Das Wichtigste in Kürze
Zedernholz duftet mild, warm und balsamisch nach Wald und Harz. Unser Zedernholz stammt von der Atlas-Zeder (Cedrus atlantica), einer echten Zeder aus dem nordafrikanischen Atlasgebirge. Man verräuchert die Späne auf Räucherkohle oder dem Räuchersieb; das ätherische Öl dient der Raumbeduftung. Weil im Handel auch andere Hölzer „Zeder“ heißen, lohnt der Blick auf den botanischen Namen.
Lesezeit: etwa 5 Minuten
Inhalt
Was ist Zedernholz und welche Zeder ist gemeint?
Zedernholz ist kein einheitlicher Begriff. Echte Zedern gehören zur Gattung Cedrus und sind Kieferngewächse. Je nach Sichtweise unterscheidet man drei bis vier Arten: die Atlas-Zeder in Nordafrika, die Libanon-Zeder in Vorderasien und die Himalaya-Zeder im westlichen Himalaya. Alle drei duften harzig-warm.
Daneben tragen im Handel auch Hölzer anderer Pflanzen den Namen „Zeder“. Die Virginische Zeder (Juniperus virginiana) zum Beispiel ist botanisch ein Wacholder, und der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata), englisch „Western Red Cedar“, gehört zu den Zypressengewächsen. Ätherisches Zedernholzöl stammt deshalb je nach Anbieter von unterschiedlichen Bäumen. Prüfen Sie beim Kauf den botanischen Namen.
Bei uns ist das klar: Unser geschnittenes Zedernholz und unser Zedernholzöl stammen von der Atlas-Zeder, Cedrus atlantica.
Woher kommt die Atlas-Zeder?
Die Heimat der Atlas-Zeder sind das Atlas- und das Rifgebirge in Marokko und Algerien. Dort wächst sie in Höhenlagen zwischen etwa 1.000 und 2.000 Metern. Der immergrüne Baum kann bis zu 40 Meter hoch und viele Jahrhunderte alt werden; Angaben nennen bis zu 900 Jahre. Seine Nadeln sind bläulich-grün und stehen in Büscheln.
In vielen Kulturen steht die Zeder deshalb als Sinnbild für Beständigkeit und Langlebigkeit. Die Libanon-Zeder ist sogar das Wahrzeichen des Libanon. Wenn man Zedernholz verräuchert, knüpft man also an einen sehr alten Baum und eine lange Tradition an.
Wie duftet Zedernholz?
Zedernholz duftet mild, balsamisch und warm. Viele beschreiben den Geruch als holzig-süß, ein wenig nach Wald und Harz, aber ohne Schärfe. Der Duft ist vielen auch aus Holzschatullen und Schränken vertraut. Beim Räuchern bleibt er sanft und drängt sich nicht auf.
Das Zedernholzöl riecht süß, warm und holzig und bildet in Duftmischungen eine ruhige, tragende Basisnote. Das Zedernharz duftet warm, holzig und leicht harzig, mit einer sanften Süße.
Zedernholz und Zedernharz: Was ist der Unterschied?
Das Holz wird in kleinen Stücken geschnitten und trocken verräuchert. Das Harz dagegen sondert der Baum selbst ab: Es tritt aus der Rinde aus und wird gesammelt, wenn es fest geworden ist. Das Harz harmoniert gut mit anderen Harzen wie Weihrauch oder Myrrhe, das Holz eignet sich gut, um eigene Mischungen mit Harzen und Kräutern zu bauen. Ideen dazu finden Sie in unserem Ratgeber Zirbe, einem weiteren Holzduft aus den Bergen.

Zedernharz: das Harz von Bäumen der Gattung Cedrus.
Wie räuchert man Zedernholz?
Zedernholz lässt sich pur verräuchern oder mit Harzen und Kräutern mischen. Auf der Kohle wird der Duft kräftiger, auf dem Räuchersieb über dem Stövchen entfaltet er sich langsamer und milder.
- Gefäß vorbereiten: Füllen Sie eine feuerfeste Schale mit Räuchersand.
- Kohle durchglühen lassen: Zünden Sie die Räucherkohle an und warten Sie, bis sie außen grau überzogen ist. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Räucherkohle anzünden.
- Auflegen: Geben Sie eine kleine Prise Zedernholz auf die Kohle.
- Oder sanfter: Legen Sie das Holz auf das Sieb eines Räucherstövchens über einem Teelicht, mehr dazu unter Räuchern ohne Kohle.
- Abschließen: Lassen Sie die Kohle vollständig ausglühen und lüften Sie den Raum.
Sicherheit: Räuchern Sie nur in einem gut gelüfteten Raum und lassen Sie Glut und Teelicht nie unbeaufsichtigt. Stellen Sie die Schale auf eine feuerfeste, hitzefeste Unterlage, halten Sie Kinder und Haustiere fern und denken Sie daran, dass Rauch einen Rauchmelder auslösen kann. Räucherstoffe sind nur zum Räuchern bestimmt, nicht zum Verzehr.

