Das Wichtigste in Kürze
Mandelöl, auch süßes Mandelöl genannt, ist ein mildes Pflanzenöl aus den Kernen der süßen Mandel (Prunus dulcis). Es wird kaltgepresst, ist goldgelb und duftet nur schwach nussig. In der Naturkosmetik zum Selbermachen dient es als Basisöl, etwa für Badeöl, Lippenbalsam und eigene Ölmischungen. Bewahren Sie es kühl, dunkel und gut verschlossen auf.
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Inhalt
Was ist Mandelöl und woher kommt es?
Mandelöl ist ein fettes Pflanzenöl aus den Samen des Mandelbaums (Prunus dulcis). Die Mandel, die wir kennen, ist botanisch der Kern einer Steinfrucht. Der Baum liebt milde Klimazonen und wächst vor allem in sonnigen Regionen Südeuropas und des Nahen Ostens. Im Frühjahr zeigt er seine zartrosa-weiße Blüte, lange bevor andere Bäume austreiben.
Auf dem Etikett steht oft „Mandelöl süß“ oder „süßes Mandelöl“. Gemeint ist die Sorte, aus der das Öl gepresst wird: die Süßmandel. Daneben gibt es Bittermandeln, die eine eigene Sorte sind. Für Naturkosmetik wird ausdrücklich das Öl der Süßmandel empfohlen. Nicht zu verwechseln ist Mandelöl außerdem mit Bittermandelöl, einem ätherischen Öl, das ein ganz anderes Produkt ist.
Mandelöl ist ein dünnflüssiges, klares Öl. Es ist goldgelb bis hellgelb, der Duft ist mild bis leicht nussig. Je nach Qualität kann es fast geruchlos sein.
Hinweis: Mandelöl stammt von Mandeln. Wer Mandeln oder Nüsse nicht verträgt, verwendet kein Mandelöl.
Wie wird Mandelöl gewonnen?
Mandelöl wird durch Kaltpressung gewonnen. Dabei werden die trockenen Mandeln von Verunreinigungen und Schalen befreit und gepresst, ohne dass sie dafür stark erhitzt werden. Das frisch gepresste Öl lässt man einige Tage stehen, damit sich Schwebstoffe absetzen. Danach wird es gefiltert. Aus einer Tonne geschälter Mandeln lassen sich auf diese Weise grob 400 Liter Öl gewinnen.
Im Handel finden Sie naturbelassene, gepresste Öle und auch raffinierte Öle. Raffinieren bedeutet, dass das Öl zusätzlich gereinigt wird, zum Beispiel um Geruch und Farbe zu vereinheitlichen. Sie erkennen die Art der Herstellung am Etikett. Bei unserem Mandelöl süß ist die Kaltpressung angegeben.
Wie verwendet man Mandelöl in der Naturkosmetik zum Selbermachen?
Weil Mandelöl so mild im Duft und dünnflüssig ist, gilt es als klassisches Basisöl. Das ist ein Öl, das als Träger für andere Zutaten dient. Ätherische Öle werden nie pur verwendet, sondern immer in einem Basisöl verteilt. Beliebt sind diese Anwendungen:
- Badeöl: Etwa 20 ml Mandelöl, fünf Tropfen ätherisches Öl und einige Tropfen Honig oder Milch als Vermittler ergeben ein einfaches Badeöl für ein Vollbad. Das komplette Rezept mit Duftideen steht im Ratgeber Badeöl selber machen. Beachten Sie: Öl macht die Wanne rutschig.
- Lippenbalsam: Schmelzen Sie ein Teil Bienenwachs mit drei Teilen Mandelöl im Wasserbad. Die genauen Mengen und Varianten finden Sie im Ratgeber Lippenbalsam selber machen.
- Eigene Ölmischungen: Ätherische Öle werden nie pur verwendet, sondern in einem Basisöl verteilt. Rezeptideen finden Sie im Ratgeber Naturkosmetik selber machen.
- Seife und Fertigmischungen: Auch in Seifen wird Mandelöl verwendet, zum Beispiel in unserer Zirbenseife, und es dient als Grundlage fertiger Ölmischungen wie unserem Fußpflegeöl mit Teebaum- und Korianderöl.

