Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Ausgewählte Lieferanten & kleine Ernten
Handverlesene Premium-Qualität
Schneller Versand mit DHL

07.12.13

Zimtstangen ganz Ceylon, 30 g – Kräuterparadies seit 1887

Zimt: Ceylon oder Cassia? Herkunft, Geschmack und Verwendung

Das Wichtigste in Kürze

Zimt ist die getrocknete Innenrinde von Zimtbäumen. Im Handel gibt es vor allem zwei Sorten: Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) aus Sri Lanka mit vielen papierdünnen Schichten und mild-süßem Aroma, und Cassia-Zimt aus China, Indonesien oder Vietnam mit dicker, harter Rinde und kräftig-herbem Geschmack. Zimtstangen lässt man in Flüssigkeiten mitziehen, Zimtpulver kommt in Teige, Cremes und Zimtzucker.

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Was ist Zimt?

Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt, und ohne ihn wäre die Weihnachtsküche kaum vorstellbar. Botanisch ist Zimt die Rinde verschiedener immergrüner Bäume aus der Familie der Lorbeergewächse. Verwendet wird nur die dünne innere Rinde. Beim Trocknen rollt sie sich von selbst ein und wird zu den bekannten Zimtstangen, die man früher auch Kaneel nannte.

Bei uns im Kräuterhof steht Zimt in allen Formen im Regal: als ganze Stange, als Pulver und als Zimtblüte. Außerdem steckt er in vielen unserer Mischungen, vom Glühweingewürz bis zum Lebkuchengewürz. Welche Rolle er neben Nelke, Kardamom und Sternanis spielt, lesen Sie in unserem Überblick über die Weihnachtsgewürze.

Ceylon Zimt als Pulver in einer Holzschale mit goldenem Löffel, darauf Zimtstangen

Fein, mild und hell: Zimtpulver aus Ceylon-Zimt.

Woher kommt Zimt?

Die Heimat des echten Zimts ist Sri Lanka, das frühere Ceylon. Daher stammt der Name Ceylon-Zimt. Heute wird echter Zimt auch auf Madagaskar, den Seychellen und in Südindien angebaut. Cassia-Zimt kommt dagegen vor allem aus Südchina, Indonesien und Vietnam.

Schon im Altertum war Zimt ein kostbares Handelsgut. Über Karawanenwege und Seehäfen gelangte er nach Ägypten, Griechenland und Rom, und woher er genau kam, hielten die Händler lange geheim. Später brachten venezianische Kaufleute das Gewürz in die Küchen Europas. Im 16. Jahrhundert sicherten sich die Portugiesen den Zimthandel auf Ceylon, im 17. Jahrhundert übernahmen ihn die Niederländer. In derselben Zeit fand Zimt in Spanien einen Partner, der ihm bis heute treu geblieben ist: die Trinkschokolade.

Wie aus Rinde Zimtstangen werden

Auf den Plantagen werden Zimtbäume als niedrige Büsche gezogen. Geerntet wird in der Regenzeit, wenn die jungen Triebe saftig sind und sich die Rinde leicht löst. Zuerst wird die äußere Rinde abgeschabt, dann zieht man die feine Innenrinde in langen Streifen vom Holz. Im Schatten getrocknet, rollen sich die Streifen ein. Beim Ceylon-Zimt schiebt man mehrere dünne Röllchen ineinander. So entsteht eine lange Stange, die anschließend auf Länge geschnitten wird.

Wie schmeckt Zimt?

Zimt duftet süß, warm und holzig. Ceylon-Zimt schmeckt fein und mild, leicht blumig, mit zarter Süße und kaum Schärfe. Cassia ist kräftiger, etwas herb und brennt ein wenig auf der Zunge. In Lebkuchen mit vielen anderen Gewürzen fällt der Unterschied kaum auf. In Milchreis, Kompott oder Zimtzucker schmecken Sie ihn dagegen deutlich.

