Das Wichtigste in Kürze
Rosenöl ist ein ätherisches Öl, das durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten der Damaszener Rose (Rosa damascena) gewonnen wird. Für einen Liter Öl braucht es etwa drei Tonnen Blüten. Das Öl duftet intensiv rosig-blumig und leicht würzig; schon wenige Tropfen genügen für Duftlampe, Diffuser oder eine selbst gemachte Duftmischung. Rosenöl ist nur zum Beduften gedacht, nicht zum Verzehr und nie pur auf die Haut.
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Inhalt
Was ist Rosenöl?
Rosenöl ist ein ätherisches Öl. Es wird aus den Blüten bestimmter Rosenarten gewonnen, vor allem aus der Damaszener Rose (Rosa damascena). Der Duft ist so konzentriert, dass sich Rosenöl in der Parfümerie seit Jahrhunderten einen festen Platz erobert hat. Zu Hause genügen wenige Tropfen, um einen ganzen Raum zu beduften.
Weil der Name „Rosenöl“ im Alltag für sehr unterschiedliche Dinge verwendet wird, lohnt sich ein klarer Blick auf die Begriffe:
- Rosenöl ist das ätherische Öl aus Rosenblüten. Es wird destilliert, ist stark duftend und wird tropfenweise verwendet.
- Rosenwasser entsteht bei derselben Destillation als Nebenprodukt. Es ist wässrig und duftet sehr viel zarter. Rosenwasser führen wir nicht.
- Rosenblütenöl ist ein Ölauszug: Rosenblüten, die in einem Basisöl angesetzt werden. Das Rezept dafür steht weiter unten.
- Wildrosenöl ist ein Basisöl aus Hagebuttenkernen und duftet kaum. Mehr dazu im Ratgeber Wildrosenöl.
- Rosenholzöl stammt nicht von der Rose, sondern von einem tropischen Baum, und duftet holzig-blumig.
Woher kommt Rosenöl?
Die Destillation von Rosenblüten stammt ursprünglich aus Persien und kam nach der Überlieferung um das Jahr 1000 nach Europa. Heute wird Rosenöl vor allem in Bulgarien, in der Türkei, in Frankreich und in Marokko hergestellt. Berühmt ist das bulgarische „Tal der Rosen“ rund um die Stadt Kasanlak, wo der Rosenanbau seit dem 18. Jahrhundert eine große Rolle spielt. In der Türkei liegt ein Zentrum des Anbaus in der Gegend um Isparta und Burdur.
Unser Rosenöl ist ein türkisches Rosenöl aus der Damaszener Rose. Es ist naturrein und wird, wie es in der Produktbeschreibung steht, durch Wasserdampfdestillation der Blüten gewonnen.

Rosenblüten: Frisch geerntet sind sie der Rohstoff für Rosenöl, getrocknet eignen sie sich für Tee und Duftmischungen.
Wie wird Rosenöl gewonnen?
Die Gewinnung ist eine Geschichte von Geduld und Handarbeit:
- Ernten: Die Blüten werden von Hand gepflückt, in der Regel in den frühen Morgenstunden, solange sie noch frisch sind.
- Destillieren: Die Blüten kommen in einen Kessel, durch den Wasserdampf strömt. Der Dampf nimmt die flüchtigen Duftstoffe auf.
- Abkühlen: Der Dampf wird abgekühlt und kondensiert. Dabei trennt sich das leichte Öl vom Wasser.
- Abschöpfen: Das Öl wird vom Wasser abgeschöpft und in kleine Gefäße gefüllt. Das übrige Wasser ist das Rosenwasser.
Die Ausbeute ist winzig. Nach den Angaben von chemie.de liegt sie bei etwa 0,02 bis 0,05 Prozent; aus rund drei Tonnen Blüten entsteht etwa ein Liter Rosenöl. Das erklärt, warum Rosenöl in kleinen Mengen von 1 ml angeboten wird: Wenige Tropfen sind sehr ergiebig.
Wie duftet Rosenöl?
Rosenöl duftet würzig, tief und betörend rosig-blumig. Anders als eine frische Rose im Garten, deren Duft leicht und flüchtig ist, ist das Öl voll und warm; manche beschreiben darin auch eine Note von Tee und Honig. Die Farbe ist hellgelb bis leicht grünlich, die Konsistenz dünnflüssig.
Gut zu wissen: Rosenöl kann bei kühler Raumtemperatur dickflüssig werden oder sogar erstarren. Das ist kein Mangel. Halten Sie das Fläschchen kurz in der Hand, dann wird es wieder flüssig.

