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01.11.26

Patchouliöl, 20 ml – Kräuterparadies seit 1887

Patchouli: Herkunft und Duft der indonesischen Pflanze

Das Wichtigste in Kürze

Patchouli (Pogostemon cablin) ist eine Pflanze aus der Familie der Lippenblütler, die in den Tropen Südostasiens wächst. Hauptanbauland ist Indonesien. Aus den getrockneten und häufig fermentierten Blättern wird per Wasserdampfdestillation das Patchouliöl gewonnen. Der Duft ist erdig, warm, rauchig und balsamisch. Patchouli kennt man aus Parfüm, Duftlampe, Duftsäckchen und Räuchermischungen.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was ist Patchouli?

Patchouli ist ein buschiger Halbstrauch, der bis etwa einen Meter hoch wird. Seine Blätter sind weich, breit und leicht behaart. Botanisch gehört die Pflanze zu den Lippenblütlern, also zur selben Familie wie Minze, Lavendel und Salbei. Der Duft sitzt in den Blättern, und wer sie zwischen den Fingern reibt, merkt gleich, dass er mit den frischen Kräuterdüften der Verwandtschaft wenig gemeinsam hat.

Der Name soll aus dem Tamilischen stammen, aus den Wörtern für „grün“ und „Blatt“. In Europa schreibt man ihn meist Patchouli, manchmal auch Patschuli.

Woher kommt Patchouli?

Die Heimat von Patchouli liegt in Südostasien. Die Pflanze liebt Wärme und feuchte Luft und wächst in den tropischen Regionen Asiens. Heute kommt das meiste Patchouli aus Indonesien. Auch unser Patchouliöl hat Indonesien als Ursprungsland.

Geerntet werden die Blätter mehrmals im Jahr. Danach trocknet man sie, damit sich der Duft entwickeln kann.

Getrocknete Patchouliblätter, das Patchoulikraut mit erdig-warmem Duft aus Südostasien

Getrocknete Patchouliblätter: Der Duft ist erdig, warm und klingt lange nach.

Wie wird aus den Blättern Patchouliöl?

Für das ätherische Öl werden die Blätter nach dem Trocknen häufig fermentiert, also einige Zeit lagern gelassen. Dabei, so beschreibt man es, entwickelt sich der typische tiefe Duft. Anschließend gewinnt man das Öl durch Wasserdampfdestillation: Heißer Wasserdampf nimmt die Duftstoffe aus den Blättern auf und wird danach wieder abgekühlt. Das Öl trennt sich vom Wasser und wird abgeschöpft.

Patchouliöl ist dunkel und eher zähflüssig. Viele Duftliebhaber sagen, es werde mit den Jahren runder, wenn man es gut verschlossen, kühl und dunkel lagert.

Wie riecht Patchouli?

Patchouli hat einen der unverwechselbarsten Düfte unter den ätherischen Ölen. Man beschreibt ihn als erdig, warm, rauchig und balsamisch, manchmal auch als holzig und süßlich. Er ist sehr präsent und hält lange an. Bei Patchouli genügen deshalb wenige Tropfen.

Wie der Duft ankommt, ist Geschmackssache. Manche lieben die dunkle, warme Tiefe, andere finden ihn schwer. Wer unsicher ist, mischt Patchouli mit helleren Düften, die ihn auflockern.

  • Mit Zitrus: Orange oder Mandarine machen den Duft heller und weicher.
  • Mit Holz: Sandelholz und Zedernholz verstärken die warme, ruhige Seite.
  • Mit Blüten: Ylang Ylang gibt eine blumige Süße dazu.
  • Mit Vetiver: Beide Düfte sind erdig und bilden zusammen einen tiefen Grundakkord.
Vetiveröl, ein erdig duftendes ätherisches Öl, das gut zu Patchouli passt

Vetiver duftet erdig wie Patchouli. Beide ergänzen sich in Duftmischungen.

Patchouli in der Geschichte

Im 19. Jahrhundert gelangte der Patchouliduft über Handelswege nach Europa. Es heißt, dass indische Schals und Stoffe mit getrockneten Patchouliblättern verpackt wurden, und wer den typischen Duft in einem Tuch erkannte, hielt es für ein echtes Stück aus Asien. Von dort ist es nicht weit zum Parfum: In der Parfümerie schätzt man Patchouli bis heute als Basisnote, die anderen Düften Tiefe und Halt gibt.

