Das Wichtigste in Kürze
Rosenkekse sind Ausstechplätzchen, deren Teig mit Rosenblütenpulver und Vanille aromatisiert wird. Unser Originalrezept nennt 300 g Mehl, 80 g feinen Zucker, 20 g Rosenblütenpulver, 5 bis 6 g Vanillepulver, 1 Ei und Butter. Der Teig ruht eine Stunde kühl, wird dünn ausgerollt, ausgestochen und 12 bis 15 Minuten auf mittlerer Schiene gebacken. Verwenden Sie nur lebensmitteltaugliche, getrocknete Rosenblüten und keine Rosen aus dem Blumenstrauß.
Lesezeit: etwa 5 Minuten
Inhalt
Was sind Rosenkekse?
Rosenkekse sind Plätzchen mit einem zarten, blumigen Duft. Statt der üblichen Weihnachtsgewürze bringt hier fein gemahlenes Rosenblütenpulver das Aroma in den Teig, Vanille rundet es weich ab. Das Ergebnis schmeckt fein nach Butterkeks mit einer feinen Rosennote und sieht auf jedem Plätzchenteller besonders aus.
Bei uns im Kräuterhof lieben wir Rosen. Die zarten Blüten stecken in vielen unserer Teemischungen, und als einzelne Blüten verwenden wir sie gern zum Dekorieren, etwa in einem Glas Sekt oder auf einer Torte. Die Rosenkekse sind die Brücke zwischen beidem: ein Gebäck, das nach Rosengarten duftet und dabei ganz einfach zu backen ist.
Wer die Klassiker der Weihnachtsbäckerei sucht, findet sie im Ratgeber Weihnachtsgewürze. Rosenkekse sind die blumige Ergänzung dazu.

Getrocknete Blüten der Essigrose: schön zum Dekorieren und als Pulver zum Backen.
Welche Rosenblüten darf man zum Backen verwenden?
Für Gebäck eignen sich nur Rosenblüten, die als Lebensmittel angeboten werden. Unsere Rosenblüten, Rosenknospen und unser Rosenpulver stammen von der Essigrose (Rosa gallica), einer alten Rosenart mit kräftig gefärbten, duftenden Blüten.
Rosen aus dem Blumenladen oder aus dem Strauß gehören nicht in den Teig. Sie werden meist für die Vase gezogen und nicht für den Verzehr. Auch Rosen aus dem eigenen Garten sollten Sie nur verwenden, wenn Sie genau wissen, dass sie unbehandelt sind.
Mehr über die Rose, ihre Sorten und ihre Geschichte lesen Sie im Ratgeber Rosenblüten. Welche anderen Blüten in der Küche verwendet werden, erklärt der Ratgeber essbare Blüten.
Rosenkekse backen: Rezept mit Rosenblütenpulver
Zutaten
- 300 g Mehl
- 80 g feiner Zucker
- 20 g Rosenblütenpulver
- 5 bis 6 g Vanillepulver
- 1 Ei
- Butter (unsere Rezeptnotiz nennt 20 g, siehe Hinweis)
- nach Belieben Puderzucker für die Glasur
Zubereitung
- Teig kneten: Butter, Ei, Rosenpulver, Zucker, Vanillepulver und Mehl zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
- Kühlen: Den Teig in Folie wickeln und eine Stunde kühl stellen.
- Ausrollen und ausstechen: Den Teig auf wenig Mehl dünn ausrollen und mit den gewünschten Formen ausstechen, zum Beispiel Herzen, Sterne oder kleine Blüten.
- Backen: Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 12 bis 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
- Auskühlen und verzieren: Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Wer möchte, überzieht die Kekse mit einer Puderzuckerglasur.
Zwei ehrliche Anmerkungen zum Originalrezept: Unsere Rezeptnotiz nennt 20 g Butter. Bei 300 g Mehl ist der Teig damit sehr fest. Lässt er sich nicht zu einer glatten Kugel kneten, arbeiten Sie nach und nach etwas weiche Butter ein, bis er geschmeidig ist. Eine Backtemperatur steht in der Notiz nicht. Backen Sie die Rosenkekse deshalb so, wie Sie es von Ihrem gewohnten Rezept für Ausstechplätzchen kennen, und nehmen Sie sie heraus, sobald die Ränder ganz leicht Farbe bekommen.

