Das Wichtigste in Kürze
Um Eistee selber zu machen, gießen Sie Kräuter- oder Früchtetee etwa doppelt so kräftig auf wie sonst, lassen ihn abkühlen und servieren ihn mit Eiswürfeln, frischem Obst und Kräutern. Tee aus der Teepflanze wie grünen Tee oder Oolong können Sie auch als Cold Brew mit kaltem Wasser über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Gesüßt wird nach Geschmack, viele fruchtige Tees schmecken auch ganz ohne Zucker.
Lesezeit: etwa 6 Minuten
Inhalt
Wie macht man Eistee selber?
Gekaufter Eistee ist oft sehr süß und schmeckt vor allem nach Zucker. Selbst gemacht schmeckt er nach dem, was drin ist: nach Himbeere, Zitronengras, Minze oder Orange. Eistee selber zu machen geht schnell, kostet wenig und lässt sich ganz nach Ihrem Geschmack abwandeln.
Das Grundrezept funktioniert mit fast jedem Kräuter- und Früchtetee:
- Kräftig aufgießen: Nehmen Sie etwa die doppelte Menge Tee, also 2 gehäufte Esslöffel auf 500 ml, und übergießen Sie ihn mit sprudelnd kochendem Wasser.
- Ziehen lassen: Kräuter- und Früchtetees 10 bis 15 Minuten, dann abseihen.
- Abkühlen: Den Tee bei Zimmertemperatur abkühlen lassen und anschließend für einige Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Auffüllen und servieren: Mit Eiswürfeln, kaltem Wasser oder Mineralwasser auffüllen und mit Obst, Zitrone und frischen Kräutern servieren.
Weil die Eiswürfel den Tee verdünnen, darf der Aufguss ruhig kräftiger sein als gewohnt. Süßen Sie, solange der Tee noch warm ist, dann löst sich Honig oder Zucker leichter. Wer es weniger süß mag, nimmt einen Früchtetee mit viel Frucht wie Himbeer- oder Erdbeertee, der bringt seine eigene Süße mit. Mehr über fruchtige Mischungen lesen Sie im Ratgeber Früchtetee.
Cold Brew Tee: kalt angesetzt
Beim Cold Brew wird der Tee gar nicht erhitzt. Sie geben die Blätter in kaltes Wasser und lassen sie mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ziehen. Das Ergebnis schmeckt besonders weich, mild und kaum herb. Gut geeignet sind grüner Tee, Hōjicha, Oolong und weißer Tee. Rechnen Sie etwa 1 Teelöffel auf 250 ml.
Sorgfalt: Kräuter- und Früchtetees sind getrocknete Naturprodukte. Gießen Sie sie deshalb immer mit sprudelnd kochendem Wasser auf, auch wenn daraus Eistee werden soll, und lassen Sie sie erst danach abkühlen. Bewahren Sie selbst gemachten Eistee im Kühlschrank auf und trinken Sie ihn innerhalb von ein bis zwei Tagen.
Rezept: Himbeer-Eistee mit Blaubeeren und Minze
Dieses Rezept gibt es bei uns schon seit vielen Sommern. Es wird am Vorabend angesetzt.
- Am Vorabend: 3 Esslöffel Himbeertee mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
- Am nächsten Tag: Den Tee mit 500 ml kaltem Mineralwasser auffüllen.
- Verfeinern: Eine Zitrone in Scheiben, 1 Esslöffel Blaubeeren und 4 bis 5 Blätter frische Pfefferminze dazugeben, mit Eiswürfeln servieren.
Unser Himbeertee mit gefriergetrockneten Himbeeren, Apfel, Sultaninen, Hagebutte und Zitronenmelisse schmeckt auch einfach mit ein paar frischen Himbeeren im Glas.
Rezept: Erdbeer-Eistee mit Basilikum
Erdbeere und Basilikum sind ein Sommerpaar, das viele überrascht.
- Aufgießen: 2 Esslöffel Erdbeertee mit 500 ml sprudelnd kochendem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.
- Kühlen: Abseihen, abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.
- Servieren: Eine Handvoll frische Erdbeeren in Scheiben, einige Basilikumblätter und einen Spritzer Zitrone ins Glas geben, Eiswürfel dazu, mit dem Tee auffüllen.

