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01.11.26

Johannisbeer Früchte schw., 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Schwarze Johannisbeeren: Geschmack, Rezepte und Konfitüre

Das Wichtigste in Kürze

Schwarze Johannisbeeren (Ribes nigrum), in Frankreich und auf Etiketten oft Cassis genannt, schmecken kräftig, herb und säuerlich-fruchtig und haben einen unverwechselbaren Duft. Reif sind sie meist im Juni und Juli. Roh sind sie vielen zu herb, deshalb kommen sie meist gekocht, gezuckert oder getrocknet auf den Tisch: als Konfitüre, Sirup, Kompott, Likör oder im Müsli. Auf dieser Seite finden Sie ein Grundrezept für Konfitüre und Ideen für getrocknete Beeren und Blätter.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Was sind schwarze Johannisbeeren?

Schwarze Johannisbeeren wachsen an einem Strauch, der in vielen Bauerngärten steht. Die kleinen, fast schwarzen Beeren hängen in Trauben und sind innen dunkelrot gefärbt. Sie unterscheiden sich von roten und weißen Johannisbeeren durch ihren viel intensiveren Geschmack und durch den charakteristischen, leicht harzig-würzigen Duft, der auch in den Blättern steckt.

Der Name hat mit dem Johannistag zu tun, dem 24. Juni. Nach einer verbreiteten Erklärung beginnt rund um diesen Tag die Reifezeit der Beeren. Regional kennt man weitere Namen, etwa Albeere oder Bocksbeere. Cassis ist die französische Bezeichnung, die vor allem durch den Likör bekannt wurde.

Wie schmecken schwarze Johannisbeeren?

Kräftig, herb und mit einer deutlichen Säure. Dazu kommt eine fruchtige Tiefe, die an dunkle Beeren erinnert, aber eigenständiger ist als bei Brombeeren oder Heidelbeeren. Frisch gegessen ist das nicht jedermanns Sache. Gekocht und gezuckert wird der Geschmack voller und runder, deshalb verarbeitet man die Beeren gern zu Konfitüre, Gelee, Sirup oder Saft.

Waldbeerentee mit dunklen Beeren, passend zum Geschmack schwarzer Johannisbeeren

Dunkle Beeren in der Tasse: unser Waldbeerentee.

Wie kocht man schwarze Johannisbeerkonfitüre?

Johannisbeeren enthalten von Natur aus viel Pektin, das Geliermittel der Früchte. Deshalb geliert Konfitüre aus schwarzen Johannisbeeren zuverlässig. Das Rezept ergibt etwa vier Gläser mit je 250 ml.

Zutaten:

  • 1 kg schwarze Johannisbeeren, verlesen und entstielt
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • optional: 1 Teelöffel Ceylon-Zimtpulver oder eine halbe aufgeschlitzte Vanilleschote
  1. Beeren vorbereiten: Beeren waschen, abtropfen lassen und von den Stielen zupfen. Die kleinen Blütenansätze dürfen dranbleiben.
  2. Zerdrücken: Die Beeren mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Je nach Vorliebe können Sie sie auch kurz mit dem Stabmixer pürieren, dann wird die Konfitüre feiner.
  3. Zucker zugeben: Mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft in einen großen Topf geben und unter Rühren aufkochen.
  4. Sprudelnd kochen: Nach Packungsangabe des Gelierzuckers sprudelnd kochen und dabei ständig rühren. Meist sind es wenige Minuten.
  5. Gelierprobe: Einen Löffel auf einen kalten Teller geben. Wird die Masse fest, ist die Konfitüre fertig.
  6. Abfüllen: Heiß in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen, sofort verschließen und etwa fünf Minuten auf den Kopf stellen.

Hinweis: Konfitüre kocht spritzend und ist sehr heiß. Stellen Sie die Gläser auf ein Brett oder Tuch und füllen Sie vorsichtig ab. Halten Sie Kinder und Haustiere vom Herd fern.

Wer keine Zeit zum Kochen hat, findet bei uns auch fertige schwarze Johannisbeerkonfitüre, im offenen Kupferkessel gerührt. Mehr Ideen, wie Sie Konfitüre mit Gewürzen verfeinern, finden Sie im Beitrag Marmelade verfeinern.

Was ist Cassis, und wie macht man Cassis-Likör?

Cassis bedeutet nichts anderes als schwarze Johannisbeere. Bekannt ist Crème de Cassis, ein dunkler, süßer Likör aus der französischen Region Burgund. Er ist Zutat im Kir, einem Aperitif aus Weißwein und Cassis, der nach dem Dijoner Bürgermeister Félix Kir benannt wurde.

