Das Wichtigste in Kürze
Hähnchengewürz besteht meist aus Paprika, Knoblauch, Zwiebel und Kräutern wie Thymian oder Majoran. Reiben Sie das Fleisch mit Öl und etwa zwei Esslöffeln Mischung pro Hähnchen ein und lassen Sie es mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen. Im Ofen backen Schenkel bei 200 Grad in rund 40 bis 45 Minuten goldbraun.
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Inhalt
Was gehört in ein Hähnchengewürz?
Ein gutes Hähnchengewürz setzt auf wenige, kräftige Zutaten. Paprika gibt Farbe und milde Süße, Knoblauch und Zwiebel liefern die herzhafte Basis. Dazu kommen Kräuter wie Thymian, Majoran oder Oregano und etwas schwarzer Pfeffer. Wer mag, ergänzt Chili für Schärfe oder geräucherten Paprika für ein Grillaroma.
Salz gehört in vielen fertigen Mischungen dazu, in selbst gemachten Mischungen ist es sinnvoll, es getrennt zu halten. So können Sie die Salzmenge je nach Gericht anpassen.

Paprika edelsüß färbt die Haut goldbraun und bleibt mild.
Wie mischt man Hähnchengewürz selbst?
Das Grundrezept ergibt etwa 40 Gramm Mischung, genug für vier bis fünf Hähnchen-Gerichte.
- 3 Esslöffel Paprika edelsüß
- 1 Esslöffel Paprika, geräuchert (kann entfallen)
- 1 Esslöffel Knoblauchgranulat
- 1 Esslöffel Zwiebelgranulat
- 2 Teelöffel Thymian oder Majoran
- 1 Teelöffel Oregano
- 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer, gemahlen
- ½ Teelöffel Chilipulver, wer es feurig mag
Mischen Sie alles in einer Schale und füllen Sie es in ein Schraubglas. Die Einzelzutaten finden Sie bei uns zum Beispiel als Paprikapulver, Thymian und Knoblauchgranulat. Wer keine Zeit zum Mischen hat, nimmt unsere Geflügelwürzmischung mit Paprika, Knoblauch, Bockshornklee, Muskatnuss, Petersilie und Majoran.

Für Grillfreunde: Giggerl Queen mit geräucherter Paprika und feiner Schärfe.
Wie würzt man Hähnchenschenkel für den Ofen?
Ofenhähnchenschenkel sind unkompliziert und gelingen fast immer. Für vier Personen brauchen Sie:
- 4 Hähnchenschenkel (Unter- und Oberschenkel)
- 2 Esslöffel Öl
- 1½ Esslöffel Hähnchengewürz (selbst gemischt oder fertig)
- 1 Teelöffel Salz (bei Mischung ohne Salz)
- Vorbereiten: Tupfen Sie die Schenkel mit Küchenpapier trocken. Trockene Haut wird beim Backen knuspriger.
- Würzen: Verrühren Sie Öl, Gewürz und Salz. Reiben Sie die Schenkel gründlich damit ein, auch unter der Haut.
- Ziehen lassen: Lassen Sie das Fleisch abgedeckt im Kühlschrank mindestens eine Stunde ruhen, besser über Nacht.
- Backen: Legen Sie die Schenkel mit der Hautseite nach oben auf ein Blech. Backen Sie sie bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 40 bis 45 Minuten, bis die Haut goldbraun ist.
- Prüfen: Der austretende Fleischsaft sollte klar sein. Mit einem Fleischthermometer messen Sie im Kern mindestens 75 Grad.
Hygiene: Rohes Geflügel ist empfindlich. Halten Sie es getrennt von anderen Lebensmitteln, waschen Sie Hände, Brett und Messer danach mit heißem Wasser und Spülmittel und garen Sie das Fleisch immer vollständig durch.
Wie gelingt ein Hähnchen nach Wiesn-Hendl-Art?
Auf dem Oktoberfest gibt es das „Hendl“, in Österreich und Teilen Bayerns auch „Giggerl“ genannt. Traditionell wird es am Drehspieß gebraten und schlicht gewürzt, meist mit Salz, Pfeffer, Paprika und Butter oder Öl. Die Haut wird dabei braun und knusprig, das Fleisch bleibt saftig.
Ein Hähnchen nach dieser Art gelingt auch im Backofen. Reiben Sie das ganze Hähnchen innen und außen mit der Gewürzmischung ein, geben Sie ein paar Zweige Thymian in die Bauchhöhle und braten Sie es bei 180 bis 200 Grad auf dem Rost, darunter ein Blech für den Saft. Je nach Größe dauert das etwa 70 bis 90 Minuten.
Marks Tipp: Heben Sie die Haut an der Brust vorsichtig mit den Fingern an und verteilen Sie etwas Gewürz-Öl-Mischung darunter. So sitzt die Würze direkt am Fleisch, während die Haut von außen schön bräunen kann.
Welche Gewürzvarianten passen zu Hähnchen?
Hähnchen ist ein vielseitiger Gewürzträger. Mit kleinen Änderungen entstehen ganz verschiedene Richtungen:
- Grillhähnchen: mehr geräucherte Paprika, ein wenig Chili. Passende Mischungen finden Sie bei den Grillgewürzen.
- Mediterran: Rosmarin, Thymian und Zitronenschale
- Orientalisch: Kreuzkümmel, Koriander und etwas Curry, zum Beispiel mit unserer Hausmischung Curry
- Kräuterig: viel Petersilie, Majoran und Knoblauch

