Das Wichtigste in Kürze
Furikake ist ein trockenes japanisches Topping für Reis aus Sesam, Salz, Zucker und meist zerbröselten Nori-Algenflocken. Sie mischen es in 10 Minuten selbst: Sesam trocken rösten, abkühlen lassen und mit Salz und den übrigen Zutaten vermengen. Nori führen wir nicht, ohne sie schmeckt es nussig.
Lesezeit: etwa 5 Minuten
Inhalt
Was ist Furikake?
Furikake ist ein japanisches Reis-Topping aus trockenen, krümeligen Zutaten, die über Reis gestreut werden. Der Name leitet sich vom Verb furikakeru ab, „darüberstreuen“. Meist besteht es aus Sesam, Salz, etwas Zucker und getrockneten Algenflocken, oft ergänzt um Fischflocken, Eigelb, Shiso oder Gemüse.
In Japan steht Furikake in kleinen Streuern auf dem Frühstückstisch und im Bentō, der Lunchbox. Es macht aus einer Schale weißem Reis in Sekunden ein vollständiges Gericht mit Biss und Würze. Furikake lässt sich ohne großen Aufwand selbst mischen, und genau darum geht es hier.
Was steckt in Furikake?
Es gibt unzählige Sorten, die Grundbausteine sind aber ähnlich:
- Sesam: hell, schwarz oder gemischt, geröstet. Er liefert Röstaroma und Biss.
- Nori: getrocknete, geröstete Algenblätter, zerbröselt. Sie geben den typischen Meeresgeschmack.
- Salz: meist feines Meersalz oder Fleur de Sel.
- Zucker: eine kleine Prise für die Balance.
- Optional: Bonitoflocken (Katsuobushi), Shiso, Eigelbpulver, Chili, Wasabi oder Orangenschale.
Ehrlich gesagt: Nori führen wir nicht in unserem Sortiment. Sie bekommen die Blätter in Asialäden und gut sortierten Supermärkten. Mit dem Rezept unten gelingt Furikake aber auch ohne Nori, dann steht der Sesam im Mittelpunkt, was dem sogenannten Gomashio (Sesamsalz) nahekommt.

Schwarzer Sesam gibt Furikake Farbe und Röstaroma.
Furikake selber machen: Rezept
Selbstgemachtes Furikake ist in zehn Minuten fertig und hält sich in einem verschlossenen Glas einige Wochen. Das Rezept ergibt etwa 6 Esslöffel.
Zutaten
- 3 EL Sesamkörner natur
- 1 EL Sesamkörner schwarz
- 2 Blätter Nori (selbst besorgt), zerbröselt, oder weglassen
- 1 TL Fleur de Sel oder feines Meersalz
- 1 TL Zucker
- 1/2 TL geschrotete Chilis oder Togarashi (nach Geschmack)
- Sesam rösten: Beide Sesamsorten in einer trockenen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten rösten. Dabei ständig schwenken, bis es duftet und die hellen Körner leicht gold werden. Nicht unbeaufsichtigt lassen, Sesam verbrennt schnell.
- Abkühlen: Auf einem Teller ausbreiten und vollständig abkühlen lassen.
- Nori zerkleinern: Die Blätter zwischen den Fingern zu kleinen Flocken zerbröseln oder mit der Schere in feine Streifen schneiden.
- Mischen: Sesam, Nori, Salz, Zucker und Chili vermengen. Wer mag, zerdrückt einen Teil des Sesams leicht im Mörser, das setzt mehr Aroma frei.
- Abfüllen: In ein trockenes, luftdichtes Glas geben und dunkel aufbewahren.
Marks Tipp: Füllen Sie das Glas erst, wenn alles ganz kalt ist. Sonst bildet sich Feuchtigkeit und die Mischung wird weich. Eine Prise Orangenschale oder Togarashi macht aus der Grundmischung schnell eine eigene Hausmischung.

