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01.11.26

Ingwerwurzel Pulver, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Pepparkakor: Schwedische Pfefferkuchen backen

Das Wichtigste in Kürze

Pepparkakor sind dünne, knusprige schwedische Pfefferkuchen mit Zimt, Ingwer und Nelken. Der Teig ruht über Nacht im Kühlschrank, wird messerrückendünn ausgerollt und bei 175 °C nur 5 bis 8 Minuten gebacken. In Schweden gehören sie zum Advent und zum Luciafest, außerdem bauen viele daraus ein Pfefferkuchenhaus.

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Was sind Pepparkakor?

Pepparkakor heißen wörtlich „Pfefferkuchen“. Gemeint ist ein schlankes, kräftig gewürztes Plätzchen, das mit Ausstechern in Herzen, Sterne, Ziegen oder kleine Männchen verwandelt wird. Mit einem Lebkuchen nach deutscher Art haben sie wenig gemein: Es gibt weder Nüsse noch Honig oder Oblate, dafür viel Gewürz und einen dünnen, knackigen Biss.

In Schweden stehen Pepparkakor von Ende November an in jedem Haushalt bereit, zum Kaffee, zum Glögg oder zum Käse. Auch am Luciamorgen gehören sie dazu, wie Sie im Beitrag zum Luciafest nachlesen können.

Zimtpulver Ceylon in einer Schale für Pepparkakor, schwedische Pfefferkuchen

Zimt ist die Basis: mild und fein aus Ceylon.

Welche Gewürze gehören in Pepparkakor?

Die klassische Würzung besteht aus drei Gewürzen: Zimt, Ingwer und Nelken. Viele Familien ergänzen eine Prise Kardamom oder etwas fein geriebene Orangenschale. Auch ein Hauch gemahlener schwarzer Pfeffer hat seinen Reiz, er unterstreicht den Namen und gibt den Plätzchen einen leichten Nachgeschmack.

Wir empfehlen Zimtpulver aus Ceylon-Zimt. Es ist milder als Cassia und enthält deutlich weniger Cumarin, was bei Gebäck mit viel Zimt ein Argument ist. Ingwer und Nelken nehmen Sie als Pulver, damit der Teig glatt bleibt. Wenn Sie lieber eine fertige Mischung verwenden, finden Sie im Ratgeber zum Lebkuchengewürz mehr dazu.

Nelken Pulver aus Madagaskar für Pepparkakor

Nelkenpulver: wenig davon prägt das ganze Plätzchen.

Schwarzer Pfeffer gemahlen für schwedische Pfefferkuchen

Eine Prise Pfeffer gibt den Pepparkakor Charakter.

Wie backt man Pepparkakor? Das Rezept

Das Rezept ergibt etwa 60 kleine Plätzchen. Planen Sie die Ruhezeit des Teiges über Nacht ein.

Zutaten:

  • 150 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 100 ml hellen Zuckersirup (Zuckerrübensirup oder Invertzuckersirup)
  • 1 Ei
  • 450 g Weizenmehl Type 550, plus Mehl zum Ausrollen
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Ceylon-Zimtpulver
  • 2 TL Ingwerpulver
  • 1 TL Nelkenpulver
  • 1 Prise gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  1. Teig rühren: Butter und Zucker cremig rühren. Sirup und Ei zugeben und kurz unterrühren.
  2. Mehl und Gewürze: Mehl, Backpulver, Gewürze und Salz mischen, esslöffelweise unter die Butter-Masse kneten, bis ein fester, glatter Teig entsteht.
  3. Ruhen lassen: Den Teig in Folie wickeln und mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
  4. Dünn ausrollen: Den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig portionsweise auf bemehlter Fläche etwa 2 mm dünn ausrollen und Formen ausstechen.
  5. Backen: Die Plätzchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 5 bis 8 Minuten backen. Sie werden erst beim Abkühlen richtig knusprig.

Die Plätzchen halten sich in einer gut schließenden Blechdose mehrere Wochen knusprig. Falls sie weich werden, legen Sie sie kurz bei 120 °C in den Ofen.

Wie werden Pepparkakor so dünn und knusprig?

Das Geheimnis ist die Kälte. Der Teig lässt sich am besten verarbeiten, wenn er gut durchgekühlt ist. Rollen Sie immer nur eine Portion aus und lassen Sie den Rest im Kühlschrank. Bemehlen Sie die Fläche sparsam, sonst werden die Plätzchen trocken. Praktisch ist beim Ausrollen auch Backpapier unter und über dem Teig.

Schneiden Sie mit scharfen Ausstechern und lösen Sie die Formen mit einem schmalen Messer. Für Fensterbilder oder Baumschmuck stechen Sie mit einem Strohhalm ein Loch hinein, bevor die Plätzchen in den Ofen kommen.

Kardamom ganz, Kapseln, als Option für Pepparkakor

Eine Prise Kardamom ist in Schweden eine beliebte Ergänzung.

Marks Tipp

„Mischen Sie die Gewürze am Vorabend mit dem Mehl. So verteilen sie sich gleichmäßig, und Sie sparen morgens einen Handgriff. Und wer mag, gibt einen Teelöffel fein abgeriebene Orangenschale dazu.“

Kann man aus Pepparkakor ein Pfefferkuchenhaus bauen?

Ja, das ist in Schweden ein beliebter Adventsbrauch: das Pepparkakshus. Sie backen dafür dieselben Teigplatten, nur etwas dicker (etwa 4 bis 5 mm), und schneiden vorher Wände und Dach nach einer Papierschablone zu. Zusammengeklebt wird mit geschmolzenem Zucker oder mit Zuckerguss aus Puderzucker und Eiweiß. Verziert wird nach Belieben mit Zuckerguss und Süßigkeiten.

Für ein Haus eignet sich derselbe Teig. Backen Sie die Teile 10 bis 12 Minuten, bis sie fest sind, und lassen Sie sie vor dem Bauen vollständig auskühlen.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen

Was bedeutet Pepparkakor?

Pepparkakor ist schwedisch und heißt „Pfefferkuchen“. Die Einzahl lautet pepparkaka. Gemeint sind dünne, knusprige Gewürzplätzchen, die vor allem im Advent gebacken werden.

Worin unterscheiden sich Pepparkakor von deutschem Lebkuchen?

Pepparkakor sind dünn, knusprig und enthalten weder Nüsse noch Honig oder Oblate. Lebkuchen sind dicker, weich und oft mit Nüssen oder Mandeln gebacken. Beide Gebäcke haben aber Gewürze wie Zimt und Nelken gemeinsam.

Welchen Sirup nehme ich für Pepparkakor?

Hellen Zuckerrübensirup oder Invertzuckersirup. In Schweden verwendet man häufig hellen Sirup, den es bei uns als Zuckerrübensirup im Supermarkt gibt. Dunkler Sirup macht die Plätzchen kräftiger im Geschmack.

Warum muss der Teig über Nacht ruhen?

Der Teig wird dadurch fester und lässt sich viel dünner ausrollen. Außerdem können die Gewürze richtig durchziehen. Das Ergebnis sind knusprigere Plätzchen mit rundem Aroma.

Wie lange sind Pepparkakor haltbar?

In einer gut schließenden Blechdose bleiben sie mehrere Wochen knusprig. Legen Sie ein Stück Backpapier zwischen die Lagen, damit nichts verklebt.

Zu welchem Anlass isst man Pepparkakor?

In Schweden im Advent, zum Glögg und zum Luciafest. Viele hängen sie auch als Schmuck an den Weihnachtsbaum oder bauen ein Pfefferkuchenhaus.