Das Wichtigste in Kürze
Vanillekipferl sind Halbmonde aus Mürbteig mit gemahlenen Mandeln. Für etwa 50 Stück brauchen Sie 250 g Mehl, 200 g Butter, 100 g Mandeln, 80 g Puderzucker, ein Eigelb und Vanille. Der Teig kühlt eine Stunde, gebacken wird bei 170 °C etwa 10 bis 12 Minuten. Noch lauwarm werden die Kipferl in Vanille-Puderzucker gewälzt.
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Inhalt
Was sind Vanillekipferl und woher kommen sie?
Vanillekipferl sind kleine, halbmondförmige Plätzchen aus Mürbteig mit gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen. Nach dem Backen werden sie noch lauwarm in Vanille-Puderzucker gewälzt. Sie zerfallen auf der Zunge und duften nach Butter und Vanille. „Kipferl“ ist ein bairisch-österreichisches Wort für Hörnchen.
Wo das Gebäck genau herkommt, ist nicht sicher belegt. Meist werden Wien und Böhmen genannt, heute gehören Vanillekipferl in Österreich, Bayern und weit darüber hinaus zu den Klassikern jeder Weihnachtsbäckerei. Weitere Plätzchen für die Dose finden Sie in unserem Überblick zu Weihnachtsplätzchen.
Wie macht man Vanillekipferl? Das klassische Rezept
Das Rezept ergibt etwa 50 Kipferl. Planen Sie eine Stunde Kühlzeit für den Teig ein, die reine Arbeitszeit ist überschaubar.
Zutaten für den Teig:
- 250 g Mehl
- 200 g kalte Butter in Stücken
- 100 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
- 80 g Puderzucker
- 1 Eigelb
- Mark von einer halben Vanilleschote
- 1 Prise Salz
Zum Wälzen:
- 100 g Puderzucker
- 2 EL Vanillezucker
- Teig kneten: Mehl, Mandeln, Puderzucker, Salz und Vanillemark auf der Arbeitsfläche mischen. Butter und Eigelb dazugeben und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten.
- Kühlen: Den Teig in Folie wickeln und mindestens eine Stunde kalt stellen. Er lässt sich dann leichter formen.
- Formen: Walnussgroße Stücke abnehmen, zu fingerdicken Rollen von etwa 5 cm formen, die Enden etwas dünner ausdrehen und zu Halbmonden biegen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
- Backen: Bei 170 °C Ober- und Unterhitze (Umluft etwa 150 °C) 10 bis 12 Minuten backen, bis die Ränder hell goldgelb sind. Die Kipferl sollen kaum Farbe nehmen.
- Wälzen: Puderzucker und Vanillezucker mischen. Die Kipferl einige Minuten abkühlen lassen, noch lauwarm vorsichtig darin wenden und auf einem Gitter auskühlen lassen. Wer mag, wälzt ein zweites Mal.

Vanillepulver lässt sich leicht in den Teig oder in den Puderzucker mischen.
Marks Tipp
Die Kipferl brechen im warmen Zustand leicht. Heben Sie sie mit einem breiten Pfannenwender vom Blech und warten Sie, bis sie lauwarm sind. Übrigens: Für Zimtsterne brauchen Sie Eiweiß, für die Kipferl Eigelb. Die Reste passen also perfekt zusammen, das Rezept finden Sie bei den Zimtsternen.
Welche Vanille gehört in Vanillekipferl?
Am feinsten wird das Aroma mit dem Mark einer echten Vanilleschote. Die Schote schlitzen Sie der Länge nach auf und schaben die schwarzen Samen mit der Messerspitze heraus. Als Bourbon-Vanille bezeichnet man Vanille der Art Vanilla planifolia aus Anbaugebieten im Indischen Ozean, vor allem aus Madagaskar. Die Orchidee wird dort von Hand bestäubt, was die Schoten zu einem teuren Gewürz macht. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Vanille.
Es geht auch einfacher: Vanillepulver aus gemahlener Schote verteilt sich gleichmäßig im Teig, und Vanillezucker mit echter Vanille eignet sich zum Wälzen. Achten Sie auf die Bezeichnung. Vanillezucker enthält echte Vanille, Vanillinzucker nur den Aromastoff Vanillin.

