Das Wichtigste in Kürze
Weihnachtsplätzchen gelingen mit wenigen Zutaten und den richtigen Gewürzen. Für Ausstechplätzchen nimmt man 300 g Mehl, 200 g Butter und 100 g Zucker, dazu ein Ei und Vanille. Der Teig kühlt eine Stunde und wird bei 180 °C etwa 8 bis 10 Minuten gebacken. Jede Sorte hat ihr Gewürz: Zimt, Anis, Vanille oder Lebkuchengewürz.
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Inhalt
Welche Weihnachtsplätzchen sind Klassiker?
Auf fast jedem Plätzchenteller finden sich dieselben Sorten, und fast jede hat ihr eigenes Gewürz. Hier ein Überblick:
- Butterplätzchen und Ausstechplätzchen: Mürbteig mit Vanille und etwas Zitronenschale, später verziert mit Zuckerguss.
- Spitzbuben: zwei Mürbteigplätzchen mit Fruchtgelee dazwischen, das obere mit Loch. Vanille und Zitrone passen dazu.
- Vanillekipferl: Halbmonde mit Mandeln und Vanille, das Rezept steht im Ratgeber Vanillekipferl.
- Zimtsterne: Mandelsterne mit Eischnee-Glasur und Ceylon-Zimt, siehe Zimtsterne.
- Anisplätzchen: luftige Eiermasse mit Anissamen, die über Nacht trocknet und beim Backen ein „Füßchen“ bildet.
- Spekulatius: würziger Mürbteig mit Zimt, Nelke und Kardamom, siehe Spekulatius selber machen.
- Lebkuchen und Pfeffernüsse: Honig- oder Sirupgebäck mit Lebkuchengewürz, Näheres im Ratgeber Lebkuchengewürz.
Elisenlebkuchen, Printen und Pfeffernüsse kommen aus der Lebkuchen-Familie. Dafür haben wir eigene Ratgeber geschrieben, ebenso wie für die gesamte Weihnachtsgewürz-Palette.
Wie backt man Butterplätzchen? Das Grundrezept
Mit dem klassischen 3-2-1-Mürbteig gelingen Ausstechplätzchen zuverlässig. Das Verhältnis ist leicht zu merken: drei Teile Mehl, zwei Teile Butter, ein Teil Zucker.
Zutaten (etwa 60 Plätzchen):
- 300 g Mehl
- 200 g kalte Butter
- 100 g Puderzucker
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- Mark von einer halben Vanilleschote oder 1 EL Vanillezucker
- nach Wunsch abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
- Verkneten: Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten, bis keine Butterstückchen mehr zu sehen sind. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh.
- Kühlen: In Folie wickeln und mindestens eine Stunde kalt stellen.
- Ausrollen: Den Teig portionsweise 3 bis 4 mm dick zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen. Das spart Mehl und der Teig bleibt zart.
- Ausstechen: Formen ausstechen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Reste kurz kühlen und erneut ausrollen.
- Backen: Bei 180 °C Ober- und Unterhitze 8 bis 10 Minuten goldgelb backen. Auf dem Blech kurz festwerden lassen, dann auf einem Gitter auskühlen.

Vanillepulver gibt dem Mürbteig ein rundes Aroma.
Marks Tipp
Backen Sie pro Blech möglichst gleich große Plätzchen. Kleine Formen sind nach acht Minuten fertig, große brauchen länger. Wer Sorten mischt, hat leicht verbrannte Ränder.
Welche Gewürze gehören in welche Plätzchen?
Mit wenigen Gewürzen decken Sie fast alle Klassiker ab. Fertige Mischungen sparen Zeit, aber auch die Einzelgewürze lohnen sich.

Lebkuchengewürz: Zimt, Sternanis, Nelken, Fenchel, Piment und Macis.
- Lebkuchengewürz für Lebkuchen, Pfeffernüsse und Printen.
- Spekulatiusgewürz mit Zimt, Kardamom, Orangenschale und Vanille für Spekulatius und Gebäck mit warmer Würze.
- Ceylon-Zimt für Zimtsterne, Zimtzucker und Mürbteig.
- Anis für Anisplätzchen, in kleinen Mengen auch in Lebkuchen.
- Vanille für Kipferl, Butterplätzchen und Spitzbuben.