Zimt passt zu Süßem ebenso wie zu Herzhaftem. Er liebt Äpfel, Pflaumen, Schokolade und Kaffee, aber auch Lamm, Geflügel, Linsen und die Reisgerichte der orientalischen Küche.

Zimtblüten in einer flachen Metallschale, die kleinen Früchte erinnern an Gewürznelken

Zimtblüten: die kleinen, getrockneten Früchte des Zimtbaums.

Ceylon-Zimt oder Cassia: Was ist der Unterschied?

Die beiden Sorten stammen von verschiedenen Baumarten. An der ganzen Stange erkennen Sie sie mit bloßem Auge:

  • Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum): hellbraun, viele papierdünne Schichten, wie eine Zigarre gerollt, brüchig und mit den Fingern zu zerbröseln. Geschmack mild, süß und fein.
  • Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia und verwandte Arten): rot- bis dunkelbraun, eine einzige dicke Rindenschicht, oft nur von einer oder beiden Seiten eingerollt, sehr hart. Geschmack kräftig, herb und leicht scharf.

Beim Pulver ist der Unterschied schwerer zu sehen. Ceylon-Zimtpulver ist meist heller und duftet feiner. Wer sichergehen möchte, achtet auf die Angabe der Sorte auf der Packung. In Sri Lanka werden die Stangen außerdem nach ihrer Dicke sortiert, die dünnsten und feinsten werden als „Alba“ gehandelt.

Auch auf Madagaskar wächst echter Zimt. Unser Zimtpulver aus Madagaskar schmeckt intensiver und würziger als das Pulver aus Sri Lanka und ist deshalb ideal für Punsch, Glühwein und herzhafte Gerichte mit Ente oder Gans.

Zimtblüten: die unbekannte Schwester

Eine Spezialität sind Zimtblüten. Das sind die getrockneten, unreifen Früchte des Zimtbaums, meist vom Cassia-Baum. Sie sitzen in einem kleinen Kelch und sehen aus wie Gewürznelken. Ihr Aroma erinnert an Zimt, ist aber blumiger und hat eine leicht pfeffrige Note. In Kompott, Früchtebrot oder Punsch sind sie eine schöne Abwechslung.

Zimt aus Madagaskar als feines Pulver neben einer Zimtstange in Nahaufnahme

Kräftiger im Aroma: Zimtpulver aus Madagaskar.

Wie verwendet man Zimt in der Küche?

Zimtstangen geben ihr Aroma langsam ab. Sie gehören deshalb in alles, was köchelt oder zieht: Glühwein, Punsch, Milchreis, Kompott und Schmorgerichte. Vor dem Servieren nehmen Sie die Stange einfach wieder heraus. Zimtpulver verteilt sich sofort und kommt in Teige, Cremes, Porridge und über Desserts.

Auch herzhaft lohnt sich Zimt. Eine Prise im Chili con Carne, im Linseneintopf oder in der Tomatensauce zum Lamm rundet ab, ohne süß zu schmecken. Für den Glühwein lesen Sie gern unseren Ratgeber zum Glühweingewürz, für die Teetasse den Beitrag über Chai-Tee.

Glühweingewürz mit Zimt, Sternanis und Orangenschale in einem Teeglas auf goldenem Untergrund

Zimt ist die Grundlage fast jeder Glühweinmischung.

Rezept: Zimtzucker selber machen

Zutaten:

  • 100 g feiner Zucker
  • 2 gestrichene Teelöffel Ceylon-Zimtpulver
  • nach Wunsch das Mark einer halben Vanilleschote
  1. Mischen: Zucker, Zimt und nach Wunsch Vanillemark in ein Schraubglas geben.
  2. Schütteln: Das Glas verschließen und kräftig schütteln, bis der Zucker gleichmäßig hellbraun ist.
  3. Abschmecken: Wer es kräftiger mag, gibt einen weiteren halben Teelöffel Zimt dazu.
  4. Verwenden: Über Milchreis, Pfannkuchen, Arme Ritter, Bratäpfel oder frische Krapfen streuen.

