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11.08.20

Rosenknospen, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Rosentee: Rosenblüten als Tee zubereiten, Geschmack und Mischungen

Das Wichtigste in Kürze

Rosentee ist ein Aufguss aus getrockneten Rosenblüten oder Rosenknospen. Für eine Tasse (250 ml) nehmen Sie 1 bis 2 Teelöffel Blütenblätter oder eine kleine Handvoll Knospen, übergießen sie mit kochendem Wasser und lassen sie 5 bis 10 Minuten ziehen. Rosentee schmeckt mild, blumig und leicht süßlich und passt gut zu Rooibos, Schwarztee oder Vanille.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was ist Rosentee und wie schmeckt er?

Die Rose gilt seit Jahrhunderten als Königin der Blumen. Dass man sie auch trinken kann, wissen viele gar nicht. Rosentee wird aus getrockneten Blütenblättern oder ganzen Knospen aufgegossen. Je nach Rose färbt sich der Aufguss zart golden bis rosé.

Der Geschmack ist mild, blumig und leicht süßlich, manchmal mit einer feinen, herben Note. Schon beim Aufgießen steigt der typische Rosenduft auf. Pur ist Rosentee eher zart. In Mischungen gibt er anderen Zutaten eine weiche, elegante Note, ohne sie zu überdecken.

Bei uns im Kräuterhof haben Rosen einen festen Platz. Im Sommer holen wir unsere Rosenernte ein und verwenden die Blüten in Tees, Gewürzmischungen und im Potpourri, und manchmal stellen wir einfach eine Schale davon auf den Tisch, weil sie so gut duften.

Welche Rosen eignen sich für Tee?

Für Tee eignen sich duftende, ungespritzte Rosen. Getrocknet finden Sie vor allem zwei Arten:

  • Essig-Rose (Rosa gallica): eine der ältesten Gartenrosen Europas, mit kräftig gefärbten, duftenden Blüten. Aus ihr stammen unsere Rosenblüten und Rosenknospen.
  • Damaszener Rose (Rosa damascena): berühmt für ihren intensiven Duft. Sie wird vor allem in Bulgarien, der Türkei, im Iran und in Marokko angebaut, dort vor allem für Rosenöl und Rosenwasser.

Rosen aus dem eigenen Garten können Sie ebenfalls verwenden, wenn sie nicht gespritzt wurden und gut duften. Schnittrosen aus dem Blumenladen eignen sich dagegen nicht, weil sie in der Regel behandelt sind.

Rosenknospen oder Rosenblüten?

Rosenknospen werden geerntet, bevor sich die Blüte ganz öffnet, und im Ganzen getrocknet. In der Glaskanne sehen sie besonders schön aus, ihr Duft ist zart und süßlich. Weil sie geschlossen sind, geben sie ihr Aroma etwas langsamer ab. Rosenblüten, also die einzelnen Blütenblätter, ziehen schneller und lassen sich leichter in eigene Mischungen geben.

Getrocknete Rosenblüten für Rosenblütentee

Getrocknete Rosenblüten der Essig-Rose für Tee, Sirup und eigene Mischungen.

Wie bereitet man Rosenblütentee zu?

  1. Abmessen: 1 bis 2 Teelöffel Rosenblüten oder eine kleine Handvoll Rosenknospen pro Tasse (250 ml).
  2. Aufgießen: mit kochendem Wasser übergießen. In einer Glaskanne kommt die Farbe besonders schön zur Geltung.
  3. Zudecken und ziehen lassen: 5 bis 10 Minuten. Je länger, desto kräftiger und herber wird der Tee.
  4. Abseihen und verfeinern: pur genießen oder mit etwas Honig oder einem Hauch Vanille.

Rosentee schmeckt auch kalt: Lassen Sie ihn abkühlen und geben Sie Eiswürfel und eine Zitronenscheibe dazu. Mehr Ideen für den Sommer finden Sie im Ratgeber Eistee selber machen.

Mit Rosenpulver lässt sich außerdem Rosenzucker mischen. Rühren Sie einfach etwas Pulver unter Zucker und süßen Sie damit Tee, Gebäck oder Desserts.

Rosentee-Mischungen: Rose und Roi und mehr

Rosen sind gesellige Blüten. Sie runden viele Mischungen ab, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Rose und Roi

Unsere Mischung aus südafrikanischem Rooibos und marokkanischen Rosenblüten, im Verhältnis 85 zu 15. Der Rooibos bringt eine nussige Süße mit Noten von Karamell und Honig, die Rose legt sich duftig darüber. Kochend aufgießen und 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Auch als Eistee ist Rose und Roi fein.

