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01.11.26

Haarshampoo Zirbe Fichte Rosmarin 70g, 1 Stück – Kräuterparadies seit 1887

Haarseife und festes Shampoo: Unterschied und Anwendung

Das Wichtigste in Kürze

Haarseife ist eine echte Seife: Fette und Öle werden mit Lauge verseift, das Stück eignet sich zum Haarewaschen. Festes Shampoo, auch Shampoo Bar genannt, wird dagegen mit milden Tensiden hergestellt und ist chemisch keine Seife. Beide wendet man ähnlich an: Stück anfeuchten, aufschäumen, einmassieren und gründlich ausspülen. Wichtig ist, das Stück zwischen den Anwendungen trocken zu lagern. Wir führen festes Shampoo; eine reine Haarseife haben wir nicht im Sortiment.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Was ist Haarseife?

Haarseife ist eine feste Seife, die zum Haarewaschen gedacht ist. Sie entsteht auf die klassische Art: Pflanzliche Öle und Fette, etwa Olivenöl oder Kokosöl, werden mit Lauge und Wasser zur Seife gesiedet. Diesen Vorgang nennt man Verseifung. Heraus kommt ein festes Stück, das bei handgemachter Seife in der Regel einige Wochen reift. Das Sieden mit Natronlauge ist nichts für unerfahrene Anfänger, denn die Lauge ist stark ätzend.

Seife ist eine sehr alte Erfindung und viel älter als das flüssige Shampoo aus der Flasche. Das feste Stück ist also keine Modeerscheinung, sondern kehrt zu einer alten Gewohnheit zurück.

Was ist der Unterschied zwischen Haarseife und festem Shampoo?

Auf den ersten Blick sehen beide ähnlich aus: ein festes Stück in der Hand, das schäumt. Chemisch sind sie aber verschieden:

  • Haarseife besteht aus Seife, also aus den Salzen von Fettsäuren. Sie entsteht durch Verseifung von Öl und Lauge. Eine Seife hat einen alkalischen pH-Wert.
  • Festes Shampoo (Shampoo Bar, Syndet) verwendet milde, meist pflanzenbasierte Tenside, die in eine feste Form gebracht werden. Es ist keine Seife im chemischen Sinn, und sein pH-Wert lässt sich anders einstellen als bei der Seife.
  • Flüssiges Shampoo hat die gleiche Grundlage wie festes Shampoo, enthält aber viel Wasser und deshalb meist Konservierungsstoffe.

Unser festes Haarshampoo gehört zur zweiten Gruppe. Es enthält pflanzliche Tenside (Sodium Cocoyl Isethionate), Babassuöl und Sheabutter. Eine Haarseife im engeren Sinn führen wir nicht. Wer Stückseife kennenlernen möchte, findet bei uns Seifen wie die Alepposeife, die nur aus Olivenöl, Lorbeeröl, Wasser und Lauge besteht.

Festes Haarshampoo Fruity Coconut als Stück, vegan und mit fruchtigem Kokosduft

Festes Haarshampoo Fruity Coconut: vegan, mit fruchtigem, cremigem Kokosduft.

Wie wendet man Haarseife und festes Shampoo an?

Die Anwendung ist einfacher, als viele denken. Sie gilt für festes Shampoo, nach der gleichen Methode lassen sich auch Haarseifen verwenden:

  1. Haare nass machen: Das Haar gründlich anfeuchten, bis es durchnässt ist.
  2. Stück aufschäumen: Das Stück zwischen den feuchten Händen aufschäumen oder mehrmals über das nasse Haar streichen, bis sich Schaum bildet.
  3. Einmassieren: Den Schaum mit den Fingerspitzen im Haar verteilen und einmassieren, wie bei jedem anderen Shampoo auch.
  4. Ausspülen: Mit reichlich Wasser gründlich ausspülen, bis kein Schaum mehr im Haar ist.
  5. Stück abtropfen lassen: Das Stück nach dem Gebrauch abtropfen lassen und trocken lagern.

Hinweis: Shampoo und Seife nicht in die Augen bringen; bei Kontakt mit klarem Wasser ausspülen. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Wie viel Schaum sich bildet, hängt vom Wasser und vom Stück ab. Wer das erste Mal auf ein festes Stück umsteigt, probiert in Ruhe aus, wie viel er braucht. Das Stück muss nicht stark gerieben werden: Etwas Schaum genügt. Wie bei jedem Produkt gilt: Wer unsicher ist, ob er die Zutaten verträgt, probiert es zuerst in kleiner Menge aus.

Flasche Steinöl Haarshampoo mit Tiroler Gebirgswasser, ein flüssiges Shampoo zum Vergleich mit festem Shampoo

Zum Vergleich ein flüssiges Shampoo: Das Steinöl Haarshampoo enthält Tiroler Gebirgswasser und Tiroler Steinöl.

Was ist eine saure Rinse mit Essig?