Mit etwas Curry wird aus dem Brathähnchen ein orientalisches Gericht.
Wenn Sie Hähnchen in Joghurt oder Öl marinieren, geben Sie das Gewürz direkt in die Marinade. Lassen Sie das Fleisch dann mindestens zwei Stunden durchziehen, bevor Sie es braten oder grillen.
Wann salzt man Hähnchen?
Das hängt vom Gewürz ab. Enthält die Mischung Salz, wie bei den meisten fertigen Würzmischungen, brauchen Sie meist kein zusätzliches Salz. Selbst gemischte Gewürze ohne Salz würzen Sie getrennt. Salzen Sie ganzes Geflügel am besten schon ein bis zwei Stunden vor dem Garen, dann zieht es gleichmäßig ein. Bei Selbstmischungen ohne Salz rechnen Sie mit etwa einem Teelöffel Salz pro Kilo Fleisch.

Knoblauchgranulat verteilt sich gleichmäßig in der Marinade.
Was Sie dafür brauchen
GeflügelwürzmischungGeflügelwürzmischung mit Paprika, Knoblauch und MajoranAnsehen
Giggerl QueenGiggerl Queen mit Paprika und feiner RauchnoteAnsehen
Paprika edelsüßPaprika edelsüß als BasisAnsehen
Curry beste Qualität HausmischungHausmischung Curry für die orientalische VarianteAnsehen
KnoblauchgranulatKnoblauchgranulat für MarinadenAnsehen
ZwiebelgranulatZwiebelgranulat für die herzhafte BasisAnsehenHäufige Fragen
Welches Gewürz eignet sich für Hähnchen?
Paprika, Knoblauch, Thymian, Majoran, Oregano und Pfeffer passen gut. Für Grillaroma nehmen Sie geräucherte Paprika, für Schärfe etwas Chili.
Wie lange sollte Hähnchen mariniert werden?
Mindestens eine Stunde, besser zwei bis zwölf Stunden gekühlt im Kühlschrank. Bei Marinaden mit Säure wie Zitrone oder Joghurt sollten Sie es nicht länger als einen Tag ziehen lassen.
Wie viel Gewürz braucht ein ganzes Hähnchen?
Für ein Hähnchen von 1,2 bis 1,5 Kilo genügen etwa zwei Esslöffel Mischung, mit Öl vermengt und innen wie außen eingerieben.
Was ist der Unterschied zwischen Hähnchengewürz und Geflügelgewürz?
Im Alltag meinen beide meist dasselbe. Geflügelgewürz ist der Oberbegriff für Hähnchen, Pute und Ente. Die Mischungen unterscheiden sich im Detail, enthalten aber meist Paprika, Knoblauch und Kräuter.
Wie wird die Haut besonders knusprig?
Tupfen Sie das Fleisch vor dem Würzen gut trocken und braten Sie die Haut zuerst bei hoher Hitze. Stellen Sie die Schenkel mit der Hautseite nach oben aufs Blech.