Wer Rosen nicht nur riechen, sondern schmecken möchte, greift zu Rosenblüten in Tee wie Rose und Roi.
Wie verwendet man Rosenöl?
Als Raumduft in der Duftlampe
Füllen Sie die Schale der Aromalampe mit Wasser, geben Sie 2 bis 3 Tropfen Rosenöl dazu und stellen Sie ein Teelicht darunter. Auch im Diffuser genügen wenige Tropfen. Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeber Duftlampe.
Sicherheit: Ein brennendes Teelicht nie unbeaufsichtigt lassen, auf eine hitzefeste Unterlage stellen und Wasser in der Schale nachfüllen. Kinder und Haustiere fernhalten. Ätherische Öle nicht unverdünnt auf die Haut auftragen, nicht einnehmen, Augen- und Schleimhautkontakt meiden und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Als Duft im Badesalz
Für ein Glas Rosen-Badesalz mischen Sie 200 g grobes Meersalz mit 1 Esslöffel Mandelöl, in das Sie vorher 2 Tropfen Rosenöl gerührt haben, und 2 Esslöffeln getrockneten Rosenblüten. Das Grundrezept steht im Ratgeber Badesalz selber machen.
Rosenblütenöl selber ansetzen
Wer keine Destillationsanlage hat, kann den Duft der Rose auf einfache Weise in Öl einfangen. Der Auszug duftet zarter als Rosenöl, ist aber eine hübsche Grundlage für Lippenbalsam oder Badeöl.
- 10 g getrocknete Rosenblüten (Rosenblüten oder Rosenknospen)
- 100 ml mildes Basisöl, zum Beispiel Mandelöl
- ein sauberes Schraubglas mit Deckel, das vollständig trocken ist
- Ansetzen: Die Blüten in das Glas geben, mit dem Öl übergießen, bis alle Blüten bedeckt sind, und verschließen.
- Ziehen lassen: An einem warmen, hellen Platz drei bis vier Wochen stehen lassen und täglich einmal schwenken.
- Abseihen: Das Öl durch ein sauberes Tuch oder einen Kaffeefilter abseihen und die Blüten leicht ausdrücken.
- Abfüllen: In eine dunkle Flasche füllen, beschriften und kühl und dunkel lagern. Haltbarkeit: etwa drei bis sechs Monate.

Rosenknospen eignen sich ebenfalls zum Ansetzen eines Rosenblütenöls.
Nur ganz trockene Blüten verwenden: Feuchtigkeit lässt das Öl verderben. Zeigt sich im Öl Schimmel oder riecht es muffig, entsorgen Sie es.
Sabines Tipp
Rosenöl ist ein Duft, den man dosieren muss. Beginnen Sie mit einem einzigen Tropfen und prüfen Sie, wie der Raum riecht. Ein Tropfen mehr geht immer, ein Tropfen weniger nicht.
Rosen in der Küche
Für Tee, Sirup und Rosenzucker verwendet man keine ätherischen Öle, sondern getrocknete Blüten: Rosenblüten für Aufgüsse, Rosenpulver zum Mischen mit Zucker. Wie Sie daraus einen aromatischen Aufguss zubereiten, lesen Sie im Ratgeber Rosentee.
Wie lagert man Rosenöl?
Ätherische Öle mögen es kühl, dunkel und gut verschlossen. Stellen Sie das Fläschchen nach Gebrauch gleich wieder in den Schrank, nicht ans Fenster. Verschließen Sie es fest, denn der Duft verfliegt. Bewahren Sie es außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
Was Sie dafür brauchen
Rosenöl türkischTürkisches Rosenöl aus der Damaszener Rose, 1 mlAnsehen
RosenblütenGetrocknete Rosenblüten für Tee, Sirup und DuftmischungenAnsehen
RosenknospenGanze Rosenknospen für Tee und zum AnsetzenAnsehen
RosenpulverFein gemahlenes Rosenpulver, auch für RosenzuckerAnsehen
Rose und RoiRooibos mit marokkanischen RosenblütenAnsehen
Wildrosenöl / HagebuttenkernölWildrosenöl aus HagebuttenkernenAnsehenHäufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rosenöl und Rosenwasser?
Beide entstehen bei der Destillation von Rosenblüten. Das Rosenöl ist das konzentrierte ätherische Öl, das Rosenwasser das duftende Wasser, das dabei übrig bleibt. Rosenwasser duftet viel zarter.
Woher kommt türkisches Rosenöl?
Das türkische Rosenöl stammt aus dem Anbaugebiet um Isparta und Burdur. Dort wird die Damaszener Rose angebaut und die Blüten werden destilliert.
Was ist eine Damaszener Rose?
Die Damaszener Rose (Rosa damascena) ist eine alte Rosenart mit stark duftenden Blüten. Sie gehört zu den wichtigsten Rosen für die Gewinnung von Rosenöl.
Wie verwendet man Rosenöl in der Duftlampe?
2 bis 3 Tropfen in die Wasserschale geben und ein Teelicht darunterstellen. Das Teelicht nie unbeaufsichtigt lassen und das Wasser nachfüllen, damit die Schale nicht trocken läuft.
Kann man Rosenöl essen oder trinken?
Nein. Ätherisches Rosenöl ist nur zum Beduften gedacht und nicht zum Verzehr bestimmt. Für Tee, Sirup oder Zucker verwenden Sie getrocknete Rosenblüten oder Rosenpulver.
Warum ist Rosenöl so sparsam im Verbrauch?
Weil es so konzentriert ist. Aus drei Tonnen Blüten entsteht nur etwa ein Liter Öl, und der Duft ist intensiv. Es genügen wenige Tropfen.
Was ist der Unterschied zwischen Rosenöl und Wildrosenöl?
Rosenöl ist ein Duftöl aus Blüten, Wildrosenöl ein Basisöl aus Hagebuttenkernen. Das eine wird tropfenweise zum Beduften verwendet, das andere als Öl in Rezepten.