Fünf bis sechs Gramm Vanillepulver runden den Rosenduft ab.
Wie gelingen Rosenplätzchen besonders schön?
Der Teig ist schnell gemacht. Mit ein paar Kniffen werden die Rosenkekse besonders schön.
Dünn ausrollen: Je dünner der Teig, desto zarter und knuspriger werden die Plätzchen. Rollen Sie ihn am besten zwischen zwei Lagen Backpapier aus, dann klebt nichts an.
Gleich große Formen: Backen Sie große und kleine Formen auf getrennten Blechen. Kleine Kekse sind schneller fertig.
Das Pulver gut verteilen: Mischen Sie Rosenpulver, Vanillepulver und Zucker zuerst trocken miteinander. So verteilt sich das Aroma gleichmäßig im Teig.
Glasur und Deko: Für eine einfache Glasur verrühren Sie Puderzucker mit wenig Wasser oder Zitronensaft zu einer dickflüssigen Masse. Darauf passen zerbröselte Rosenblüten oder eine kleine Rosenknospe.

Eine Rosenknospe auf der noch feuchten Glasur: fertig ist die Deko.
Marks Tipp
„Ich streue die zerriebenen Rosenblüten auf die Glasur, solange sie noch feucht ist. Dann halten sie gut und behalten ihre Farbe. Für einen festlichen Teller lege ich die Rosenkekse neben Vanillekipferl und Zimtsterne, das sieht aus wie ein kleiner Wintergarten.“
Varianten: Vanillezucker, Füllung und Kardamom
Das Grundrezept lässt sich vielfach abwandeln:
- Mit Vanillezucker: Die noch warmen Plätzchen mit Sternen-Vanillezucker bestreuen statt sie zu glasieren.
- Als Doppeldecker: Zwei Kekse mit etwas Apfelgelee oder Konfitüre zusammensetzen. Wie Sie die Füllung mit Vanille oder Tonkabohne verfeinern, lesen Sie im Ratgeber Marmelade verfeinern.
- Mit Kardamom: Eine kleine Prise gemahlener Kardamom passt zum blumigen Rosenaroma, wie man es aus der orientalischen Küche kennt. Mehr dazu im Ratgeber Kardamom.
- Mit Rosenzucker: Rosenpulver mit Zucker mischen und die Kekse vor dem Backen damit bestreuen.
Zu den Rosenkeksen passt eine Tasse Rosentee aus Rosenknospen oder eine milde Kräutermischung. Wie Sie Rosentee zubereiten, erklärt der Ratgeber Rosentee.

Sternen-Vanillezucker: zum Bestreuen der noch warmen Kekse.
Die Rose in der Küche
Die Rose gilt seit jeher als Königin der Blumen und steht in vielen Kulturen für Liebe und Zuneigung. In der Küche hat sie eine lange Tradition. Früher war es üblich, aus den Blütenblättern einen Rosenblütentee zuzubereiten. Rosenwasser aromatisiert seit Jahrhunderten Marzipan und feines Gebäck.
Rosenkekse sind deshalb mehr als ein hübscher Einfall für Instagram. Sie verbinden die alte Liebe zur Rose mit der Freude am Plätzchenbacken. Verpackt in einer Dose mit ein paar getrockneten Rosenblüten sind sie ein schönes Geschenk, gerade für Menschen, die schon alles haben.
Bewahren Sie die Kekse wie andere Plätzchen in einer gut schließenden Dose kühl und trocken auf.
Was Sie dafür brauchen
RosenpulverFein gemahlen, für den TeigAnsehen
RosenblütenZum Dekorieren auf der GlasurAnsehen
RosenknospenGanze Knospen als BlickfangAnsehen
Vanille Pulver Bourbon MadagaskarEchte Bourbon-Vanille, leicht zu dosierenAnsehen
Sternen-VanillezuckerZum Bestreuen der warmen KekseAnsehenHäufige Fragen
Kann man Rosenblüten essen?
Ja, wenn sie als Lebensmittel angeboten werden und unbehandelt sind. Verwenden Sie für Gebäck keine Rosen aus dem Blumenladen oder dem Blumenstrauß.
Wie schmecken Rosenkekse?
Wie ein zarter Butterkeks mit feinem, blumigem Rosenaroma. Die Vanille macht den Geschmack weich und rund.
Bei welcher Temperatur backt man Rosenkekse?
Unsere Rezeptnotiz nennt nur 12 bis 15 Minuten auf mittlerer Schiene, aber keine Temperatur. Orientieren Sie sich an Ihrem gewohnten Rezept für Ausstechplätzchen und nehmen Sie die Kekse heraus, sobald die Ränder leicht Farbe bekommen.
Kann man Rosenblütenpulver selber machen?
Ja. Mahlen Sie lebensmitteltaugliche, gut getrocknete Rosenblüten im Mörser oder in einer Gewürzmühle möglichst fein und sieben Sie gröbere Stückchen ab. Fertiges Rosenpulver ist feiner und verteilt sich gleichmäßiger im Teig.
Wie lange halten Rosenkekse?
Wie andere Plätzchen in einer gut schließenden Dose, kühl und trocken aufbewahrt, einige Wochen. Glasierte Kekse sollten Sie nicht übereinander stapeln, solange die Glasur noch weich ist.