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01.11.26

Vanilleschoten Bourbon, 1 Stück – Kräuterparadies seit 1887

Dreikönigskuchen und Galette des Rois: Rezept und Brauch

Das Wichtigste in Kürze

Der Dreikönigskuchen wird rund um den 6. Januar gebacken. In den Teig kommt eine Mandel oder eine kleine Figur, und wer sie im Stück findet, ist König oder Königin des Tages. In der Schweiz ist der Kuchen ein Hefekranz aus acht Kugeln, in Frankreich die Galette des Rois aus Blätterteig mit Mandelcreme. Beide Rezepte finden Sie hier mit Mengen, Backzeiten und Tipps für Vanille und Zitrusaromen.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Was ist ein Dreikönigskuchen und welcher Brauch steckt dahinter?

Am 6. Januar feiern viele Menschen das Dreikönigsfest. Es erinnert an die Weisen aus dem Morgenland, die nach der Erzählung im Matthäusevangelium dem Stern nach Bethlehem folgten. Zu diesem Tag gehört in vielen Ländern ein besonderer Kuchen. Den Namen Dreikönigskuchen kennt man vor allem in der Schweiz und in Teilen Deutschlands, in Frankreich heißt das Gebäck Galette des Rois, auf Deutsch Königskuchen, in Spanien und Portugal gibt es ähnliche Kränze.

Das Besondere ist die Überraschung im Teig. Früher versteckte man eine getrocknete Bohne darin, daher der Begriff Bohnenkönig. Heute ist es meist eine ganze Mandel oder ein kleines Figürchen. Wer das Stück mit dem verborgenen Teil bekommt, setzt sich die Papierkrone auf und ist für den Tag König oder Königin. Der Brauch wird seit vielen Generationen gepflegt und macht den Kuchen zu einem Fest für die ganze Tafel.

Die Rauhnächte reichen bis zum Dreikönigstag. Zum Haussegen der Sternsinger lesen Sie unseren Ratgeber C+M+B.

Wie backt man den Schweizer Dreikönigskuchen?

Der Schweizer Dreikönigskuchen ist ein lockerer Hefekranz aus acht Teigkugeln, die beim Backen zusammenwachsen. Der Teig ist leicht süß und duftet nach Zitrone und Vanille. Rechnen Sie mit etwa zwei Stunden, davon nur 30 Minuten aktive Arbeit.

Zutaten für einen Kranz:

  • 500 g Mehl (Type 550)
  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 70 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 80 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • Abrieb von einer Zitrone, ersatzweise 1 TL Zitronenschalenpulver oder fein zerstoßene getrocknete Zitronenschalen
  • 1 Messerspitze Vanillepulver
  • 100 g Rosinen (nach Belieben)
  • 1 ganze Mandel oder 1 backfeste Figur
  • Zum Bestreichen: 1 Eigelb mit 1 EL Milch; Hagelzucker oder Mandelblättchen zum Bestreuen
  1. Hefe anrühren: Die Hefe in der lauwarmen Milch mit 1 TL Zucker auflösen und 5 Minuten stehen lassen.
  2. Teig kneten: Mehl, Zucker, Salz, Butter, Ei, Zitrone und Vanille mit der Hefemilch 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Zuletzt die Rosinen unterarbeiten.
  3. Gehen lassen: Zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
  4. Formen: Den Teig in acht gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Sieben davon in einem Kreis auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, eine in die Mitte. Die Mandel von unten in eine Kugel drücken. Die Kugeln sollen sich leicht berühren. Weitere 30 Minuten gehen lassen.
  5. Bestreichen und backen: Mit Eigelbmilch bestreichen, mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreuen. Bei 200 °C Ober- und Unterhitze (Umluft 180 °C) 25 bis 30 Minuten goldbraun backen.
Sternen-Vanillezucker mit Bourbon-Vanille für den Dreikönigskuchen

Ein Teil des Zuckers im Teig lässt sich durch Vanillezucker ersetzen.

Marks Tipp

Die Zitrone muss nicht frisch sein. Getrocknete Zitronenschalen geben dem Hefeteig ebenfalls ein feines Aroma, wenn Sie sie fünf Minuten in der lauwarmen Milch ziehen lassen und mitverwenden. Wer es blumiger mag, lässt zwei Teelöffel Orangenblüten in der Milch ziehen und seiht sie ab, das erinnert an die südfranzösische Brioche.

Wie macht man Galette des Rois mit Mandelcreme?

Die Galette des Rois besteht aus zwei Blätterteigscheiben mit einer Füllung aus Frangipane. So heißt die Mandelcreme, die aus Butter, Zucker, Eiern und gemahlenen Mandeln gerührt wird. Das Rezept ist schnell gemacht, weil Sie fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal verwenden können. Es ergibt eine Galette mit etwa 26 cm Durchmesser und acht Stücken.

