Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Ausgewählte Lieferanten & kleine Ernten
Handverlesene Premium-Qualität
Schneller Versand mit DHL

01.11.26

Pfeffer schwarz gemahlen, 50 g – Kräuterparadies seit 1887

Pfeffernüsse: Rezept mit Pfeffer, Piment und Anis

Das Wichtigste in Kürze

Pfeffernüsse sind kleine, runde Lebkuchenkugeln mit Zuckerguss. Für etwa 40 Stück brauchen Sie 250 g Mehl, 100 g Mandeln, 150 g Zucker, 2 Eier, Honig und Gewürze wie Zimt, Piment, Anis und eine Prise Pfeffer. Der Teig ruht eine Stunde, gebacken wird bei 170 °C etwa 12 bis 15 Minuten.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was sind Pfeffernüsse und warum heißen sie so?

Pfeffernüsse sind kleine, runde Gebäckkugeln aus würzigem Lebkuchenteig, oft mit einem dünnen Zuckerguss überzogen. Sie sind klein, etwa 2,5 cm groß, innen weich und außen leicht fest. Beliebt sind sie vor allem in Norddeutschland. Verwandte Gebäcke gibt es als Pebernødder in Dänemark und als Pepernoten in den Niederlanden, wo sie zum Nikolausfest gehören.

Mit der Nuss hat der Name wenig zu tun, sie bezieht sich auf die Form. Bei „Pfeffer“ lohnt der Blick in die Geschichte: Im Mittelalter war Pfeffer ein Sinnbild für teure Gewürze überhaupt. Auch Lebkuchen hießen früher Pfefferkuchen und trugen ihre Gewürze im Namen. Ob schwarzer Pfeffer tatsächlich drinsteckte, hing vom Rezept ab. Heute gehört meist eine kleine Prise dazu.

Wie backt man Pfeffernüsse? Rezept mit Pfeffer, Piment und Anis

Das Rezept ergibt etwa 40 Pfeffernüsse. Der Teig ist klebrig, mit feuchten Händen lässt er sich gut zu Kugeln rollen.

Zutaten für den Teig:

  • 2 Eier
  • 150 g brauner Zucker
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 250 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Schale von einer halben unbehandelten Zitrone

Gewürze:

  • 1½ TL Ceylon-Zimtpulver
  • ½ TL Nelken, gemahlen
  • ½ TL Piment, gemahlen
  • ½ TL Anis, gemahlen
  • ½ TL Kardamom, gemahlen
  • ¼ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ¼ TL Muskatnusspulver

Für den Guss: 150 g Puderzucker und 2 bis 3 EL Zitronensaft.

  1. Eier schlagen: Eier mit Zucker und Honig drei bis vier Minuten schaumig rühren.
  2. Teig bereiten: Mehl, Mandeln, Backpulver, Salz und alle Gewürze mischen und mit der Zitronenschale unter die Eiermasse rühren. Der Teig ist zunächst weich.
  3. Ruhen lassen: Die Schüssel abdecken und den Teig mindestens eine Stunde kalt stellen. Er wird dann fester.
  4. Formen: Mit nassen Händen Kugeln von etwa 2,5 cm Durchmesser rollen und mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
  5. Backen: Bei 170 °C Ober- und Unterhitze 12 bis 15 Minuten backen. Die Kugeln sollen hell bleiben und innen weich.
  6. Glasieren: Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren. Die ausgekühlten Pfeffernüsse hineintauchen oder dünn bestreichen und auf einem Gitter trocknen lassen.
Ganzer Piment, auch Nelkenpfeffer genannt, für Pfeffernüsse

Piment (Nelkenpfeffer): würzig, leicht pfeffrig und ein Klassiker im Lebkuchenteig.

Marks Tipp

Gemahlenes Gewürz verliert schnell an Duft. Mahlen Sie Piment, Nelken und Anis kurz vor dem Backen frisch, in einer Gewürzmühle oder im Mörser. Der Unterschied ist deutlich zu schmecken.

