Das Wichtigste in Kürze
Currywurst-Gewürz ist ein mittelscharfes Currypulver, ergänzt durch Paprika. Für die Soße nach Berliner Art schwitzen Sie Zwiebel und Tomatenmark an, rösten Curry und Paprika mit, gießen mit passierten Tomaten auf und lassen alles 15 Minuten köcheln. Als Erfinderin der Currywurst gilt Herta Heuwer, Berlin 1949.
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Inhalt
Woher kommt die Currywurst?
Die Currywurst gilt als Berliner Erfindung der Nachkriegszeit. Als Erfinderin wird meist Herta Heuwer genannt. Sie betrieb ab 1949 einen Imbissstand in Berlin-Charlottenburg und soll dort am 4. September 1949 erstmals eine Soße aus Tomatenmark und Gewürzen zur Bratwurst gereicht haben. Später ließ sie sich den Namen „Chillup“ für ihre Soße als Warenzeichen eintragen. Wie bei vielen Klassikern gibt es auch Erzählungen anderer Städte, die den Ursprung für sich beanspruchen, belegt ist die genaue Entstehung nicht.
Sicher ist: Die Currywurst wurde zum Symbol des deutschen Imbisses. Sie steht für Pommes rot-weiß, für Kantine und Bahnhofsbude. Das Currypulver, das ihr den Namen gibt, geht auf die indische Küche zurück, wo Gewürzmischungen als Masalas seit Langem zum Alltag gehören.
Wie macht man Currywurst-Soße nach Berliner Art?
Die klassische Soße besteht aus Tomatenmark, Currypulver, Paprika, etwas Süße und Säure. Das Rezept ist schnell gekocht und schmeckt frisch am besten.
Rezept: Currywurst-Soße (für 4 Portionen)
Zutaten:
- 2 Esslöffel Öl
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 3 Esslöffel Tomatenmark
- 300 ml passierte Tomaten
- 100 ml Wasser
- 2 Teelöffel Currypulver, mittelscharf
- 1 Teelöffel Paprika edelsüß
- 1/2 Teelöffel Paprika geräuchert
- 1 bis 2 Esslöffel Zucker
- 2 Esslöffel Apfelessig
- 1 Esslöffel Worcestersoße
- Salz
- Anschwitzen: Zwiebel im Öl glasig dünsten. Tomatenmark dazugeben und 1 bis 2 Minuten unter Rühren mitrösten.
- Würzen: Curry und beide Paprika kurz mitrösten, bis es duftet. Nicht zu lange, sonst wird es bitter.
- Aufgießen: Passierte Tomaten und Wasser dazugeben, Zucker, Essig und Worcestersoße einrühren.
- Köcheln: Bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten leise köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
- Abschmecken: Mit Salz, Zucker und Essig abschmecken. Wer eine glatte Soße mag, püriert sie fein.
Die Soße spritzt beim Köcheln. Verwenden Sie einen Deckel mit Spalt und rühren Sie vorsichtig um.

Mildes Currypulver rundet die Soße fruchtig ab.
Welches Currywurst-Gewürz ist das richtige?
Ein Currywurst-Gewürz ist im Grunde ein gutes Currypulver mit Paprika. Für eine Berliner Currywurst eignet sich ein mittelscharfes Currypulver wie unsere Hausmischung mit Curcuma, Ingwer, Koriander, Kümmel, Bockshornklee, Chili, Nelken, Piment, Muskatnuss und Kardamom. Wer eine mildere, fruchtigere Soße möchte, nimmt süßes Currypulver. Eine Übersicht finden Sie im Beitrag Curry-Gewürz.
Zum Bestreuen der fertigen Wurst mischen Sie zwei Teile Currypulver mit einem Teil Paprika edelsüß. Geräucherte Paprika gibt dem Ganzen die Note vom Grill. Mehr über Paprika lesen Sie bei Paprikapulver.
Rezept: Currywurst-Gewürz zum Bestreuen (ein kleines Glas)
Zutaten:
- 4 Esslöffel Currypulver, mittelscharf
- 2 Esslöffel Paprika edelsüß
- 1 Esslöffel Paprika geräuchert
- 1 Teelöffel Zucker
- 1 Teelöffel Salz
- 1/2 Teelöffel Chiliflocken (nach Wunsch)
- Mischen: Alle Zutaten in einer Schüssel gut verrühren oder im Glas schütteln.
- Aufbewahren: Trocken, dunkel und gut verschlossen lagern.
- Verwenden: Eine Prise über die fertige Currywurst streuen oder ein bis zwei Teelöffel in die Soße rühren.
Die Mischung passt auch auf Pommes, Ofenkartoffeln und Rührei.