Rosentee-Mischung Rose und Roi mit Rooibos und marokkanischen Rosenblüten

Rose und Roi: Rooibos mit 15 Prozent marokkanischen Rosenblüten.

Rose mit Schwarz- oder Grüntee

Ein Teelöffel Schwarztee und ein halber Teelöffel Rosenblüten ergeben einen feinen Rosen-Schwarztee. Die Ziehzeit verkürzt sich hier auf 3 bis 5 Minuten, damit der Tee nicht herb wird. Mit grünem Tee nehmen Sie Wasser mit 70 bis 80 Grad und lassen ihn nur 1 bis 2 Minuten ziehen.

Blumig mit Orangenblüten

Rosenblüten und Orangenblüten zu gleichen Teilen, dazu etwas Zitronenmelisse: ein duftiger Nachmittagstee. Orangenblüten schmecken leicht herb mit zarter Zitrusnote. Wer es noch bunter mag, greift zu unserem Blütenzauber, der Rose mit Verveine, Linde und Lavendel verbindet. Wie Sie eigene Mischungen zusammenstellen, lesen Sie im Ratgeber Kräutertee selber mischen.

Blütentee Blütenzauber mit Rosenblüten, Verveine und Lavendel

Blütenzauber: Rose, Verveine, Linde und Lavendel in einer bunten Mischung.

Kann man Rosenwasser selber machen?

Echtes Rosenwasser entsteht bei der Destillation von Rosenblüten, meist bei der Gewinnung von Rosenöl. Im Orient hat es eine lange Tradition, etwa in Süßspeisen, Gebäck und Getränken. Für die Küche können Sie zu Hause einen einfachen Rosenaufguss herstellen, der ähnlich duftet.

  1. Rosen vorbereiten: zwei Handvoll getrocknete Rosenblüten oder Rosenknospen in ein sauberes Glas oder eine Schüssel geben.
  2. Aufgießen: mit 500 ml kochendem, möglichst kalkarmem Wasser übergießen.
  3. Ziehen lassen: zugedeckt über Nacht ziehen lassen.
  4. Abseihen und abfüllen: durch ein feines Sieb oder ein Tuch abseihen und in eine saubere Flasche füllen.
  5. Kühl lagern: im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Verwenden Sie Ihr Rosenwasser für Desserts, Puddings, Sirup, Lassi oder Limonade. Oder Sie freuen sich einfach an seinem Duft.

Hinweis: Selbst gemachtes Rosenwasser enthält keine Konservierungsstoffe. Arbeiten Sie mit sauberen Gefäßen und verwenden Sie es nicht mehr, sobald es trüb wird oder anders riecht.

Sabines Tipp

„Gut gekühltes Rosenwasser mit ein paar frischen Zitronenscheiben ist im Sommer mein liebster Eistee aus dem Garten. Es braucht nichts weiter, die Rose bringt alles mit.“

Wer den Duft der Rose auch beim Räuchern mag, findet mehr im Ratgeber Rosenweihrauch.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen zum Rosentee

Wie schmeckt Rosentee?

Mild, blumig und leicht süßlich, mit dem typischen Duft der Rose. Lässt man ihn länger ziehen, kommt eine feine, herbe Note dazu.

Welche Rosen kann man für Tee verwenden?

Duftende, ungespritzte Rosen, zum Beispiel getrocknete Blüten der Essig-Rose (Rosa gallica) oder der Damaszener Rose. Gartenrosen gehen auch, wenn sie nicht behandelt wurden. Schnittblumen aus dem Handel eignen sich nicht.

Wie lange muss Rosentee ziehen?

Pur 5 bis 10 Minuten in kochendem Wasser. In Mischungen mit Schwarztee 3 bis 5 Minuten, mit grünem Tee 1 bis 2 Minuten bei 70 bis 80 Grad.

Kann man Rosenknospen mehrmals aufgießen?

Ja, ein zweiter Aufguss gelingt meist gut, schmeckt aber milder. Lassen Sie ihn dafür etwas länger ziehen.

Kann man frische Rosenblüten für Tee nehmen?

Ja, sofern die Rosen ungespritzt sind und gut duften. Von frischen Blütenblättern brauchen Sie etwa die doppelte Menge, also eine gute Handvoll pro Tasse.

Wie lange hält selbst gemachtes Rosenwasser?

Im Kühlschrank nur wenige Tage, weil es keine Konservierungsstoffe enthält. Bereiten Sie lieber kleine Mengen frisch zu.

Quellen: Wikipedia: Damaszener-Rose · Wikipedia: Essig-Rose