Anissamen: süßlich, würzig, typisch für Anisplätzchen.
Ceylon-Zimt empfehlen wir, wenn Zimt im Teig eine große Rolle spielt. Er schmeckt mild und enthält weniger Cumarin als Cassia-Zimt.
Wann beginnt man mit dem Plätzchenbacken?
Mürbeteigplätzchen schmecken frisch und halten sich zwei bis drei Wochen. Wer früh anfangen will, backt zuerst die Sorten, die durchziehen: Lebkuchen, Printen und Pfeffernüsse werden mit der Zeit weicher und runder im Aroma. Vanillekipferl, Butterplätzchen und Zimtsterne backen Sie lieber in den letzten zwei, drei Wochen vor dem Fest.
Teig lässt sich gut vorbereiten. Mürbteig hält sich gekühlt zwei bis drei Tage, eingefroren auch länger. So verteilen Sie die Arbeit auf mehrere Abende.
Wie lagert man Weihnachtsplätzchen?
- Nehmen Sie gut schließende Blechdosen und legen Sie Backpapier zwischen die Lagen.
- Lagern Sie die Sorten getrennt. Lebkuchen, Anis und Spekulatius duften kräftig und färben ab.
- Stellen Sie die Dosen kühl und dunkel, nicht neben die Heizung.
- Eine Apfelspalte oder ein Stück Orangenschale in der Dose hält weiche Plätzchen weich. Wechseln Sie sie alle paar Tage.
- Glasierte Plätzchen erst verpacken, wenn die Glasur ganz trocken ist.
Zum Verschenken passen Gläser oder kleine Tüten, die Sie mit Etikett und Zutatenliste versehen. Mehr Ideen finden Sie im Ratgeber Weihnachtsgewürze.
Was Sie dafür brauchen
SpekulatiusgewürzZimt, Kardamom, Orange und Vanille für Spekulatius und mehrAnsehen
Nürnberger LebkuchengewürzKlassische Mischung für Lebkuchen und PfeffernüsseAnsehen
Honig-LebkuchengewürzLebkuchengewürz mit Anis und KorianderAnsehen
Vanille Pulver Bourbon MadagaskarGemahlene Bourbon-Vanille für Mürbteig und KipferlAnsehen
Zimtpulver Ceylon 1 AMilder Ceylon-Zimt für ZimtsterneAnsehen
Anis ganzAnissamen für AnisplätzchenAnsehen
Kardamom ganzKardamom für Spekulatius und LebkuchenAnsehenHäufige Fragen
Welches Mehl nimmt man für Plätzchen?
Für Mürbteig eignet sich Weizenmehl Type 405 oder 550. Je weniger Eiweiß im Mehl steckt und je kürzer Sie kneten, desto zarter werden die Plätzchen.
Wie lange müssen Plätzchenteige kühlen?
Mürbteig braucht mindestens eine Stunde im Kühlschrank. Lebkuchen- und Printenteige reifen oft über Nacht oder länger, damit die Gewürze durchziehen.
Warum laufen Ausstechplätzchen auseinander?
Meist war der Teig zu warm oder zu weich. Stellen Sie die ausgestochenen Plätzchen vor dem Backen zehn Minuten kalt, und rollen Sie den Teig nicht zu dünn.
Welche Plätzchen halten am längsten?
Lebkuchen, Printen, Pfeffernüsse und Spekulatius halten sich in der Dose mehrere Wochen und werden mit der Zeit aromatischer. Mürbeteiggebäck wie Kipferl sollten Sie nach zwei bis drei Wochen aufgegessen haben.
Kann man Plätzchen ohne Ei backen?
Ja. Ersetzen Sie das Ei im Grundrezept durch zwei bis drei Esslöffel kalte Milch. Der Teig wird etwas mürber und zerbrechlicher.