Das Wichtigste in Kürze
Rosmarin ist ein immergrüner Strauch aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Lippenblütler. Botanisch heißt er heute Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis. Seine nadelartigen Blätter schmecken kräftig, harzig und würzig mit Noten von Kiefer und Zitrus. Rosmarin verträgt langes Garen und passt zu Lamm, Kartoffeln, Ofengemüse, Focaccia und Tomatensaucen.
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Inhalt
Was ist Rosmarin?
Rosmarin wächst als dicht verzweigter, immergrüner Strauch, der in seiner Heimat bis zu zwei Meter hoch werden kann. Seine schmalen, ledrigen Blätter sehen aus wie Nadeln, oben dunkelgrün, unten silbrig behaart. Zwischen den Blättern sitzen im Frühjahr, in milden Gegenden schon im Winter, kleine blassblaue bis violette Blüten.
Seit 2017 zählen Botaniker den Rosmarin zur Gattung Salbei. Sein wissenschaftlicher Name lautet seitdem Salvia rosmarinus. Ganz überraschend ist das nicht: Wer einmal an beiden Pflanzen gerochen hat, erkennt die Verwandtschaft. Mehr über den Bruder lesen Sie im Ratgeber Salbei.

Rosmarinpulver: das volle Aroma ohne harte Nadeln.
Woher kommt der Name Rosmarin?
Der Name stammt aus dem Lateinischen: ros marinus bedeutet „Tau des Meeres“. Rosmarin wächst wild an den Küsten des Mittelmeers, in der Macchia und Garrigue, oft so nah am Wasser, dass die Gischt seine Blätter benetzt.
In der Antike war Rosmarin der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Auch bei uns spielte er lange eine Rolle im Brauchtum: Bräute trugen Rosmarinzweige im Kranz, bevor die Myrte in Mode kam, und Hochzeitsgäste bekamen ein Sträußchen ans Revers. Zugleich galt Rosmarin als Zeichen der Erinnerung. Bei Shakespeare sagt Ophelia im „Hamlet“: „Da ist Rosmarin, das ist zur Erinnerung.“
Wie schmeckt Rosmarin?
Rosmarin duftet intensiv und harzig. Im Geschmack ist er kräftig-würzig mit einer leichten Bitterkeit und frischen Noten, die an Kiefernnadeln, Eukalyptus und Zitrone erinnern. Er gehört zu den Kräutern, die Hitze gut vertragen. Beim Braten, Schmoren und Backen bleibt sein Aroma erhalten.
Getrocknete Rosmarinblätter sind recht hart. Zerreiben Sie sie zwischen den Fingern oder zerstoßen Sie sie kurz im Mörser, bevor sie ins Essen kommen. In Saucen und Schmorgerichten können Sie ganze Blätter auch in einem Teesieb mitgaren und später herausnehmen. Rosmarinpulver ist praktisch für Marinaden, Dressings, Teige und Brot, weil keine Nadeln stören.
Wie verwendet man Rosmarin in der Küche?
Rosmarin ist der klassische Partner von Lamm, passt aber genauso zu Schweinebraten, Hähnchen und Wild. Er gehört zu Ofenkartoffeln und Bratkartoffeln, auf Ofengemüse und Focaccia, in Tomatensauce, Bohneneintopf und Linsen. Auch in der süßen Küche überrascht er: in Zitronenkuchen, zu Aprikosen, Pflaumen, Honig und dunkler Schokolade.
Gute Begleiter sind Knoblauch, Zitrone, Olivenöl und Thymian. Weil Rosmarin sehr kräftig ist, sollten Sie anfangs sparsam würzen, damit er die anderen Aromen nicht übertönt.
Rezept: Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen (für 4 Personen)
Zutaten:
- 1 kg kleine, festkochende Kartoffeln
- 4 EL Olivenöl
- 2 TL getrocknete Rosmarinblätter, leicht zerstoßen, oder 3 frische Zweige
- 4 Knoblauchzehen, ungeschält und angedrückt
- grobes Meersalz oder Rosmarinsalz, frisch gemahlener Pfeffer
- Vorbereiten: Den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln gründlich waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Schale bleibt dran.
- Würzen: Kartoffeln mit Olivenöl, Rosmarin und Knoblauch in einer Schüssel mischen, bis alles gleichmäßig überzogen ist.
- Backen: Mit der Schnittfläche nach unten auf ein Blech mit Backpapier legen und 35 bis 40 Minuten goldbraun und knusprig backen. Nach etwa 20 Minuten einmal wenden.
- Salzen: Erst direkt nach dem Backen mit grobem Salz oder Rosmarinsalz und Pfeffer bestreuen und sofort servieren.