In den 1960er und 1970er Jahren wurde Patchouli zum Duft der Hippie-Bewegung. Für viele ist er bis heute mit dieser Zeit verbunden. Wer so einen Duft einmal in der Nase hatte, erkennt ihn Jahrzehnte später sofort wieder.

Traditionell legte man getrocknete Patchouliblätter auch zwischen Stoffe und Gewänder. Heute genießen viele den Duft im Kleiderschrank, etwa in einem Duftsäckchen aus Organza.

Wie verwendet man Patchouli?

In der Duftlampe

Zwei bis vier Tropfen Patchouliöl in der mit Wasser gefüllten Schale einer Duftlampe genügen für einen Raum. Das Öl ist so kräftig, dass Sie sparsam dosieren sollten. Mischen Sie es bei Bedarf mit einem Zitrusöl.

Sicherheit: Duftlampen werden heiß. Stellen Sie sie auf eine hitzefeste Unterlage und lassen Sie das Teelicht nie unbeaufsichtigt brennen. Füllen Sie rechtzeitig Wasser nach, damit die Schale nicht trocken läuft. Halten Sie Kinder und Haustiere fern. Ätherische Öle gehören nicht unverdünnt auf die Haut und nicht in den Mund.

Duft-Aromalampe aus Bambus mit Keramikschale und Lebensbaum für Patchouliöl

Die Duft-Aromalampe aus Bambus und Keramik: Wasser in die Schale, ein paar Tropfen Öl dazu, Teelicht darunter.

Als Duftsäckchen und Potpourri

Das getrocknete Patchoulikraut füllen Sie in ein Säckchen und legen es in den Schrank oder in die Schublade. Auch in einem selbst gemischten Potpourri bringt es Tiefe in die Mischung. Das Kraut ist nicht zum Verzehr bestimmt.

Zum Räuchern

Patchoulikraut lässt sich in kleinen Mengen in Räuchermischungen verwenden. Nehmen Sie nur eine Prise zu Harzen oder Hölzern. Wie das gelingt, lesen Sie im Ratgeber Räuchermischung selber machen.

Sicherheit beim Räuchern: Räuchern Sie nur in einem feuerfesten Gefäß auf einer hitzefesten Unterlage, nie unbeaufsichtigt und mit gelüftetem Raum. Halten Sie Kinder und Haustiere fern und achten Sie auf Ihren Rauchmelder. Räucherwerk ist nicht zum Verzehr bestimmt.

Sabines Tipp: Riechen Sie zuerst an einer Mischung auf einem Duftstreifen oder in der Hand, bevor Sie sie in die Duftlampe geben. Patchouli verändert sich, wenn es in der Wärme verdunstet, und riecht oft milder als aus der Flasche.

Was Sie dafür brauchen

Wer eine schlichte Duftlampe sucht, findet auch die Duftlampe mit Duftschale aus gebürstetem Edelstahl.

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Häufige Fragen

Was ist Patchouli?

Patchouli ist eine tropische Pflanze (Pogostemon cablin) aus der Familie der Lippenblütler. Verwendet werden die Blätter, getrocknet als Kraut oder destilliert als ätherisches Öl. Sie duften erdig, warm und balsamisch.

Woher kommt Patchouli?

Aus Südostasien. Heute wird Patchouli vor allem in Indonesien angebaut. Auch unser Patchouliöl stammt von dort.

Wie riecht Patchouli?

Erdig, warm, rauchig und balsamisch, mit holzigen und süßlichen Nuancen. Der Duft ist sehr kräftig und hält lange an, sparsam dosieren lohnt sich.

Was ist der Unterschied zwischen Patchoulikraut und Patchouliöl?

Das Kraut besteht aus den getrockneten Blättern der Pflanze, die Sie für Duftsäckchen, Potpourri oder Räuchermischungen nutzen. Das Öl wird aus den Blättern destilliert und ist deutlich kräftiger. Es kommt in die Duftlampe oder in selbst gemischte Raumsprays.

Kann man Patchouli räuchern?

Das getrocknete Patchoulikraut kann in kleinen Mengen in Räuchermischungen verwendet werden. Beachten Sie die Sicherheitshinweise zum Räuchern: feuerfestes Gefäß, Raum lüften, nie unbeaufsichtigt.

Was passt zu Patchouli?

Zitrusöle wie Orange hellen den Duft auf. Sandelholz und Zedernholz bringen Wärme, Ylang Ylang eine blumige Süße, Vetiver verstärkt die erdige Seite.