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21.02.24

Thymian Gewürz, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Thymian: Geschmack, Sorten und Verwendung in der Küche

Das Wichtigste in Kürze

Thymian (Thymus vulgaris) ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler und stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum. Er schmeckt würzig, leicht pfeffrig und erdig. Anders als viele zarte Kräuter verträgt Thymian langes Kochen und gehört deshalb früh in Schmorgerichte, Saucen und Suppen. Neben dem Echten Thymian sind Zitronenthymian und der heimische Quendel beliebt.

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Was ist Thymian?

Thymian wächst als kleiner, buschiger Halbstrauch, der 10 bis 40 Zentimeter hoch wird. Die unteren Triebe verholzen mit der Zeit, die oberen bleiben weich und tragen winzige, graugrüne Blättchen mit eingerollten Rändern. Von Mai bis Juli erscheinen zartrosa bis hellviolette Blüten, die von Bienen umschwärmt werden.

Seine Heimat sind die trockenen, sonnigen Hänge Spaniens, Südfrankreichs und Italiens. Dort duftet an heißen Tagen die ganze Landschaft nach Thymian. Bei uns ist er seit Jahrhunderten in Bauern- und Klostergärten zu Hause und gehört zu den Grundgewürzen jeder Küche.

Getrocknetes Thymiankraut, gerebelt, für Küche und Tee

Thymiankraut: getrocknete Blättchen für Suppen, Eintöpfe und die Teetasse.

Woher hat der Thymian seinen Namen?

Der Name geht auf das Griechische zurück. Meist wird er von thymos abgeleitet, das für Mut und Lebenskraft steht. Eine andere Deutung führt zu thyein, „räuchern“ oder „opfern“, denn die alten Griechen verbrannten Thymian in ihren Tempeln wegen seines Dufts.

Um den Mut ranken sich viele Geschichten. Römische Soldaten sollen vor dem Kampf in Thymianwasser gebadet haben. Im Mittelalter, so erzählt man, stickten oder banden Burgfräulein ihren Rittern einen Thymianzweig an Schal oder Rüstung. In der römischen Küche war Thymian bereits ein fester Bestandteil, und mit den Klöstern kam er über die Alpen nach Mitteleuropa.

Welche Thymiansorten gibt es?

Es gibt mehr als 200 Thymianarten und unzählige Sorten. Für Küche und Garten sind vor allem diese interessant:

  • Echter Thymian (Thymus vulgaris): der Klassiker mit kräftigem, würzigem Aroma. Er steckt in unserem Thymian Gewürz, im Thymiankraut und im Pulver.
  • Zitronenthymian (Thymus × citriodorus): duftet frisch nach Zitrone. Sehr fein zu Fisch, Geflügel, Salaten und Desserts. Er wird erst am Ende zugegeben.
  • Quendel oder Feldthymian (Thymus serpyllum): unsere heimische Wildart. Er wächst kriechend auf sonnigen, mageren Wiesen und schmeckt milder als der Echte Thymian.
  • Kümmelthymian (Thymus herba-barona): stammt aus Korsika und Sardinien und duftet deutlich nach Kümmel. Ein Geheimtipp zu Braten, Kohl und Kartoffeln.
Thymian Pulver aus fein gemahlenem Echtem Thymian

Thymian Pulver: verteilt sich gleichmäßig in Saucen, Teigen und Marinaden.

Wie verwendet man Thymian in der Küche?

Thymian ist eines der wenigen Kräuter, die beim Mitkochen ihr Aroma erst richtig entfalten. Geben Sie ihn deshalb früh in Schmorgerichte, Ragouts, Eintöpfe und Saucen. Zusammen mit Lorbeer und Petersilie bildet er das französische Bouquet garni, das Kräutersträußchen für Brühen und Fonds.

Er passt hervorragend zu Lamm, Rind, Wild und Geflügel, zu Tomaten, Zucchini, Auberginen, Paprika und Pilzen, zu Kartoffeln, Bohnen und Linsen und zu Ziegenkäse. Auf einem Blech mit Ofengemüse darf er nie fehlen. Thymian ist außerdem fester Bestandteil der Kräuter der Provence und harmoniert mit Rosmarin, Oregano und Knoblauch.

Getrockneter Thymian ist sehr ergiebig. Als Faustregel gilt: Ein Teelöffel getrockneter Thymian entspricht etwa einem Esslöffel frischer Blättchen. Und wer kräftige Kräutertees mag, kann Thymiankraut auch einfach mit heißem Wasser aufgießen. Der Tee schmeckt würzig und herb, mit etwas Honig wird er runder.

Rezept: Zitronen-Thymian-Hähnchen (für 4 Personen)

Zutaten:

  • 4 Hähnchenbrustfilets
  • Saft und Schale von 2 unbehandelten Zitronen
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 TL getrockneter Thymian oder 2 EL frische Blättchen
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • einige frische Thymianzweige zum Garnieren
  1. Marinade rühren: Zitronensaft und -schale, Knoblauch, Olivenöl und Thymian in einer Schüssel verrühren und mit Pfeffer würzen.
  2. Marinieren: Die Filets mit der Marinade in eine flache Form legen, gut wenden und abgedeckt mindestens 30 Minuten, besser über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen.
  3. Braten oder grillen: Die Filets leicht abtropfen lassen und salzen. In der Grillpfanne oder auf dem Grill bei mittlerer bis starker Hitze von jeder Seite sechs bis sieben Minuten braten, bis sie durchgegart und goldbraun sind.
  4. Ruhen lassen: Fünf Minuten ruhen lassen, in Scheiben schneiden und mit Thymianzweigen anrichten. Dazu passen Ofengemüse oder ein frischer Salat.

