Das Wichtigste in Kürze
Assam Schwarztee kommt aus dem gleichnamigen Anbaugebiet im Nordosten Indiens und schmeckt kräftig, würzig und malzig. Die Tasse ist rotgolden. Für eine Tasse nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel, übergießen ihn mit sprudelnd kochendem Wasser und lassen ihn drei bis fünf Minuten ziehen. Assam schmeckt pur, mit Milch oder mit Zucker und ist die Grundlage vieler Frühstücks- und Ostfriesenmischungen.
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Inhalt
Was ist Assam Schwarztee?
Assam ist eine Teesorte aus dem Anbaugebiet Assam im Nordosten Indiens. Der Tee stammt von der großblättrigen Varietät der Teepflanze (Camellia sinensis var. assamica). Die Blätter werden gepflückt, fermentiert und getrocknet; dabei färben sie sich dunkel und entwickeln den typisch kräftigen Charakter.
Schwarze Assam-Tees schmecken kräftig und meist malzig, manche erinnern auch an Honig. Sie sind sehr ergiebig und gelten als relativ unempfindlich gegenüber hartem Wasser. Unser Assam „2nd Flush Bateli“ ist naturbelassen, nicht aromatisiert und rückstandskontrolliert. Wie sich Schwarztee insgesamt von anderen Sorten unterscheidet, erklärt der Ratgeber Schwarztee.
Woher kommt Assam Tee?
Assam liegt im Nordosten Indiens im Tal des Brahmaputra. Feuchtes Klima und fruchtbare Böden lassen dort besonders kräftige Tees wachsen. Heute ist Assam das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt.
Die Geschichte beginnt 1823: Damals entdeckte man in Assam wild wachsende Teesträucher. Ein schottischer Reisender beobachtete, dass Angehörige des Singpho-Volkes sich aus den Blättern Tee zubereiteten. Bis dahin hatte man angenommen, Tee wachse nur in China und Japan. Anfang der 1830er Jahre bestätigte der Botanische Garten von Kalkutta, dass es sich um eine Unterart der bekannten Teepflanze handelt. Seit dem 19. Jahrhundert steht Assam für Teeanbau.
Was bedeutet „2nd Flush“ bei Assam?
„Flush“ ist das englische Wort für Austrieb oder Pflückperiode. Teepflanzen treiben mehrmals im Jahr neu aus, und jede Ernte hat einen eigenen Charakter. Man spricht vom First Flush (die erste Ernte im Frühjahr) und vom Second Flush (die Sommerernte). Beim Assam gilt der Second Flush als besonders kräftig und würzig.
Unser Assam Schwarztee „2nd Flush Bateli“ ist ein Blatttee aus der Sommerpflückung im Juli. Er schmeckt kräftig, würzig und leicht malzig und zeigt in der Tasse eine schöne rotgoldene Farbe. Die Blätter werden von Hand gepflückt.
Wie bereitet man Assam Schwarztee richtig zu?
- Abmessen: Nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel Tee pro Tasse (250 ml).
- Aufgießen: Übergießen Sie die Blätter mit sprudelnd kochendem Wasser.
- Ziehen lassen: Lassen Sie den Tee drei bis fünf Minuten ziehen, je nach gewünschter Stärke.
- Abseihen: Nehmen Sie das Teenetz, den Filter oder das Tee-Ei heraus, damit der Tee nicht nachzieht.

Im Baumwoll-Teenetz lässt sich loser Tee einfach aufbrühen und wieder entnehmen.

Auch im Papierfilter entfalten sich die Blätter gut.
Sabines Tipp
Wer seinen Assam kräftiger mag, nimmt lieber etwas mehr Tee als eine längere Ziehzeit. Fünf Minuten sind für diese Sorte eine gute Obergrenze. Mehr zu Menge, Wasser und Ziehzeit finden Sie im Ratgeber Tee zubereiten; wie Sie Ihren Tee aufbewahren, lesen Sie unter Tee aufbewahren.
Wie trinkt man Assam: pur, mit Milch oder nach ostfriesischer Art?
Assam ist ein klassischer Frühstückstee und schmeckt pur, mit Milch oder mit Zucker. Weil er so kräftig ist, behält er auch mit Milch seinen Charakter.
In Ostfriesland ist Assam der Hauptbestandteil der berühmten Ostfriesenmischungen. Nach ostfriesischer Art gibt man ein Stück Kandis (Kluntje) in die Tasse, gießt den Tee darüber und lässt vorsichtig Sahne am Tassenrand hineinlaufen, ohne umzurühren. Dazu passt unser brauner Kandiszucker, der sich langsam auflöst und eine warme Karamellnote mitbringt.

Brauner Kandis löst sich langsam im Tee auf.
Auch für Gewürztee ist Assam eine beliebte Grundlage: Rezepte für Masala Chai finden Sie im Ratgeber Chai Tee.
Assam oder Darjeeling: Was ist der Unterschied?
Beide Tees kommen aus Nordindien, schmecken aber sehr unterschiedlich. Assam wächst im feuchten Brahmaputratal und ist kräftig, würzig und malzig. Darjeeling wächst im gleichnamigen Gebiet am Fuße des Himalayas in Höhenlagen von 1.000 bis 2.000 Metern, dort sorgen Nebel, Sonne und Niederschlag für langsames Wachstum. Unser Darjeeling First Flush stammt aus der ersten Ernte nach dem Winter. Mehr über ihn lesen Sie im Ratgeber Darjeeling Tee.

Darjeeling: der feinere Nachbar des kräftigen Assam.
Was Sie dafür brauchen
Assam SchwarzteeAssam 2nd Flush Bateli: kräftig, würzig und malzigAnsehen
Darjeeling SchwarzteeDarjeeling First Flush, edel und feinAnsehen
Kandiszucker braunBrauner Kandis für Tee und PunschAnsehen
Teenetz BaumwolleWiederverwendbares Teenetz aus BaumwolleAnsehen
TeefilterPapier-Teefilter für losen TeeAnsehen
Tee- Ei KräuterkorbTee-Ei Kräuterkorb aus EdelstahlAnsehenHäufige Fragen
Wie lange muss Assam Schwarztee ziehen?
Drei bis fünf Minuten, je nach gewünschter Stärke. Wer ihn kräftiger mag, nimmt lieber etwas mehr Tee als eine längere Ziehzeit.
Enthält Assam Koffein?
Ja. Assam ist ein Tee von der Teepflanze und enthält wie alle Schwarztees Koffein. Wie viel davon in der Tasse landet, hängt unter anderem von Teemenge und Ziehzeit ab. Kräutertees wie Rooibos oder Honeybush enthalten von Natur aus kein Koffein.
Was bedeutet Second Flush?
Second Flush ist die zweite Ernte der Saison, die Sommerpflückung. Bei Assam steht sie für kräftigen, würzigen und malzigen Geschmack.
Kann man Assam mit Milch trinken?
Ja, das ist sogar sehr verbreitet. Assam ist kräftig genug, dass der Teegeschmack neben der Milch erhalten bleibt. In Ostfriesland gibt man Sahne und Kandis dazu.
Welches Wasser eignet sich für Assam?
Frisches, sprudelnd kochendes Wasser. Assam gilt als relativ unempfindlich gegenüber hartem Wasser.
Ist Assam dasselbe wie Ostfriesentee?
Nicht ganz. Ostfriesentee ist eine Mischung, in der Assam der Hauptbestandteil ist. Reiner Assam ist ein Tee aus einem einzigen Anbaugebiet.