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30.10.26

Katzenpfötchen gelb, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Katzenpfötchen: Die samtige Strohblume

Das Wichtigste in Kürze

Als „Katzenpfötchen gelb“ bezeichnet der Kräuterhandel die Blüten der Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium), einer niedrigen, silbrig-filzigen Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Ihre kleinen, kugeligen Blütenköpfchen sind goldgelb, fühlen sich weich an und behalten getrocknet Form und Farbe. In Deutschland steht die Sand-Strohblume unter besonderem Schutz und darf nicht gesammelt werden. Getrocknet ergibt sie einen milden, blumig-krautigen Tee und ist ein beliebter Farbtupfer in Teemischungen, Potpourris und Trockensträußen.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Was ist Katzenpfötchen?

Wer eine Tüte unseres gelben Katzenpfötchens öffnet, sieht zuerst die Farbe: ein warmes Goldgelb, wie ein Stück Spätsommer. Dann fällt auf, wie weich die kleinen Köpfchen sind. Nicht umsonst haben diese Blüten seit jeher einen besonderen Platz in der Kräuterkiste.

Hinter dem Namen „Katzenpfötchen gelb“ steckt die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium). Sie gehört zu den Korbblütlern, wie Ringelblume, Kamille und Sonnenblume. Die ausdauernde Pflanze wird meist 10 bis 30 Zentimeter hoch. Stängel und Blätter sind von einem dichten, grau-weißen Filz bedeckt, der sie vor Sonne und Austrocknung schützt und ihr den silbrigen Schimmer gibt.

Von Juli bis Oktober trägt sie an der Spitze der Stängel kleine Doldentrauben aus drei bis zwanzig kugeligen Blütenkörbchen. Jedes ist nur sechs bis sieben Millimeter groß und von bis zu 30 glänzenden, trockenhäutigen Hüllblättern umgeben, gold- oder zitronengelb gefärbt. Im Inneren sitzen winzige goldgelbe bis orange Röhrenblüten. Die Pflanze verströmt einen leicht aromatischen Duft.

Woher kommt der Name Katzenpfötchen?

Streichen Sie einmal über ein Blütenköpfchen: Es fühlt sich weich, rund und ein wenig flauschig an, wie die Unterseite einer Katzenpfote. Daher stammt der Volksname. Auch die Form passt, denn mehrere kleine, runde Köpfchen sitzen eng beieinander wie die Ballen einer Pfote.

Der botanische Name ist dagegen ein kleines Gedicht. Helichrysum setzt sich aus den griechischen Wörtern helios für Sonne und chrysos für Gold zusammen, also „Sonnengold“. Arenarium kommt vom lateinischen arena für Sand und verrät den Lieblingsstandort der Pflanze.

Verwirrend ist, dass es noch ein zweites Katzenpfötchen gibt. Das Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica) ist eine niedrige, polsterbildende Pflanze magerer Wiesen und Heiden mit weißen oder rosafarbenen Blütenköpfchen. Auch sie ist weich behaart und heißt deshalb so. Mit dem gelben Katzenpfötchen ist sie verwandt, beide sind Korbblütler, aber es ist eine andere Art. Wenn im Kräuterhandel von Katzenpfötchen die Rede ist, ist fast immer die gelbe Sand-Strohblume gemeint.

Getrocknete blaue Kornblumenblüten mit Kelch, ein Farbpartner für gelbes Katzenpfötchen

Blaue Kornblumen und gelbes Katzenpfötchen: ein klassisches Farbpaar in Teemischungen.

Strohblume und Immortelle: Blüten, die nicht welken

Das Besondere an der Sand-Strohblume steckt im Namen. Die glänzenden Hüllblätter um das Blütenköpfchen sind trockenhäutig und fühlen sich an wie feines Stroh. Ihre gelbe Farbe stammt von Farbstoffen, die ungewöhnlicherweise direkt in der Zellwand eingelagert sind. Deshalb bleiben Form und Farbe auch nach dem Trocknen erhalten, oft über Jahre.

Diese Eigenschaft hat den Strohblumen einen poetischen Beinamen eingebracht: Immortellen, „die Unsterblichen“. Früher band man aus ihnen Kränze und Sträuße, die den ganzen Winter über leuchteten. Auf Friedhöfen standen Strohblumenkränze als Zeichen der Erinnerung, die nicht vergeht.

Zur selben Gattung gehört übrigens die Italienische Strohblume (Helichrysum italicum), die rund ums Mittelmeer wächst. Ihre silbrigen Blätter duften so würzig, dass sie im Garten auch Currykraut genannt wird.

Wo wächst die Sand-Strohblume?

Die Sand-Strohblume ist eine Pflanze der Weite. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Frankreich und Südskandinavien über Mittel- und Osteuropa bis nach Zentralasien und in die Mongolei. Sie liebt trockene, lockere, magere Sandböden: Sandfluren, Trockenrasen, Heiden, Binnendünen und lichte Kiefernwälder. Ihre Wurzeln reichen oft 25 bis 40 Zentimeter tief in den Sand.

In Deutschland ist sie vor allem in den östlichen Bundesländern verbreitet. Im Westen findet man sie nur noch zerstreut, zum Beispiel im nördlichen Oberrheingebiet. Weil ihre Lebensräume selten geworden sind, gilt sie als gefährdet.

