Das Wichtigste in Kürze
C+M+B steht für „Christus mansionem benedicat“, auf Deutsch „Christus segne dieses Haus“. Die Buchstaben schreibt man mit Kreide und der Jahreszahl über die Tür, für 2027 so: 20*C+M+B+27. Gebracht wird der Haussegen von den Sternsingern, die rund um den 6. Januar von Haus zu Haus ziehen und Spenden für Kinder in aller Welt sammeln. Viele Familien räuchern zu Dreikönig außerdem mit Weihrauch und Myrrhe.
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Inhalt
Was bedeutet C+M+B?
Die drei Buchstaben sind die Anfangsbuchstaben eines lateinischen Segenswunsches: „Christus mansionem benedicat“, auf Deutsch „Christus segne dieses Haus“. Die Pluszeichen zwischen den Buchstaben sind Kreuze. Die Sternchen erinnern an den Stern von Bethlehem.
Weit verbreitet ist noch eine zweite Deutung: C, M und B als Anfangsbuchstaben der Namen Caspar, Melchior und Balthasar. So werden die Heiligen Drei Könige in der Überlieferung genannt. Im Matthäusevangelium selbst ist allerdings nur von Sterndeutern aus dem Osten die Rede, ihre Zahl und ihre Namen stammen aus späterer Überlieferung. Beide Deutungen stehen heute nebeneinander.
Wie schreibt man C+M+B richtig?
Die Schreibweise folgt jedes Jahr dem gleichen Muster: Die Jahreszahl wird auf zwei Teile verteilt. Der erste Teil „20“ steht vor, der zweite Teil mit den letzten zwei Ziffern nach den Buchstaben. Sterne und Kreuze trennen die Teile. Für das Jahr 2027 lautet der Haussegen also:
20*C+M+B+27
Für 2028 wäre es 20*C+M+B+28. Wer die Sternsinger empfängt, findet die jeweils aktuelle Jahreszahl an der Tür.
Wer sind die Sternsinger und was ist die Aktion Dreikönigssingen?
Die Sternsinger sind Kinder und Jugendliche, die als Heilige Drei Könige verkleidet und mit einem Stern in der Hand von Haus zu Haus gehen. Sie singen, tragen einen Segensspruch vor und schreiben mit gesegneter Kreide den Haussegen an die Tür. Dafür bitten sie um eine Spende.
Die Aktion Dreikönigssingen wird vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragen. Die gesammelten Spenden gehen an Hilfsprojekte für Kinder in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa. Seit 1959 gibt es die Aktion in Deutschland. Die Sternsinger sind meist zwischen Weihnachten und Mitte Januar unterwegs, die Termine legt jede Pfarrgemeinde selbst fest. Wer einen Besuch wünscht, meldet sich bei der örtlichen Pfarrei an.
Hinweis: Die Sternsinger kommen nur nach Anmeldung. Spenden Sie nur an die Gruppen Ihrer Pfarrgemeinde oder über die offiziellen Stellen der Aktion.
Wie bringt man den Haussegen selbst an?
Auch ohne Sternsinger können Sie den Segen selbst über die Tür schreiben. Viele Familien machen daraus einen kleinen Moment am Dreikönigstag oder an einem Tag in dieser Woche.
- Kreide besorgen: Verwenden Sie weiße Tafelkreide. Vielerorts wird in der Kirche zu Dreikönig Kreide gesegnet, Sie können sie in der Pfarrei erfragen.
- Stelle wählen: Üblich ist der Türbalken oder der Rahmen über der Haustür, innen oder außen. Prüfen Sie, dass die Fläche trocken ist.
- Schreiben: Zeichnen Sie die Formel mit der aktuellen Jahreszahl: 20*C+M+B+27. Wer mag, spricht dazu ein Gebet oder liest die Geschichte der Weisen aus dem Matthäusevangelium vor.
- Stehen lassen: Der Segen bleibt das Jahr über an der Tür. Viele lassen ihn bis zum nächsten Jahr stehen.
Hinweis: Benutzen Sie für die Tür über Kopfhöhe eine sichere Leiter und lassen Sie sich helfen.
Marks Tipp
Beziehen Sie die Kinder in der Familie ein: Sie können die Sterne zeichnen oder den Spruch aufsagen. So wird aus dem Brauch ein gemeinsamer Moment, und die Geschichte bleibt lebendig.
Warum räuchert man zu Dreikönig mit Weihrauch und Myrrhe?
In vielen Gegenden Bayerns, Österreichs und Südtirols gehört das Räuchern zu den Rauhnächten, die bis zum Dreikönigstag reichen. Mehr zu diesem Brauch lesen Sie im Ratgeber Rauhnächte. Zu Dreikönig greift man dabei gern zu Weihrauch und Myrrhe. Beide Harze verbindet die Überlieferung mit den Gaben der Weisen: Gold, Weihrauch und Myrrhe, so berichtet es das Matthäusevangelium. Früher galt der Rauch als Schutz für Haus und Stall.
Der Duft ist warm-harzig, bei Myrrhe ein wenig herb-balsamisch. Wer räuchern möchte, braucht Räucherkohle, eine feuerfeste Schale mit Sand und einige Körner Harz.
- Schale vorbereiten: Räuchersand in die Schale füllen und auf eine feuerfeste Unterlage stellen.
- Kohle anzünden: Die Kohle mit einer Zange an einer Kante entzünden und warten, bis sie durchgeglüht und mit grauer Asche überzogen ist. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Räucherkohle anzünden.
- Harz auflegen: Zwei bis drei kleine Körner Weihrauch und ein Korn Myrrhe auf die Kohle legen.
- Durch die Räume gehen: Die Räucherpfanne am Griff durch die Räume tragen. Fenster zuvor weit öffnen.
- Beenden: Die Glut in der Schale ausglühen lassen und danach gründlich lüften.
Sicherheit beim Räuchern: Sorgen Sie für gute Lüftung, stellen Sie die Schale nur auf eine feuerfeste Unterlage und lassen Sie die Glut nie unbeaufsichtigt. Halten Sie Kinder und Haustiere fern. Die Kohle und die Schale werden sehr heiß. Beachten Sie, dass der Rauch einen Rauchmelder auslösen kann.