Welche Gewürze gehören in Pfeffernüsse?

Das Rezept oben ist ein Grundrezept. Wer es einfach mag, nimmt stattdessen 2 gestrichene Teelöffel fertiges Lebkuchengewürz, das Zimt, Nelken, Piment und weitere Gewürze enthält. Mehr zur Mischung steht im Ratgeber Lebkuchengewürz.

  • Piment schmeckt nach Nelke, Zimt und Muskat zugleich und trägt die Würze. Mehr dazu im Ratgeber Piment.
  • Anis bringt eine süßliche, leicht lakritzartige Note.
  • Schwarzer Pfeffer gibt eine feine Schärfe im Hintergrund. Es genügt eine Prise. Welche Sorten es gibt, lesen Sie im Ratgeber Pfeffersorten.
  • Nelke ist sehr kräftig, nehmen Sie sie sparsam.
Anissamen ganz, ein Gewürz für Pfeffernüsse

Anissamen: süßlich und warm, in Pfeffernüssen sparsam eingesetzt.

Ganze Gewürznelken für Pfeffernüsse und andere Lebkuchengewürze

Nelken: kräftig, deshalb nur in kleinen Mengen.

Wie gelingt der Zuckerguss für Pfeffernüsse?

Der klassische Guss besteht aus Puderzucker und Zitronensaft. Rühren Sie ihn zunächst dick an und geben Sie tropfenweise Flüssigkeit dazu, bis er zähflüssig vom Löffel läuft. Wird er zu dünn, sieht er durchsichtig aus, wird er zu dick, entstehen Klumpen.

Tauchen Sie die Kugeln mit der Oberseite ein, streichen Sie überschüssigen Guss am Rand ab und lassen Sie die Pfeffernüsse auf einem Gitter trocknen. Das dauert je nach Raum ein bis zwei Stunden. Vor dem Einpacken müssen sie ganz trocken sein, sonst kleben sie in der Dose zusammen.

Ceylon-Zimtpulver für Pfeffernüsse in einer kleinen Schale

Ceylon-Zimt: mild und fein, ideal im Teig von Pfeffernüssen.

Wie lange sind Pfeffernüsse haltbar?

In einer gut schließenden Blechdose, kühl und dunkel gelagert, halten sich Pfeffernüsse etwa drei bis vier Wochen. Sie werden dabei weicher und aromatischer. Zu trocken geworden? Eine Apfelspalte in der Dose macht sie wieder weicher. Wechseln Sie die Spalte alle paar Tage. Weitere Gebäcksorten finden Sie in unserem Überblick zu Weihnachtsplätzchen.

Was Sie dafür brauchen

Alle Einzelgewürze ansehen

Häufige Fragen

Sind Pfeffernüsse scharf?

Nein. Der Pfeffer und das Piment im Teig geben eine feine Würze, aber keine Schärfe wie ein Pfeffergericht. Wer es noch milder mag, lässt den schwarzen Pfeffer weg.

Wie viel Pfeffer kommt in Pfeffernüsse?

Eine Prise genügt, im Rezept etwa ein Viertel Teelöffel auf die gesamte Menge. Der Pfeffer soll nur im Hintergrund mitspielen.

Sind Pfeffernüsse und Lebkuchen dasselbe?

Beide gehören zur Lebkuchen-Familie. Pfeffernüsse sind klein, rund und meist mit Zuckerguss, Lebkuchen sind größer, oft flach und manchmal auf Oblaten gebacken.

Muss man Pfeffernüsse vor dem Essen durchziehen lassen?

Frisch gebacken schmecken sie gut, nach einigen Tagen in der Dose aber runder. Die Gewürze verbinden sich dann besser.

Welche Alternative gibt es zu Mandeln?

Gemahlene Haselnüsse passen ebenso gut und geben einen nussigeren Geschmack. Die Menge bleibt gleich.