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01.11.26

Erdbeeren, 50 g – Kräuterparadies seit 1887

Trockenfrüchte: Sorten, Verwendung und richtige Lagerung

Das Wichtigste in Kürze

Trockenfrüchte sind Früchte, denen Wasser entzogen wurde, durch Sonne und Luft, schonende Wärme oder Gefriertrocknung. Aroma und Süße werden dadurch konzentrierter, und die Früchte lassen sich lange aufbewahren. Sie passen in Müsli, Porridge, Kuchen, Tee und Salate. Am besten bleiben sie trocken, kühl und gut verschlossen.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was sind Trockenfrüchte?

Trockenfrüchte, auch Trockenobst oder getrocknete Früchte genannt, sind Äpfel, Kirschen, Beeren und andere Früchte, bei denen man das Wasser weitgehend entzogen hat. Die Frucht wird kleiner, fester oder knusprig, und ihr Geschmack tritt stärker hervor. Früher war das schlicht eine Frage des Vorrats: Was im Sommer reif war, sollte auch im Winter noch auf den Tisch kommen.

Bei uns im Kräuterhof haben getrocknete Früchte ihren festen Platz im Regal, von Apfelstücken über Kirschen und Cranberrys bis zu gefriergetrockneten Beeren. Sie sind Zutat für Frühstück, Backen und Tee, aber auch ein kleiner Snack zwischendurch.

Wie werden Früchte getrocknet?

Allen Verfahren ist gemeinsam, dass dem Fruchtfleisch das Wasser entzogen wird. Der Weg dahin unterscheidet sich aber, und er prägt Biss und Aussehen.

Trocknen mit Sonne, Luft und Wärme

Das klassische Verfahren: Die Früchte werden in der Sonne oder in warmer, bewegter Luft getrocknet. Sie bleiben dabei weich, zäh oder leicht ledrig und werden meist dunkler. Unsere Kirschen zum Beispiel sind sonnengetrocknete Süßkirschen ohne Zuckerzusatz. Die Apfelstücke werden schonend getrocknet und sind etwa 1 bis 2 Zentimeter groß geschnitten.

Sonnengetrocknete Kirschen, ein Beispiel für Trockenfrüchte ohne Zuckerzusatz

Sonnengetrocknete Süßkirschen: dunkelrot, weich im Biss und intensiv im Kirscharoma.

Gefriertrocknen

Bei der Gefriertrocknung werden die Früchte zuerst eingefroren. Anschließend entzieht man ihnen unter Vakuum das Wasser. Die Früchte werden dadurch leicht und knusprig, Form und Farbe bleiben weitgehend erhalten. So sind bei uns Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren gefriergetrocknet, einzeln und als Mischung unter dem Namen Sommerbeeren.

Welches Verfahren bei welcher Frucht verwendet wurde, steht auf der jeweiligen Produktseite. Bei Früchten ohne Angabe sprechen wir deshalb nur von „getrocknet“.

Welche Trockenfrüchte gibt es und wie schmecken sie?

Jede Sorte bringt einen eigenen Charakter mit. Diese Früchte führen wir im Sortiment:

  • Apfel: fruchtig, leicht säuerlich und leicht herb. Die handlichen Stücke gehen in Müsli, Porridge und Früchtetee.
  • Kirschen: süß und aromatisch, sonnengetrocknet, ohne Zuckerzusatz.
  • Cranberrys: süß-herb und fruchtig. Unsere Cranberrys enthalten Apfeldicksaft und etwas Sonnenblumenöl, die genaue Zutatenliste steht auf der Produktseite.
  • Heidelbeeren: süß mit leicht herbem Aroma, ein Geschmack, an den sich viele aus Kindertagen erinnern.
  • Weiße Maulbeeren: mild und honigartig süß mit leicht karamelliger Note, weich im Biss. Sie stammen ursprünglich aus China.
  • Aroniabeeren: dunkelviolett und herb-säuerlich. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Aroniabeeren.
  • Gojibeeren: leuchtend rot und fein süß-säuerlich, siehe Gojibeeren.
  • Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren: gefriergetrocknet, knusprig und intensiv fruchtig.

Datteln, Feigen, Aprikosen und Rosinen führen wir derzeit nicht. Für Rezepte, die nach diesen Früchten verlangen, lassen sich Kirschen, Cranberrys oder Apfelstücke oft gut einsetzen, je nachdem, wie süß oder säuerlich das Gericht werden soll.

Getrocknete Heidelbeeren, eine beliebte Sorte unter den Trockenfrüchten

Getrocknete Heidelbeeren: süß, leicht herb und vielseitig im Müsli und Gebäck.

Wie verwendet man Trockenfrüchte in der Küche?