Das Räuchersieb über dem Stövchen: sanft und rauchärmer.
Sabines Tipp
Zedernholz ist ruhig und warm. Es passt gut zu dunklen Abenden im Spätherbst und zum Jahresausklang. Beginnen Sie mit einer sehr kleinen Menge; Sie können jederzeit nachlegen.
Wie verwendet man Zedernholzöl?
Das Zedernholzöl gewinnt man durch Wasserdampfdestillation des Holzes. Es ist ein ätherisches Öl für die Raumbeduftung: Geben Sie drei bis fünf Tropfen in einen Diffuser oder in die mit Wasser gefüllte Schale einer Duftlampe. Als Basisnote passt es gut zu Mischungen, in denen eine ruhige, holzige Tiefe gewünscht ist. Weitere Anregungen: Duftöle und Raumduft.

Zedernholzöl aus der Atlaszeder für Duftlampe und Diffuser.
Sicherheit: Ätherische Öle sind nur für die Raumbeduftung bestimmt. Nicht einnehmen, nicht unverdünnt auf die Haut auftragen, Augen- und Schleimhautkontakt meiden und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren. Lassen Sie die Duftlampe mit Teelicht nie unbeaufsichtigt brennen und beachten Sie die Hinweise auf dem Fläschchen.
Zedernholz oder Sandelholz: Was passt zu mir?
Beide Hölzer duften warm, aber unterschiedlich. Zedernholz riecht nach Wald, trocken und harzig-balsamisch. Sandelholz ist weicher, süßer und cremiger. Viele kombinieren beide in einer eigenen Mischung. Mehr zum Duft und zur Herkunft des kostbaren Sandelholzes lesen Sie in unserem Ratgeber Sandelholz.
Was Sie dafür brauchen
Zedernholz geschnittenGeschnittenes Zedernholz der Atlas-Zeder zum RäuchernAnsehen
ZedernharzRäucherharz der Zeder, warm und leicht harzigAnsehen
ZedernholzölZedernholzöl aus Cedrus atlantica für die DuftlampeAnsehen
RäucherkohleSchnellzündende RäucherkohleAnsehen
Räuchersand 200gRäuchersand als Unterlage für die KohleAnsehen
Räuchersieb 8,5 cmRäuchersieb für das StövchenAnsehen
Räucherstövchen B mit HolzgriffRäucherstövchen mit HolzgriffAnsehenHäufige Fragen
Welche Zeder ist unser Zedernholz?
Es stammt von der Atlas-Zeder (Cedrus atlantica), einer echten Zeder aus der Gattung Cedrus. Das Zedernholzöl in unserem Sortiment stammt ebenfalls von der Atlaszeder.
Wie duftet Zedernholz?
Mild, warm und balsamisch, holzig-süß und ein wenig harzig. Der Duft ist ruhig und zurückhaltend, solange Sie sparsam auflegen.
Kann man Zedernholz ohne Kohle räuchern?
Ja. Legen Sie das Holz auf ein Räuchersieb über einem Stövchen mit Teelicht. Es verglimmt dann langsam und der Duft wird milder.
Wo kann man Zedernholz kaufen?
In unserem Shop als geschnittenes Räucherholz der Atlas-Zeder, außerdem als Zedernharz und als Zedernholzöl für die Duftlampe.
Welche Rolle spielt Zedernholz im Kleiderschrank?
Der warme Holzduft ist für viele mit Schrank und Schatulle verbunden. Wir verkaufen Zedernholz als Räucher- und Duftholz und treffen deshalb keine Aussagen zu Schädlingen oder Textilschutz.
Wie viel Zedernholz legt man auf die Kohle?
Eine kleine Prise genügt. Legen Sie lieber später etwas nach, als gleich zu viel aufzulegen.