Lavendelöl ist ein beliebter Duft für selbst gemachtes Badeöl auf Mandelölbasis.
Mehr zur Pflanze, deren Duft sich so gut für Badeöl eignet, erfahren Sie im Ratgeber Lavendel.
Ein Wort zur Küche: Mandelöl taucht in Rezepten manchmal als Speiseöl auf. Unser Mandelöl ist als Basisöl für Naturkosmetik gedacht. Für Salate und Speisen verwenden Sie bitte ein Öl, das ausdrücklich als Speiseöl gekennzeichnet ist.
Welche Basisöle gibt es neben Mandelöl?
Mandelöl ist nicht das einzige Öl für eigene Mischungen. Je nach Rezept lohnt sich ein Blick auf andere Basisöle aus unserem Sortiment:
- Arganöl: kaltgepresst aus den Kernen des Arganbaums, der vor allem in Marokko wächst. Es ist klar und golden und duftet mild mit einer leicht nussigen Note.
- Jojobaöl: genau genommen kein Öl, sondern ein flüssiges Pflanzenwachs aus den Samen des Jojobastrauchs. Unser Jojobaöl stammt aus Kalifornien und ist goldgelb mit mildem Duft.
- Aprikosenkernöl: klar, leicht und mild im Duft. Es wird durch mechanische Pressung aus Aprikosenkernen gewonnen.

Jojobaöl ist ein flüssiges Pflanzenwachs und eine Alternative zu Mandelöl.

Arganöl aus Marokko: kaltgepresst, golden und mild nussig im Duft.
Wie lagern Sie Mandelöl richtig?
Pflanzenöle sind empfindlich. Licht, Wärme und Luft lassen sie mit der Zeit ranzig werden. Mit ein paar Regeln halten Sie Ihr Mandelöl länger frisch:
- Kühl und dunkel: Stellen Sie die Flasche in den Schrank, nicht ans Fenster und nicht neben den Herd.
- Gut verschlossen: Drehen Sie den Verschluss nach jedem Gebrauch fest zu.
- Sauber arbeiten: Gießen Sie das Öl aus, statt mit Fingern oder Löffeln hineinzugreifen.
- Datum beachten: Orientieren Sie sich am Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Flasche. Angebrochene Flaschen sind nicht unbegrenzt haltbar.
- Riechen: Riecht das Öl bitter, muffig oder stechend, ist es ranzig. Dann entsorgen Sie es und nehmen ein neues.
Sabines Tipp
Mischen Sie Öle für Bad und Pflegerezepte immer in kleinen Mengen und beschriften Sie das Gefäß mit Inhalt und Datum. Ölmischungen ohne Wasser halten sich länger als Rezepte mit Wasser, Honig oder Milch. Diese rühren Sie besser frisch an und verbrauchen sie gleich.
Was Sie dafür brauchen
Mandelöl , süßSüßes Mandelöl, kaltgepresst: das Basisöl für eigene RezepteAnsehen
Jojoba-Öl naturreinFlüssiges Pflanzenwachs, goldgelb mit mildem DuftAnsehen
ArganölArganöl aus Marokko, kaltgepresst und mild nussigAnsehen
AprikosenkernölLeichtes, mild duftendes AprikosenkernölAnsehen
LavendelölLavendelöl: beliebter Duft für selbst gemachtes BadeölAnsehen
FußpflegeölFertige Ölmischung mit Mandelöl als BasisAnsehenHäufige Fragen
Ist Mandelöl süß oder bitter?
Mandelöl für Kosmetik und Küche stammt von der Süßmandel. „Süß“ bezeichnet die Sorte, nicht den Geschmack des Öls. Es ist mild und riecht höchstens leicht nussig.
Was ist der Unterschied zwischen Mandelöl und Bittermandelöl?
Mandelöl ist ein fettes Pflanzenöl, das aus den Kernen gepresst wird. Bittermandelöl ist dagegen ein ätherisches Öl aus Bittermandeln, also ein ganz anderes Produkt.
Wofür verwendet man Mandelöl?
Es ist ein beliebtes Basisöl für selbst gemachte Naturkosmetik: für Badeöl, Lippenbalsam und eigene Ölmischungen mit ätherischen Ölen. Auch in Seifen wird es eingesetzt.
Kann man Mandelöl zum Kochen verwenden?
Unser Mandelöl ist als Basisöl für Naturkosmetik gedacht. Für Salate und Speisen nehmen Sie bitte ein Öl, das ausdrücklich als Speiseöl gekennzeichnet ist.
Wie lange ist Mandelöl haltbar?
Das hängt von der Lagerung ab. Kühl, dunkel und gut verschlossen hält es länger. Beachten Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum, und prüfen Sie bei angebrochenen Flaschen den Geruch. Ranziges Öl riecht bitter oder muffig.
Für wen ist Mandelöl nicht geeignet?
Wer Mandeln oder Nüsse nicht verträgt, sollte kein Mandelöl verwenden. Weichen Sie in diesem Fall auf ein anderes Basisöl wie Jojobaöl aus.