Trockenfrüchte sind ein kleiner Alleskönner. Die wichtigsten Einsatzgebiete:

  • Frühstück: über Müsli, Joghurt oder Quark streuen oder in warmen Haferbrei rühren. Wie Sie sich ein eigenes Müsli zusammenstellen, zeigt unser Ratgeber Müsli selber machen.
  • Backen: in Muffins, Rührkuchen, Plätzchen oder Brot. Hartes, ledriges Trockenobst weichen Sie vorher 15 bis 30 Minuten in warmem Wasser, Saft oder Tee ein, dann bleibt es im Gebäck saftig. Gefriergetrocknete Beeren können Sie ohne Einweichen verwenden.
  • Tee: Apfelstücke und Beeren geben Früchtetee Geschmack, zum Beispiel im Apfeltee.
  • Herzhaft: Cranberrys und Kirschen passen in Reisgerichte, Salate und zu Geflügel.
  • Zum Knabbern: eine kleine Handvoll pur oder gemischt mit Nüssen.

Eine schöne Winterverwendung sind Früchte im Teig, etwa im traditionellen Früchtebrot.

Rezept: Winterporridge mit Apfel und Kirsche

Für 1 Portion, Zubereitung etwa 10 Minuten:

  • 50 g Haferflocken
  • 250 ml Milch oder Pflanzendrink
  • 2 EL getrocknete Apfelstücke
  • 1 EL getrocknete Kirschen
  • 1 Prise Ceylon-Zimt
  • 1 TL Honig oder Ahornsirup (nach Geschmack)
  1. Aufkochen: Haferflocken, Milch und Apfelstücke in einen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen.
  2. Quellen lassen: Bei kleiner Hitze 4 bis 5 Minuten köcheln, bis der Brei cremig ist und die Apfelstücke weich werden.
  3. Verfeinern: Kirschen, Zimt und Honig unterrühren, noch 2 Minuten ziehen lassen und warm servieren.
Gefriergetrocknete Himbeeren als Topping auf Müsli und Porridge

Gefriergetrocknete Himbeeren als knuspriges Topping, das Sie erst kurz vor dem Servieren darüberstreuen.

Marks Tipp: Streuen Sie gefriergetrocknete Beeren erst ganz zum Schluss über Joghurt, Porridge oder Bowls. So bleiben sie knusprig. Wer sie lieber weich mag, lässt sie ein paar Minuten in der Schüssel ziehen.

Wie lagert man Trockenfrüchte richtig?

Trockenfrüchte mögen es trocken, kühl und dunkel. Bewahren Sie sie in einer gut schließenden Dose, einem Schraubglas oder in der Originalverpackung mit Verschluss auf, am besten im Vorratsschrank und nicht neben dem Herd.

Gefriergetrocknete Früchte ziehen besonders leicht Feuchtigkeit aus der Luft und verlieren dann ihre Knusprigkeit. Verschließen Sie die Packung deshalb nach dem Öffnen sofort wieder. Das Mindesthaltbarkeitsdatum finden Sie auf der Verpackung.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen getrockneten und gefriergetrockneten Früchten?

Getrocknete Früchte verlieren ihr Wasser durch Sonne, Luft oder Wärme und sind danach weich bis zäh. Bei gefriergetrockneten Früchten wird das Wasser im gefrorenen Zustand unter Vakuum entzogen. Sie sind leicht und knusprig und behalten Form und Farbe weitgehend.

Muss man Trockenfrüchte einweichen?

Zum Naschen oder fürs Müsli nicht. Fürs Backen weichen Sie feste Trockenfrüchte 15 bis 30 Minuten in warmem Wasser, Saft oder Tee ein, dann bleiben sie im Teig saftig. Gefriergetrocknete Beeren verwenden Sie direkt.

Warum schmecken Trockenfrüchte intensiver als frische?

Beim Trocknen verschwindet das Wasser, und Aroma und Süße sind in weniger Fruchtmasse zusammengedrängt. Die Frucht schmeckt dadurch kräftiger, bei Beeren auch säuerlicher oder herber.

Wie lange sind Trockenfrüchte haltbar?

Das hängt von Sorte und Verpackung ab, das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Packung. Trocken, kühl, dunkel und gut verschlossen gelagert, halten sie Aroma und Biss am längsten.

Kann man Trockenfrüchte selbst herstellen?

Ja, zum Beispiel Apfelringe im Dörrautomat oder im Backofen bei niedriger Temperatur, etwa 60 bis 70 Grad Umluft, mehrere Stunden und mit einem Holzlöffel in der Ofentür für den Dampfabzug. Lassen Sie den Ofen dabei nicht unbeaufsichtigt.