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Rezept: Rosmarinsalz selber machen
Ein Rosmarinsalz ist in fünf Minuten gemacht und ein schönes Mitbringsel. Weitere Ideen finden Sie im Ratgeber Kräutersalz selber machen.
Zutaten:
- 100 g grobes Meersalz
- 2 EL getrocknete Rosmarinblätter
- nach Wunsch die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
- Vorbereiten: Wenn Sie Zitronenschale verwenden, breiten Sie sie auf einem Teller aus und lassen sie einen Tag an der Luft trocknen. Feuchte Zutaten lassen das Salz verklumpen.
- Zerstoßen: Rosmarin mit etwa einem Drittel des Salzes im Mörser fein zerstoßen. Das Salz hilft dabei, die harten Nadeln zu zerkleinern.
- Mischen: Das restliche Salz und die Zitronenschale untermischen.
- Abfüllen: In ein Schraubglas oder eine Salzmühle füllen. Trocken und dunkel gelagert hält das Salz viele Monate.

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Wie pflanzt und überwintert man Rosmarin?
Rosmarin liebt einen sonnigen, warmen und geschützten Platz mit durchlässiger, eher magerer Erde. Staunässe verträgt er überhaupt nicht. Im Garten eignet sich eine Stelle vor einer Hauswand, im Topf eine große Terrakottaschale mit Kräutererde und einer Schicht Kies als Drainage.
Bei uns ist Rosmarin nur bedingt winterhart. Einige Sorten gelten als frosthärter, doch in den meisten Gegenden Deutschlands ist er im Topf am sichersten aufgehoben:
- Rechtzeitig einräumen: Bringen Sie den Topf vor den ersten stärkeren Frösten ins Haus, meist im November.
- Hell und kühl: Ideal ist ein heller, kühler Raum mit etwa 5 bis 10 °C, zum Beispiel ein Treppenhaus, ein Wintergarten oder eine frostfreie Garage mit Fenster. Im warmen Wohnzimmer wird er schnell kahl.
- Wenig gießen: Nur so viel gießen, dass der Ballen nicht ganz austrocknet. Zu viel Wasser schadet im Winter mehr als zu wenig.
- Langsam gewöhnen: Ab April an milden Tagen nach draußen stellen, zuerst in den Halbschatten, und erst nach den Eisheiligen ganz in die Sonne.
Geerntet wird das ganze Jahr über. Schneiden Sie dabei ganze Triebspitzen. Das hält die Pflanze buschig. Zum Trocknen binden Sie die Zweige zu Bündeln und hängen sie an einem luftigen, schattigen Ort auf. Nach ein bis zwei Wochen lassen sich die Nadeln leicht abstreifen.
Marks Tipp
„Unser Rosmarin steht im Sommer in einem großen Tontopf direkt vor der Hauswand. Im Winter wandert er ins kühle Treppenhaus. Wenn ich im Februar die ersten Triebe für Ofenkartoffeln schneide, weiß ich: Er hat es wieder geschafft.“
Wie lagert man Rosmarin?
Getrocknete Rosmarinblätter halten ihr Aroma luftdicht, trocken und dunkel gelagert ein bis zwei Jahre. Rosmarinpulver verliert schneller an Duft und ist innerhalb eines Jahres am schönsten. Frische Zweige halten sich in ein feuchtes Küchentuch gewickelt etwa eine Woche im Gemüsefach. Sie können sie auch ganz einfrieren und die Nadeln später gefroren abstreifen.

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Was Sie dafür brauchen
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RosmarinpulverFein gemahlen, ohne störende NadelnAnsehen
Rosmarin-SalzMeersalz mit Rosmarin für Focaccia und FischAnsehen
KartoffeltraumKartoffeltraum mit Rosmarin und RauchpaprikaAnsehen
Kräuter der ProvenceKräuter der Provence mit RosmarinAnsehen
Mediterrane GewürzmischungMediterrane Würze mit Rosmarin und OreganoAnsehenHäufige Fragen zu Rosmarin
Rosmarin frisch oder getrocknet?
Beides funktioniert gut. Getrockneter Rosmarin ist intensiver, deshalb nehmen Sie etwa ein Drittel der frischen Menge. Zerreiben Sie die getrockneten Nadeln vor dem Würzen.
Wofür verwendet man Rosmarinpulver?
Für Marinaden, Dressings, Saucen, Brot- und Pizzateig und überall dort, wo die harten Nadeln stören würden. Das Pulver verteilt sich sofort und gleichmäßig.
Ist Rosmarin winterhart?
Nur bedingt. In milden Weinbaulagen übersteht er geschützt oft den Winter im Freien, in den meisten Gegenden ist er im Topf an einem hellen, kühlen Ort sicherer.
Gehört Rosmarin zum Salbei?
Ja. Seit 2017 wird Rosmarin botanisch zur Gattung Salbei gezählt und heißt Salvia rosmarinus. Für die Küche ändert das nichts.
Wann gibt man Rosmarin ins Essen?
Rosmarin verträgt Hitze gut und darf von Anfang an mitbraten oder mitschmoren. Ganze Zweige oder Blätter im Teesieb nehmen Sie vor dem Servieren wieder heraus.
Was bedeutet der Name Rosmarin?
Er kommt vom lateinischen ros marinus, „Tau des Meeres“, weil der Strauch an den Küsten des Mittelmeers wächst.
Quellen: Wikipedia: Rosmarin