem Porträt über den Lavendel.

Drei Fläschchen Lavendelöl in verschiedenen Größen, ätherisches Öl für ein selbst gemachtes Badeöl

Lavendelöl: blumig, frisch und leicht herb.

Zitrusfrisch

Zitronenöl riecht klar und spritzig, wie frisch geschnittene Zitronenschale. Orangenöl ist heller und süßer. Beide zusammen ergeben einen fröhlichen Duft für trübe Wintertage.

Ein Blick auf die Rezeptur unseres hauseigenen Badeöls zeigt, wie gut sich diese Welten verbinden: In Bad Samstag treffen Lavendel, Fichtennadel, Kiefer, Eukalyptus und Cajeput auf Zitrusfrüchte. Wer ätherische Öle lieber in der Duftlampe genießt, findet Ideen im Beitrag Duftöle als Raumduft.

Für ein Kräuterbad ganz ohne ätherisches Öl füllen Sie eine Handvoll getrocknete Lavendelblüten in ein Baumwollsäckchen und hängen es ins einlaufende Wasser. So wird die Badewanne zur großen Teetasse.

Fläschchen Zitronenöl auf Birkenrinde mit Moos, ätherisches Öl für ein frisches Badeöl

Zitronenöl duftet klar und spritzig nach frischer Schale.

Worauf sollten Sie beim Badeöl achten?

Ätherische Öle sind stark konzentriert. Mit ein wenig Sorgfalt bleibt das Bad ein ungetrübtes Vergnügen:

  • Nie pur ins Wasser: Ätherische Öle lösen sich nicht in Wasser. Ohne Basisöl schwimmen sie als konzentrierte Tröpfchen obenauf. Mischen Sie sie deshalb immer zuerst mit einem Pflanzenöl.
  • Nicht unverdünnt auf die Haut und nicht einnehmen. Kontakt mit den Augen vermeiden.
  • Sparsam beginnen: Probieren Sie eine neue Mischung zuerst mit weniger Tropfen aus. Wenn Ihnen ein Duft nicht zusagt, lassen Sie ihn im Zweifel weg.
  • Kinder: Bewahren Sie die Fläschchen außerhalb ihrer Reichweite auf. Für ein Kinderbad lassen Sie die ätherischen Öle im Zweifel ganz weg. Ein Schuss Milch genügt.

Vorsicht, rutschig: Öl im Badewasser macht den Wannenboden glatt. Halten Sie sich beim Ein- und Aussteigen gut fest und legen Sie eine rutschfeste Matte vor die Wanne. Spülen Sie die Wanne nach dem Baden mit warmem Wasser aus, damit kein Ölfilm zurückbleibt.

Wie lange hält selbst gemachtes Badeöl?

Die reine Ölmischung aus Basisöl und ätherischen Ölen können Sie gut vorbereiten. Füllen Sie sie in eine dunkle Glasflasche und lagern Sie sie kühl, dunkel und gut verschlossen. Setzen Sie nur so viel an, wie Sie in einigen Wochen verbrauchen.

Milch, Sahne und Honig gehören nicht in den Vorrat. Sie kommen immer frisch dazu, direkt vor dem Bad.

Ein kleines Fläschchen Badeöl mit handgeschriebenem Etikett ist übrigens ein schönes Mitbringsel zu Weihnachten. Wer lieber mit Salz arbeitet, liest im Beitrag Badesalz selber machen weiter. Weitere Rezepte für Seifen, Balsame und Co. finden Sie unter Naturkosmetik selber machen.

Flasche Badeöl Bad Samstag neben einem grünen Handtuch

Wenn es schnell gehen soll: unser hauseigenes Badeöl Bad Samstag.

Was Sie dafür brauchen

Alle ätherischen Öle ansehen

Passend dazu: Süßes Mandelöl · Traubenkernöl

Häufige Fragen zum Badeöl

Wie viel Badeöl kommt in ein Vollbad?

Für unser Grundrezept rühren Sie 20 ml Pflanzenöl mit 5 Tropfen ätherischem Öl und etwas Honig oder Milch an. Von einem fertigen Badeöl wie Bad Samstag geben Sie 1 bis 2 Teelöffel ins einlaufende Wasser.

Kann ich ätherisches Öl direkt ins Badewasser tropfen?

Nein. Ätherische Öle lösen sich nicht in Wasser und schwimmen unverdünnt obenauf. Mischen Sie sie immer zuerst mit einem Pflanzenöl und einem Vermittler wie Milch oder Honig.

Warum gehört Milch oder Honig ins Badeöl?

Öl und Wasser mischen sich nicht. Milch, Sahne oder Honig sind alte Hausmittel, damit sich das Öl besser im Badewasser verteilt. Geben Sie sie erst kurz vor dem Bad dazu.

Welches Basisöl ist für Badeöl geeignet?

Mild und mit wenig Eigengeruch: süßes Mandelöl, Traubenkernöl, Arganöl oder Jojobaöl. Olivenöl geht auch, duftet aber selbst fruchtig und passt eher zu Kräuterdüften.

Was ist der Unterschied zwischen Badeöl und Badesalz?

Badesalz besteht aus Salzkristallen, die sich im Wasser auflösen und den Duft tragen. Badeöl hat ein Pflanzenöl als Basis, das an der Wasseroberfläche bleibt. Beides lässt sich mit denselben ätherischen Ölen beduften.

Wird die Wanne durch Badeöl rutschig?

Ja, Öl macht den Wannenboden glatt. Halten Sie sich beim Aussteigen gut fest, legen Sie eine rutschfeste Matte bereit und spülen Sie die Wanne danach mit warmem Wasser aus.