Rezept: Milchreis mit Zimtstange (4 Portionen)

Zutaten:

  • 1 l Milch
  • 200 g Milchreis
  • 2 bis 3 EL Zucker
  • 1 Ceylon-Zimtstange
  • 1 Prise Salz
  • Zimtzucker zum Bestreuen
  1. Aufkochen: Milch mit Zucker, Salz und Zimtstange in einem Topf mit dickem Boden aufkochen.
  2. Reis einrühren: Den Milchreis einrühren und die Hitze auf die kleinste Stufe stellen.
  3. Quellen lassen: Etwa 30 bis 35 Minuten bei schwacher Hitze quellen lassen und dabei immer wieder umrühren, damit nichts ansetzt.
  4. Servieren: Die Zimtstange herausnehmen. Den Milchreis warm oder kalt mit Zimtzucker und Apfel- oder Zwetschgenkompott servieren.

Wie lagert man Zimt richtig?

Ganze Zimtstangen halten ihr Aroma deutlich länger als Pulver. Bewahren Sie Zimt trocken, kühl, dunkel und gut verschlossen auf, idealerweise in einem Glas oder einer Dose und nicht direkt neben dem Herd. Stangen bleiben so zwei bis drei Jahre aromatisch, Pulver sollten Sie innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

Ein einfacher Test: Reiben Sie etwas Pulver zwischen den Fingern. Duftet es kaum noch, ist es Zeit für frischen Zimt. Ceylon-Stangen lassen sich übrigens leicht in einer Gewürzmühle selbst mahlen.

Marks Tipp

„Geben Sie eine kleine Prise Ceylon-Zimt direkt zum Kaffeepulver in den Filter. Der Kaffee schmeckt dann rund und fein würzig. Mehr Ideen dazu finden Sie in unserem Beitrag Kaffee würzen. Und in heiße Schokolade gehört Zimt ohnehin, die beiden sind seit Jahrhunderten ein Paar.“

Was Sie dafür brauchen

Alle Einzelgewürze ansehen

Häufige Fragen zu Zimt

Woran erkenne ich echten Ceylon-Zimt?

Ceylon-Zimtstangen sind hellbraun und bestehen aus vielen dünnen Schichten, die wie eine Zigarre ineinander gerollt sind. Sie brechen leicht. Cassia-Stangen sind dunkler, bestehen aus einer dicken Rindenschicht und sind sehr hart. Beim Pulver gibt die Sortenangabe auf der Packung Auskunft.

Was ist der Unterschied zwischen Zimtstangen und Zimtpulver?

Zimtstangen geben ihr Aroma langsam ab und eignen sich für Getränke, Kompott und alles, was köchelt. Pulver verteilt sich sofort in Teig und Creme. Als Faustregel ersetzt ein knapper halber Teelöffel Pulver eine Stange.

Kann man Zimtstangen mehrmals verwenden?

Ja, wenn sie nur kurz in Flüssigkeit lagen. Spülen Sie die Stange ab und lassen Sie sie gut trocknen. Beim zweiten Mal ist das Aroma schwächer, für Kompott oder Tee reicht es aber gut.

Wie bereitet man Zimttee zu?

Brechen Sie eine Zimtstange in Stücke, übergießen Sie sie mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie alles etwa zehn Minuten ziehen. Mit Apfelstücken, Schwarztee oder Rooibos wird daraus ein winterlicher Tee.

Was sind Zimtblüten?

Zimtblüten sind die getrockneten, unreifen Früchte des Zimtbaums. Sie sehen aus wie kleine Gewürznelken und schmecken nach Zimt mit blumiger, leicht pfeffriger Note. Man verwendet sie ganz in Kompott und Punsch oder gemahlen in Gebäck.

Wozu passt Zimt außer zu Süßem?

Zimt gibt Schmorgerichten mit Lamm oder Rind, Linsen, Currys und Tomatensaucen eine runde Tiefe. In der orientalischen Küche gehört er selbstverständlich zu Reisgerichten mit Trockenfrüchten.

Quellen: Wikipedia: Zimt