Erdbeertee mit 28 % gefriergetrockneten Erdbeeren: Sommer zum Aufgießen.
Sabines Tipp
„Frieren Sie einen Teil des Tees in der Eiswürfelform ein. Dann wird Ihr Eistee nicht wässrig, wenn das Eis schmilzt, sondern bleibt bis zum letzten Schluck fruchtig. Ich lege gern noch eine Himbeere oder ein Minzblatt in jedes Fach.“
Münchner Eisbachtee: Eistee mit Geschichte
Mitten in München rauscht der Eisbach durch den Englischen Garten. Der Nebenarm der Isar ist berühmt für seine stehende Welle an der Prinzregentenstraße, auf der seit Jahrzehnten Surferinnen und Surfer reiten. Am Eisbach funktioniert das sogar besonders geordnet: Die Surfer stellen sich an beiden Ufern an und springen abwechselnd von links und rechts in die Welle. Am Ufer bleiben die Zuschauer oft länger stehen, als sie vorhatten. Das Wasser ist kalt, daher der Name, und die Strömung ist stark. Schwimmen ist dort deshalb keine gute Idee, zuschauen umso mehr.
Diesem besonderen Ort haben wir einen Tee gewidmet. Unser Münchner Eisbachtee verbindet Orangenschale und Apfel mit Ingwer, Zitronengras und Krauseminze. Kornblumen machen ihn auch im Glas zu einem schönen Anblick. So wird er zum Eistee: kräftig aufgießen, abkühlen lassen und mit Eiswürfeln, einer Orangenscheibe und einem Zweig Minze servieren.

Münchner Eisbachtee: fruchtig, frisch und ein bisschen würzig.
Isarplausch: Eistee für gesellige Runden
Ein Sommernachmittag am Isarufer, das Rauschen des Wassers und gute Gespräche mit Freunden: Daraus ist unser Isarplausch entstanden. Manche kennen ihn noch unter seinem früheren Namen Plaudertee. Die Mischung aus Hibiskus, Salbei, Saflor, Zitronengras und Rosmarin schmeckt fruchtig, zitronig und leicht herb und leuchtet rubinrot im Glas.
Eine Kundin erzählte uns einmal, sie habe sich gerade eine Tasse Plaudertee aufgegossen, als eine alte Freundin anrief, von der sie lange nichts gehört hatte. Aus dem Anruf wurde ein ganzer Nachmittag. Seitdem ist der Name für sie Programm. Als Eistee servieren Sie Isarplausch mit viel Eis und einer Scheibe Zitrone oder Orange. Er eignet sich auch als Grundlage für alkoholfreie Sommerdrinks mit Mineralwasser.

Isarplausch: Hibiskus, Zitronengras und Rosmarin, heiß wie kalt.
Weitere Ideen für den Sommer
- Sommerfrischler: Zitronengras, Eisenkraut und Orangenblüten, eiskalt mit frischer Minze und Orangenscheiben.
- Sommerrot: Hibiskus und Malve geben eine kräftige rote Farbe, Pfefferminze und Verbena die Frische.
- Pfirsich-Eistee: Honeybush aufgießen, abkühlen lassen und mit Pfirsichscheiben, Zitronensaft und etwas Zitronenabrieb servieren.
- Iced Chai: Gewürzter Schwarztee mit kalter Milch, das Rezept steht im Ratgeber Chai Tee.
- Tereré: Mate mit Eiswasser und Kräutern, wie in Paraguay, mehr dazu im Ratgeber Mate Tee.

Sommerrot: leuchtend rot, fruchtig und frisch.
Was Sie dafür brauchen
HimbeerteeMit gefriergetrockneten HimbeerenAnsehen
ErdbeerteeMit 28 % ErdbeerenAnsehen
Münchner EisbachteeOrange, Ingwer und ZitronengrasAnsehen
IsarplauschHibiskus, Zitronengras und RosmarinAnsehen
SommerfrischlerZitronig und leichtAnsehen
Sommerrot TeeHibiskus, Malve und MinzeAnsehen
Honey BushFeine Honigsüße, ideal für Pfirsich-EisteeAnsehenAlle milden und fruchtigen Tees ansehen
Häufige Fragen zum Eistee
Welcher Tee eignet sich für Eistee?
Fast jeder. Besonders gut eignen sich fruchtige Tees mit Hibiskus, Himbeere oder Erdbeere, frische Kräutermischungen mit Zitronengras und Minze sowie grüner Tee und Oolong. Kräftige Schwarztees werden kalt schnell herb und brauchen eine kürzere Ziehzeit.
Wie lange hält selbst gemachter Eistee?
Gut gekühlt und abgedeckt etwa ein bis zwei Tage. Frische Früchte und Kräuter geben Sie erst kurz vor dem Servieren dazu.
Wie wird Eistee nicht wässrig?
Gießen Sie den Tee etwa doppelt so kräftig auf wie zum heißen Trinken und frieren Sie einen Teil davon als Eiswürfel ein. So bleibt der Geschmack auch dann intensiv, wenn das Eis schmilzt.
Kann man Eistee ohne Zucker machen?
Ja. Viele Früchtetees bringen durch Apfel, Sultaninen oder Beeren eine natürliche Süße mit. Auch Honeybush schmeckt leicht honigartig. Wer mag, süßt mit wenig Honig oder Sirup im Glas nach.
Was ist Cold Brew Tee?
Cold Brew bedeutet, dass der Tee mit kaltem Wasser angesetzt wird und mehrere Stunden im Kühlschrank zieht. Das passt zu grünem Tee, Oolong und weißem Tee. Kräuter- und Früchtetees gießen Sie dagegen immer kochend auf und kühlen sie danach.