Zutaten:

  • 2 runde Blätterteigrollen (je etwa 260 bis 270 g) oder 2 Teigscheiben
  • 100 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 125 g gemahlene Mandeln
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL Vanillepulver oder Mark einer halben Vanilleschote
  • Abrieb einer Orange oder 1 TL fein zerstoßene Orangenschalen
  • 1 Bohne oder backfeste Figur
  • 1 Eigelb mit 1 EL Milch zum Bestreichen
  1. Creme rühren: Butter und Zucker schaumig schlagen, die Eier nacheinander einrühren. Mandeln, Salz, Vanille und Orangenschale unterheben. Die Creme 30 Minuten kühl stellen, damit sie fester wird.
  2. Boden belegen: Eine Teigscheibe auf Backpapier legen, rundherum 3 cm Rand frei lassen und die Creme in die Mitte streichen. Die Bohne oder Figur in die Creme drücken.
  3. Deckel auflegen: Den Rand mit Eigelbmilch bestreichen, die zweite Scheibe auflegen und die Ränder gut andrücken, damit keine Creme ausläuft.
  4. Verzieren: Die Oberfläche bestreichen. Mit der Messerspitze ein Muster einritzen, etwa Rauten oder Strahlen, ohne den Teig durchzuschneiden. In die Mitte ein kleines Loch für den Dampf stechen.
  5. Backen: Bei 200 °C (Umluft 180 °C) 30 bis 35 Minuten backen, bis die Galette tief goldbraun ist und der Teig aufgegangen ist. Auf einem Gitter auskühlen lassen und lauwarm anschneiden.
Getrocknete Orangenschalen für die Mandelcreme der Galette des Rois

Fein zerstoßene Orangenschalen geben der Mandelcreme eine zarte Zitrusnote.

Was kommt statt der Bohne in den Kuchen?

Klassisch ist eine getrocknete Bohne, in der Schweiz heute meist eine ganze Mandel, in Frankreich ein kleines Porzellanfigürchen, das Sammler „Fève“ nennen. Für Zuhause eignet sich alles, was den Backofen verträgt: eine ungeschälte Mandel, eine getrocknete Bohne oder eine backfeste Keramikfigur. Bei der Galette drücken Sie sie in die rohe Creme, beim Hefekranz von unten in den Teig.

Hinweis: Sagen Sie allen Gästen vorher, dass im Kuchen ein hartes Teil versteckt ist. Kleine Kinder sollten das Stück nicht unbeaufsichtigt essen. Prüfen Sie bei Figuren, dass sie ausdrücklich backofenfest sind.

Die Krone gehört dazu: Schneiden Sie sie aus Goldpapier aus oder kleben Sie sie aus Karton. Wer Mandel oder Figur findet, trägt sie. Haben Sie eine Galette für viele Gäste gebacken, ist der Brauch aus Frankreich ein schönes Spiel: Das jüngste Familienmitglied tritt unter den Tisch und ruft bei jedem Stück, wer es bekommen soll. So hat niemand die Figur vorher gesehen.

Getrocknete Orangenblüten für Dreikönigskuchen nach Art der südfranzösischen Brioche

Getrocknete Orangenblüten lassen sich in der Milch ziehen und geben dem Hefeteig ein zartes Blütenaroma.

Beide Kuchen sind frisch am schönsten. Am nächsten Tag backen Sie die Stücke zehn Minuten bei 160 °C auf. Der Hefekranz lässt sich nach dem Auskühlen auch einfrieren. Weitere Gebäckideen aus der Winterzeit finden Sie im Ratgeber Weihnachtsplätzchen.

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Häufige Fragen

Wann isst man den Dreikönigskuchen?

Traditionell am 6. Januar, dem Dreikönigstag. In Frankreich beginnt die Saison der Galette des Rois schon in den ersten Januartagen und dauert oft den ganzen Monat.

Was bedeutet Galette des Rois?

Das ist französisch und heißt wörtlich „Kuchen der Könige“. Gemeint ist ein flacher, runder Kuchen mit Mandelcreme, in dem eine Figur versteckt ist.

Welche Mandeln eignen sich für die Frangipane?

Verwenden Sie gemahlene, geschälte Mandeln. Sie ergeben eine feine, helle Creme. Wer es kräftiger mag, gibt einen Tropfen Bittermandelaroma dazu.

Kann man den Dreikönigskuchen vorbereiten?

Den Hefeteig können Sie über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Die Frangipane hält sich abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank. Gebacken wird idealerweise am Tag des Verzehrs.

Was ist ein Bohnenkönig?

So nannte man früher den Gast, der die versteckte Bohne in seinem Stück fand. Er war für den Tag der König der Tafel. Heute übernimmt diese Rolle, wer Mandel oder Figur im Kuchen findet.