Edelsüße Paprika gibt Farbe und Fruchtigkeit.
Wie serviert man Currywurst?
Klassisch ist eine Brühwurst, in Berlin gern ohne Darm. Sie wird gebraten oder gegrillt, in Stücke geschnitten und mit der heißen Soße übergossen. Darüber kommt eine Prise Currypulver. Dazu gibt es Pommes oder ein Brötchen.
Für die Pommes bietet sich unser Pommesgewürz Original an, das auch einen Mix aus drei Paprikasorten enthält. Der Tipp: Die Pommes erst nach dem Garen würzen. Wer gern grillt, findet weitere Mischungen in unserem Beitrag Grillgewürz.

Pommesgewürz: die passende Beilage zur Currywurst.
Marks Tipp: „Die Soße schmeckt am nächsten Tag noch besser, wenn sich die Aromen durchgezogen haben. Kochen Sie ruhig die doppelte Menge und wärmen Sie sie bei Bedarf auf. Sie passt auch zu Bratkartoffeln oder gebratenem Gemüse.“
Welche Varianten gibt es?
- Scharf: mit 1 Teelöffel Chiliflocken oder einer fein gehackten Chilischote.
- Rauchig: mehr geräucherte Paprika und ein Spritzer Rauchsalz.
- Fruchtig: mit etwas Apfelmus oder einem Schuss Orangensaft.
- Japanisch: Japanisches Curry ist eher mild und süß. Mehr dazu im Beitrag Japanisches Curry.
Tipp zur Haltbarkeit: Die Soße hält sich im Kühlschrank einige Tage. Verwenden Sie dafür ein sauberes Glas, und erhitzen Sie sie vor dem Servieren gründlich.
Was Sie dafür brauchen
Curry beste Qualität HausmischungMittelscharfe Hausmischung, die Basis der SoßeAnsehen
Curry - Pulver süßMildes, fruchtiges CurrypulverAnsehen
Paprika edelsüßPaprika edelsüß für Farbe und FruchtigkeitAnsehen
Pommesgewürz originalPommesgewürz für die BeilageAnsehen
Paprika geräuchert mildGeräucherte Paprika für die rauchige NoteAnsehenHäufige Fragen
Welches Gewürz gehört in Currywurst-Soße?
Currypulver, Paprika edelsüß, Tomatenmark, Zucker und Essig. Geräucherte Paprika gibt eine rauchige Note.
Wer hat die Currywurst erfunden?
Als Erfinderin gilt Herta Heuwer, die ihre Soße nach eigener Darstellung 1949 in Berlin erstmals servierte. Ganz geklärt ist die Entstehung nicht.
Wie macht man Currywurst-Soße selbst?
Zwiebel und Tomatenmark anschwitzen, Curry und Paprika mitrösten, mit passierten Tomaten aufgießen, mit Zucker, Essig und Worcestersoße würzen und 15 Minuten köcheln lassen.
Wie scharf muss Currywurst-Gewürz sein?
Das ist Geschmackssache. Mittelscharfes Curry ist ein guter Start, scharf wird die Soße mit Chiliflocken.
Kann man die Soße vorbereiten?
Ja, sie hält sich gut verschlossen im Kühlschrank einige Tage und schmeckt aufgewärmt noch besser.
Welche Wurst nimmt man?
Eine Brühwurst oder Bratwurst, in Berlin gern ohne Darm. Sie wird gebraten und in Stücke geschnitten.