Wenn Sie selbst einen Likör ansetzen möchten, übergießen Sie 300 g Beeren mit 500 ml Korn oder Wodka, geben 150 g Zucker dazu und lassen den Ansatz vier bis sechs Wochen an einem dunklen Ort ziehen. Danach abseihen und abfüllen. Der Likör ist alkoholhaltig und nur für Erwachsene bestimmt. Das Grundprinzip ist dasselbe wie im Beitrag Kräuterlikör selber machen.

Gefriergetrocknete Sommerbeeren in einer Schale, passend zu schwarzen Johannisbeeren im Müsli

Sommerbeeren: knusprig und bunt, eine Ergänzung zu den dunklen Johannisbeeren.

Was macht man mit getrockneten schwarzen Johannisbeeren?

Getrocknete Johannisbeeren sind ein praktischer Vorrat, wenn die Saison vorbei ist. Sie behalten ihr kräftiges Aroma und sind länger lagerfähig. Das Grundprinzip: Weichen Sie die Beeren ein, dann werden sie saftig und lassen sich vielseitig verwenden.

  • Im Müsli und Joghurt: Am Abend mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und am nächsten Tag weiterverwenden.
  • Als Kompott: Mit etwas Wasser, Zucker und einer Zimtstange weich kochen, zu Grießbrei oder Pfannkuchen servieren.
  • Im Teig: Ein paar Beeren in Rührkuchen, Scones oder Hefezopf mischen.
  • Als Tee: Mit heißem Wasser aufgießen, für ein fruchtig-herbes Getränk, auch kalt.

Wer es bunter mag, mischt sie mit Sommerbeeren oder nimmt unseren Waldbeerentee als Getränk. Weitere Anregungen zu Beeren und Früchten gibt es im Beitrag Aroniabeeren, die ähnlich herb schmecken und ebenfalls dunkel gefärbt sind.

Wofür verwendet man Johannisbeerblätter?

Die Blätter des schwarzen Johannisbeerstrauchs duften nach Cassis und werden traditionell als Tee oder als Aroma für Sirup und Limonade verwendet. In der Küche geben sie Getränken und Süßspeisen eine fruchtig-herbe Note. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag Johannisbeerblätter.

Getrocknete Johannisbeerblätter vom Strauch der schwarzen Johannisbeere mit Cassis-Duft

Johannisbeerblätter duften nach Cassis und passen in Tee und Sirup.

Marks Tipp

Für einen schnellen Sirup kochen Sie 250 g Beeren, 250 ml Wasser und 150 g Zucker etwa zehn Minuten, drücken alles durch ein Sieb und füllen den Saft heiß in eine Flasche. Mit Mineralwasser aufgegossen ist das im Sommer eine feine Erfrischung, und im Winter schmeckt ein Löffel davon im heißen Wasser.

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Häufige Fragen

Kann man schwarze Johannisbeeren roh essen?

Ja, sie sind aber sehr herb und säuerlich. Viele bevorzugen sie leicht gezuckert, im Joghurt oder gekocht. Rote und weiße Johannisbeeren schmecken milder.

Wann ist die Erntezeit für schwarze Johannisbeeren?

Meist Ende Juni bis Juli, je nach Sorte und Lage. Reife Beeren sind tiefschwarz und lösen sich leicht von der Rispe.

Müssen schwarze Johannisbeeren für Konfitüre entstielt werden?

Die Stiele sollten Sie entfernen, sie werden beim Kochen zäh. Am einfachsten geht das mit einer Gabel: Rispe festhalten und die Beeren abstreifen.

Was ist der Unterschied zwischen schwarzen und roten Johannisbeeren?

Schwarze Johannisbeeren sind kräftiger im Geschmack und duften intensiver. Rote sind heller, milder und säuerlicher. Beide wachsen an verwandten, aber verschiedenen Sträuchern.

Wie lange halten selbst gekochte Konfitüren?

Gut verschlossen und kühl gelagert meist ein Jahr oder länger. Angebrochene Gläser gehören in den Kühlschrank und sollten bald verbraucht werden.

Kann man schwarze Johannisbeeren einfrieren?

Ja. Verlesen, waschen, gut abtropfen lassen und lose auf einem Blech vorfrieren, dann in Beutel füllen. So kleben sie nicht zusammen und lassen sich portionsweise entnehmen.