Klosterweihrauch St. Michael duftet mild und leicht zitronig.

Die Mischung Weihrauch Basilika folgt einem alten Klosterrezept.

Myrrhe ist ein balsamisches Harz und gehört in der Überlieferung zu den Gaben der Weisen.

In einer Räucherpfanne mit Griff tragen Sie den Rauch sicher durch die Räume.
Der Dreikönigstag gehört auch in der Küche zu den Festen: Wie der Königskuchen mit Figur gebacken wird, lesen Sie im Ratgeber Dreikönigskuchen.
Was Sie dafür brauchen
Weihrauch/OlibanumHelle Weihrauchperlen, das Harz der WeisenAnsehen
MyrrheMyrrhe, balsamisches Räucherharz aus SomaliaAnsehen
Kloster Weihrauch St. MichaelKlosterweihrauch St. Michael, mild und leicht zitronigAnsehen
Weihrauch BasilikaWeihrauch Basilika nach altem KlosterrezeptAnsehen
RäucherkohleSchnellzündende Räucherkohle, 40 mmAnsehen
Räucherpfanne A groß D 11 cmRäucherpfanne mit langem HolzgriffAnsehen
Räuchersand 200gRäuchersand als sichere Unterlage für die KohleAnsehenHäufige Fragen
Was heißt Christus mansionem benedicat?
Das ist Latein und bedeutet „Christus segne dieses Haus“. Die Anfangsbuchstaben C, M und B stehen als Haussegen an Türen.
Wann kommen die Sternsinger?
Die Sternsinger sind meist zwischen Weihnachten und Mitte Januar unterwegs, rund um den 6. Januar. Die genauen Termine legt jede Pfarrgemeinde selbst fest.
Wie lange bleibt der Haussegen an der Tür?
Viele lassen die Kreideschrift stehen, bis sie verwittert oder im nächsten Jahr erneuert wird. Es gibt dafür keine feste Regel.
Welche Kreide nimmt man für C+M+B?
Weiße Tafelkreide. Vielerorts wird sie in der Kirche zum Dreikönigstag gesegnet. Fragen Sie in Ihrer Pfarrei danach.
Muss man für den Haussegen katholisch sein?
Die Sternsinger sind eine Aktion der katholischen Kirche, besuchen aber auch Haushalte, die den Besuch wünschen. Melden Sie sich bei Ihrer Pfarrgemeinde. Den Haussegen selbst schreiben kann jeder, der den Brauch pflegen möchte.