Naturschutz: Die Sand-Strohblume und auch das Gewöhnliche Katzenpfötchen sind nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Bitte pflücken oder sammeln Sie sie nicht in der Natur. Getrocknetes Katzenpfötchen im Fachhandel stammt aus Anbau.

Getrocknete orange Ringelblumenblüten ohne Kelch, passend zu gelbem Katzenpfötchen

Ringelblumenblüten, ebenfalls ein Korbblütler, leuchten orange neben dem Katzenpfötchen.

Was ist Katzenpfötchen-Tee?

Katzenpfötchen-Tee ist ein Aufguss aus den getrockneten Blütenköpfchen der Sand-Strohblume. Er schmeckt mild, leicht herb und fein blumig-krautig. Die Farbe in der Tasse ist ein helles Goldgelb. Lassen Sie die Blüten nicht zu lange ziehen, sonst wird der Geschmack bitter.

In vielen Kräutermischungen spielt das Katzenpfötchen aber eine andere Rolle: Es ist eine sogenannte Schmuckdroge. So nennt man im Kräuterhandel Blüten, die vor allem wegen ihrer Farbe in eine Mischung kommen. Gelbe Katzenpfötchen, blaue Kornblumen, orange Ringelblumen und rosa Rosenblüten machen aus einer grünen Teemischung ein kleines Farbenmeer, das schon im Glas Freude bereitet.

Geschmacklich passt das Katzenpfötchen gut zu Melisse, Lindenblüten und Himbeerblättern. Eine schöne Sommermischung sind Melisse und Himbeerblätter als Grundlage, dazu je eine Prise Katzenpfötchen, Kornblumen und Rosenblüten. Wie Sie eigene Mischungen zusammenstellen, lesen Sie in unserem Ratgeber Kräutertee selber mischen.

  1. Aufgießen: Die Blüten oder Ihre Mischung mit heißem, nicht mehr sprudelndem Wasser übergießen.
  2. Kurz ziehen lassen: Etwa fünf Minuten genügen. Länger wird der Tee herber.
  3. Abseihen: Durch ein Sieb gießen und nach Wunsch mit Honig verfeinern.

Sabines Tipp

„Ich fülle meine Teemischungen gern in Gläser, die auf dem Küchenregal stehen. Eine Handvoll gelbes Katzenpfötchen zwischen grünen Blättern, ein paar blaue Kornblumen dazu, und schon wird das Teeglas zum Blickfang. Als Mitbringsel mit einem handgeschriebenen Etikett kommt das immer gut an.“

Getrocknete Rosenblüten, rosa Blütenblätter als Schmuck für Teemischungen mit Katzenpfötchen

Rosenblüten geben Teemischungen Farbe und Duft.

Katzenpfötchen für Potpourri und Trockensträuße

Weil die Blüten ihre Farbe so gut halten, sind sie wie gemacht für alles, was lange schön bleiben soll. In Potpourris bringen sie Gelb zwischen Rosen, Orangenscheiben und Zimtstangen. Sie füllen kleine Duftsäckchen, schmücken Kränze und Gestecke und lassen sich in Trockensträuße einbinden. Eine Anleitung für Ihre eigene Duftschale finden Sie unter Potpourri selber machen.

Auch für Bastelarbeiten mit Enkelkindern eignen sie sich: Mit etwas Leim auf Karten, Kerzen oder Seifenstücke geklebt, entstehen hübsche Geschenke. Wer Seife selbst gießt, kann einige Blüten obenauf streuen. Wie das mit Kindern gelingt, zeigt unser Ratgeber Seife selber machen mit Kindern.

Getrocknete gelbe Sonnenblumenblüten für Potpourri und Teemischungen neben Katzenpfötchen

Sonnenblumenblüten verstärken das Gelb in Potpourri und Mischungen.

Lagern Sie die Blüten in einem gut schließenden Glas, dunkel und trocken. Licht ist der Hauptgrund, warum getrocknete Blüten mit der Zeit verblassen.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen zum Katzenpfötchen

Was ist Katzenpfötchen gelb?

Katzenpfötchen gelb ist der Handelsname für die getrockneten Blüten der Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium). Die kleinen, goldgelben Köpfchen sind weich behaart und behalten getrocknet ihre Farbe.

Was ist Katzenpfötchen-Tee?

Ein Aufguss aus den getrockneten Blüten der Sand-Strohblume. Er schmeckt mild, leicht herb und blumig-krautig. Häufig ist Katzenpfötchen auch Teil von Kräutermischungen, wo es vor allem für Farbe sorgt.

Darf man Katzenpfötchen sammeln?

Nein. Die Sand-Strohblume und das Gewöhnliche Katzenpfötchen sind in Deutschland besonders geschützt. Getrocknete Blüten im Handel stammen aus Anbau.

Wie sieht die Katzenpfötchen-Pflanze aus?

Die Sand-Strohblume ist eine niedrige, silbrig-filzige Pflanze von 10 bis 30 Zentimetern Höhe. Von Juli bis Oktober trägt sie kleine, kugelige, goldgelbe Blütenköpfchen in dichten Büscheln.

Warum heißt die Pflanze Strohblume?

Die Hüllblätter um die Blütenköpfchen sind trockenhäutig und fühlen sich wie Stroh an. Deshalb welken sie nicht, sondern behalten Form und Farbe auch getrocknet. Daher kommt auch der Name Immortelle.

Quellen: Wikipedia: Sand-Strohblume · Wikipedia: Gewöhnliches Katzenpfötchen · Bundesartenschutzverordnung, Anlage 1