Rezept: Thymian-Kräuterbutter

Zutaten:

  • 125 g weiche Butter
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  1. Verrühren: Die Butter mit Thymian, Knoblauch und Zitronenschale glatt rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Formen: Auf Frischhaltefolie zu einer Rolle formen und mindestens eine Stunde kalt stellen.
  3. Servieren: In Scheiben zu Steak, Grillgemüse, Ofenkartoffeln oder frischem Baguette reichen.
Kräuterbutter-Gewürz mit Thymian, Oregano und Rosmarin

Noch schneller: unser Kräuterbutter-Gewürz mit Thymian, Oregano und Rosmarin.

Wie pflanzt man Thymian im Garten oder Topf?

Thymian ist ein Sonnenkind und genügsam. Ein vollsonniger Platz, durchlässige, eher magere und kalkhaltige Erde und wenig Wasser reichen ihm. Im Steingarten, in der Kräuterspirale oder im Terrakottatopf auf dem Balkon fühlt er sich wohl. Gefährlich wird ihm nur Nässe, besonders im Winter.

  1. Pflanzen: Ab April an einen sonnigen Platz setzen. Im Topf Kräutererde mit Sand mischen und auf ein Abzugsloch achten.
  2. Gießen: Nur sparsam gießen, wenn die Erde gut abgetrocknet ist. Im Winter Töpfe vor Dauerregen schützen.
  3. Ernten: Laufend die Triebspitzen schneiden. Am kräftigsten ist das Aroma kurz vor der Blüte an einem trockenen, sonnigen Vormittag.
  4. Schneiden: Im Frühjahr um etwa ein Drittel zurückschneiden, aber nicht ins alte, kahle Holz. So bleibt die Pflanze buschig.
  5. Vermehren: Im Frühsommer etwa zehn Zentimeter lange Stecklinge schneiden, die unteren Blättchen entfernen und in feuchte Anzuchterde stecken.

Thymian ist ein guter Nachbar von Salbei, Rosmarin und Lavendel, die ähnliche Bedingungen lieben. Neben Bohnenkraut im Gemüsebeet macht er sich ebenfalls gut.

Wie trocknet und lagert man Thymian?

Thymian lässt sich einfach trocknen und behält dabei sein Aroma sehr gut. Binden Sie die Zweige zu kleinen Bündeln und hängen Sie sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Nach etwa einer Woche sind sie rascheldürr. Dann streifen Sie die Blättchen mit den Fingern von den Stielen, das nennt man rebeln.

In dunklen, gut schließenden Gläsern hält getrockneter Thymian ein bis zwei Jahre sein Aroma. Thymian Pulver verliert schneller an Duft und sollte innerhalb eines Jahres verbraucht werden.

Marks Tipp

„Thymian ist bei mir das Kraut, das als Erstes in den Topf kommt. Beim Gulasch und beim Rinderschmorbraten gebe ich ihn gleich nach dem Anbraten dazu, dann hat er zwei Stunden Zeit. Den Zitronenthymian aus dem Garten hebe ich mir dagegen für den Schluss auf.“

Kräuter der Provence mit Thymian, Rosmarin und Lavendel

Thymian ist eine der Hauptzutaten unserer Kräuter der Provence.

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Häufige Fragen zu Thymian

Was ist der Unterschied zwischen Thymian Gewürz und Thymiankraut?

Beides ist getrockneter Echter Thymian. Unser Thymian Gewürz ist für die Küche gedacht, das Thymiankraut verwenden viele auch für Kräutertee. In der Küche können Sie beides gleich einsetzen.

Wann gibt man Thymian ins Essen?

Echter Thymian darf früh mitkochen, etwa in Schmorgerichten und Saucen, und entfaltet dabei sein Aroma. Zitronenthymian und frische Blättchen für Salate kommen erst zum Schluss dazu.

Wie viel getrockneten Thymian statt frischem?

Ein Teelöffel getrockneter Thymian entspricht etwa einem Esslöffel frischer Blättchen oder zwei bis drei frischen Zweigen.

Was ist Quendel?

Quendel oder Feldthymian ist eine heimische Wildart des Thymians. Er wächst kriechend auf sonnigen Magerwiesen und schmeckt milder als der Echte Thymian.

Wie schmeckt Zitronenthymian?

Würzig wie Thymian, dazu mit einem frischen Duft nach Zitrone. Er passt zu Fisch, Geflügel, Salaten, Kräuterbutter und sogar zu Obstsalat und Gebäck.

Ist Thymian winterhart?

Echter Thymian übersteht die meisten Winter im Garten, wenn der Boden durchlässig ist. Gefährlich ist vor allem Nässe. In rauen Lagen schützt ihn eine Abdeckung mit Reisig.

Quellen: Wikipedia: Echter Thymian