Zum Wälzen der Kipferl: Vanillezucker mit echter Bourbon-Vanille.
Vanillezucker selbst machen
Geben Sie die ausgekratzte Schote in ein Schraubglas mit 200 g Zucker, verschließen Sie es und lassen Sie es ein bis zwei Wochen durchziehen. Gelegentlich schütteln. Der Zucker nimmt das Aroma auf, und Sie können ihn nach und nach verbrauchen und das Glas wieder auffüllen.
Warum zerfallen Vanillekipferl oder werden hart?
Mürbteig mag es kühl und kurz. Das erklärt die meisten Pannen:
- Der Teig bröselt beim Formen: Er ist zu kalt oder zu trocken. Kneten Sie ihn kurz mit den Händen durch, bis er geschmeidig wird. Bleibt er bröselig, geben Sie einen Teelöffel kalte Milch dazu.
- Die Kipferl laufen auseinander: Die Butter war zu warm. Stellen Sie das geformte Blech vor dem Backen zehn Minuten kalt.
- Sie werden braun und hart: Die Backzeit war zu lang. Vanillekipferl dürfen nur hell backen und sind direkt nach dem Backen noch weich.
- Der Zucker haftet nicht: Die Kipferl waren zu kalt oder zu warm. Lauwarm haftet der Puderzucker gut.
Als Variante können Sie eine Messerspitze Ceylon-Zimt in den Teig geben. Er schmeckt mild und lässt die Vanille nicht untergehen.

Eine Messerspitze Ceylon-Zimt gibt dem Teig eine weiche, warme Note.
Wie lange halten Vanillekipferl und wie lagert man sie?
In einer gut schließenden Blechdose, kühl und dunkel gelagert, bleiben Vanillekipferl zwei bis drei Wochen frisch. Legen Sie Backpapier zwischen die Lagen. Packen Sie sie nicht mit stark duftenden Plätzchen wie Lebkuchen zusammen, sonst nehmen sie fremde Aromen an. Wer früh anfängt, kann den fertigen Teig auch einfrieren und erst kurz vor Weihnachten backen.
Was Sie dafür brauchen
Vanilleschoten BourbonBourbon-Vanille aus Madagaskar, das Mark für Teig und VanillezuckerAnsehen
Vanille Pulver Bourbon MadagaskarGemahlene Vanille, einfach in Teig und Zucker zu mischenAnsehen
Sternen-VanillezuckerRohrohrzucker mit echter Bourbon-Vanille zum WälzenAnsehen
Zimtpulver Ceylon 1 AMilder Ceylon-Zimt für eine zarte VarianteAnsehenHäufige Fragen
Welche Mandeln sind besser für Vanillekipferl?
Beides funktioniert. Gemahlene Mandeln schmecken feiner und heller, Haselnüsse etwas kräftiger und nussiger. Viele nehmen halb und halb. Die Nüsse sollten frisch sein, denn ältere schmecken schnell leicht ranzig.
Wie viel Vanille braucht man für Vanillekipferl?
Für die Menge im Rezept genügt das Mark einer halben Vanilleschote. Alternativ nehmen Sie ein bis zwei Messerspitzen Vanillepulver. Zum Wälzen mischen Sie den Puderzucker mit Vanillezucker.
Kann man Vanillekipferl einfrieren?
Ja. Den ungebackenen Teig können Sie portionsweise einfrieren und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Auch fertige Kipferl lassen sich einfrieren, vorzugsweise noch ungezuckert. Gewälzt wird erst nach dem Auftauen.
Was ist der Unterschied zwischen Vanillezucker und Vanillinzucker?
Vanillezucker enthält gemahlene echte Vanille oder Vanilleextrakt. Vanillinzucker ist mit dem Aromastoff Vanillin aromatisiert. Die Zutatenliste auf der Packung gibt Auskunft.
Muss der Teig wirklich kühlen?
Ja, mindestens eine Stunde. Die Butter wird wieder fest, der Teig lässt sich formen und die Kipferl behalten beim Backen ihre Gestalt.