Wer Haarseife benutzt, hört früher oder später von der sauren Rinse, auch Essigspülung genannt. Das ist ein verbreiteter Brauch: Nach dem Waschen mit Seife wird das Haar zum Schluss mit leicht saurem Wasser nachgespült. Der Hintergrund ist einfach. Seife reagiert mit dem Kalk im Leitungswasser und kann Rückstände bilden, die man Kalkseife nennt. Eine saure Spülung soll diese Rückstände lösen.

Für die Rinse rühren viele einen Esslöffel Apfelessig oder Zitronensaft in einen Liter Wasser, gießen die Mischung nach dem Waschen über das Haar und spülen mit klarem Wasser nach. Die Augen halten Sie dabei geschlossen. Ob Sie das möchten, ist Geschmackssache. Bei festem Shampoo mit Tensiden wird sie meist nicht verwendet.

Wie lagert man Haarseife und festes Shampoo?

Ein festes Stück hält sich nur, wenn es nach jedem Gebrauch abtrocknen kann. Steht es dauernd im Wasser, wird es weich und schmierig und ist schnell aufgebraucht. Deshalb:

  • Legen Sie das Stück auf eine Seifenschale mit Abtropf-Rillen oder einen Holzrost.
  • Stellen Sie es so, dass es nicht im Duschstrahl liegt.
  • Für unterwegs eignet sich eine trockene Dose. Auch die Produktbeschreibung unseres Shampoos empfiehlt, es trocken in einer Dose aufzubewahren.
  • Lagern Sie ungebrauchte Stücke trocken und vor Wärme geschützt, zum Beispiel im Badezimmerschrank.
Alepposeife mit 12 Prozent Lorbeeröl als Beispiel für eine klassische Stückseife aus Olivenöl und Lauge

Alepposeife: eine klassische Seife aus Olivenöl, Lorbeeröl, Wasser und Lauge.

Sabines Tipp

Legen Sie zwei Stücke abwechselnd in Gebrauch, dann kann jedes zwischendurch richtig durchtrocknen. Das schont den Vorrat und das Stück hält deutlich länger.

Welche Düfte gibt es?

Unser festes Haarshampoo gibt es in zwei Duftrichtungen. Die Sorte Zirbe, Fichte und Rosmarin duftet holzig, harzig und kräuterig, ein bisschen wie ein Spaziergang durch den Bergwald. Wer es fruchtiger mag, greift zu Fruity Coconut mit einem Duft, der an cremige Kokosnuss erinnert. Mehr über die Pflanzen lesen Sie in den Ratgebern über die Zirbe und den Rosmarin.

Wenn Sie selbst eine Seife herstellen möchten, finden Sie in unserem Ratgeber Seife selber machen mit Kindern eine einfache Anleitung mit Gießseife aus Rohseife. Und wer gern eigene Rezepte mischt, liest weiter im Ratgeber Naturkosmetik selber machen.

Gärtnerseife als Stück, eine Seife mit Olivenöl, Kokosöl und Traubenkernöl

Gärtnerseife: eine Stückseife mit Olivenöl, Kokosöl, Traubenkernöl, Mohn und Kräutern.

Ein Wort zum Schluss: Aus Tiroler Steinöl und Seifenbasis entstehen ebenfalls Stückseife und Shampoo. Was Steinöl ist und woher es kommt, erklären wir im Ratgeber Steinöl.

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Häufige Fragen

Was ist Haarseife?

Eine feste Seife zum Haarewaschen, hergestellt durch Verseifung von Ölen und Fetten mit Lauge. Sie ist eine echte Seife, im Unterschied zum festen Shampoo.

Was ist der Unterschied zwischen Haarseife und festem Shampoo?

Haarseife besteht aus Seife, also aus Fettsäuresalzen, und ist alkalisch. Festes Shampoo wird mit milden Tensiden hergestellt, ist chemisch keine Seife und lässt sich in seinem pH-Wert anders einstellen.

Wie wendet man Haarseife an?

Haare nass machen, das Stück anfeuchten und zwischen den Händen oder direkt über das Haar aufschäumen, einmassieren und gründlich ausspülen. Danach das Stück abtropfen lassen.

Braucht man bei Haarseife eine saure Rinse?

Viele Anwender spülen nach dem Waschen mit Essigwasser nach. Das ist ein verbreiteter Brauch, der mit der Reaktion von Seife und Kalk zusammenhängt. Ob Sie ihn wählen, ist Geschmackssache.

Wie bewahrt man festes Shampoo auf?

Trocken und abtropfend, zum Beispiel auf einer Seifenschale mit Rillen oder in einer Dose. Es sollte nicht dauerhaft im Wasser liegen.

Kann man festes Shampoo mit auf Reisen nehmen?

Ja, ein festes Stück ist praktisch für unterwegs, weil es nicht ausläuft. Packen Sie es in eine trockene Dose und lassen Sie es nach dem Gebrauch erst abtrocknen.