Fleur de Sel: feines Salz für das Topping.
Wie verwendet man Furikake?
Furikake kommt immer zum Schluss auf das Gericht, damit es knusprig bleibt.
- Reis: frisch gekochten Reis in der Schale mit einem Löffel Furikake bestreuen.
- Onigiri: unter den Reis mischen, bevor die Reisbällchen geformt werden.
- Eier: über Spiegelei, Rührei oder Omelett.
- Avocado und Tofu: auf Avocadobrot, gebratenem Tofu oder Salat.
- Gemüse und Suppe: über gedämpften Brokkoli, Gurke oder Misosuppe.
- Snacks: auf Popcorn, Kartoffelchips oder gebuttertem Toast.
Wenn Sie es schärfer mögen, streuen Sie zusätzlich Cayennepfeffer oder unsere Japanische Togarashi Gewürzmischung dazu. Einen Überblick über Salze finden Sie in unserem Beitrag zu Salzsorten, und eigene Würzsalze beschreibt der Beitrag Kräutersalz selber machen.

Togarashi passt als Würze zu selbst gemachtem Furikake.
Welche Varianten gibt es?
Sobald die Grundmischung steht, können Sie sie abwandeln. Das sind bewährte Ideen:
- Zitrus: eine Prise fein geriebene Zitronen- oder Orangenschale.
- Scharf: geschrotete Chilis oder Togarashi.
- Kräuter: getrocknete Petersilie oder Schnittlauch.
- Rauchig: eine Prise geräuchertes Paprikapulver.
- Ohne Zucker: weglassen, dann schmeckt es salziger und strenger.
Wie lange hält Furikake?
Selbstgemischtes Furikake ohne Fischzutaten hält sich in einem gut verschlossenen Glas, trocken und dunkel, mehrere Wochen. Geröstet duftet der Sesam am besten frisch, mit der Zeit lässt das Aroma nach und das Öl im Sesam kann leicht ranzig riechen. Mischen Sie daher lieber kleinere Mengen. Riecht das Furikake muffig oder ranzig, werfen Sie es weg.
Nehmen Sie immer einen trockenen Löffel, damit keine Feuchtigkeit ins Glas kommt.
Was Sie dafür brauchen
Sesamkörner naturNatursesam, die Basis, vor dem Mischen röstenAnsehen
Sesamkörner schwarzSchwarzer Sesam für Farbe und KontrastAnsehen
Fleur de Sel Costa DoradaFleur de Sel für das feine SalzAnsehen
Japanische Togarashi GewürzmischungTogarashi als Würze obendraufAnsehen
Chilis geschrotet 15 % SamenGeschrotete Chilis für SchärfeAnsehen
OrangenschalenOrangenschalen als fruchtige NoteAnsehenPassend dazu: Sesam
Häufige Fragen
Was bedeutet Furikake?
Der Name kommt vom japanischen Verb furikakeru und bedeutet „darüberstreuen“. Furikake ist ein trockenes Topping für Reis.
Woraus besteht Furikake?
Meist aus Sesam, Nori-Flocken, Salz und Zucker. Dazu kommen je nach Sorte Fischflocken, Shiso, Ei, Chili oder Gemüse.
Kann man Furikake ohne Nori machen?
Ja. Dann besteht es vor allem aus geröstetem Sesam, Salz und einer Prise Zucker. Es schmeckt nussig statt nach Meer. Nori führen wir nicht, Sie bekommen sie im Asialaden.
Wie röstet man Sesam?
In einer trockenen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten unter ständigem Schwenken, bis er duftet. Danach sofort auf einen Teller geben.
Ist Furikake vegan?
Das hängt von der Mischung ab. Rezepte mit Sesam, Nori, Salz und Zucker sind vegan, Fertigmischungen enthalten oft Fischflocken oder Eipulver. Lesen Sie die Zutatenliste.
Wozu passt Furikake außer Reis?
Zu Eiern, Avocado, Tofu, Suppe, gedämpftem Gemüse, Nudeln und Popcorn.