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26.07.24

Curry beste Qualität Hausmischung, 50 g – Kräuterparadies seit 1887

Curry-Gewürz: Was drin ist, Sorten und Rezept für ein Curry

Das Wichtigste in Kürze

Curry-Gewürz oder Currypulver ist eine Mischung aus meist zehn bis fünfzehn Gewürzen. Fast immer enthalten sind Kurkuma, das die gelbe Farbe gibt, sowie Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Pfeffer und Chili. Das fertige Pulver ist eine britische Erfindung aus dem 18. und 19. Jahrhundert, angelehnt an indische Gerichte. In Indien selbst mischt man die Gewürze meist frisch für jedes Gericht.

Lesezeit: etwa 8 Minuten

Was ist Curry-Gewürz?

Das Wort Curry bezeichnet zweierlei: ein Gericht mit würziger Sauce und die Gewürzmischung, mit der man es zubereitet. Der Begriff stammt vermutlich vom tamilischen Wort kari, das so viel wie Soße oder Beilage bedeutet, und kam über das Portugiesische ins Englische.

Als Curry-Gewürz kennen wir bei uns ein goldgelbes Pulver. Ein festes Rezept gibt es dafür nicht. Jede Mischung ist anders, je nach Herkunft und Hersteller mild oder scharf, erdig oder fruchtig. Gemeinsam ist den meisten eine warme, würzige Grundnote mit der typischen leichten Bitterkeit von Bockshornklee und Kurkuma.

Woher kommt Currypulver?

In Indien wird ein Curry meist nicht mit einem fertigen Pulver gekocht. Die Gewürze werden einzeln geröstet, gemahlen und zu verschiedenen Zeitpunkten in den Topf gegeben, und jede Familie hat ihre eigenen Mischungen, die Masalas. Als Mitarbeiter der Britischen Ostindien-Kompanie im 18. Jahrhundert die indische Küche mit nach England brachten, vereinfachten die Köche dort die Sache. Sie mischten die Gewürze vorab und nannten das Ergebnis curry powder.

Schon 1784 bewarb ein Londoner Händler fertiges Currypulver. Richtig beliebt wurde es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von England aus reiste das Currypulver um die Welt: nach Japan, wo daraus das milde Karē wurde, in die Schweiz zum Riz Casimir und nach Deutschland, wo es seit 1949 die Berliner Currywurst krönt.

Curry Madras, milde, fruchtige Currymischung in Goldgelb

Curry Madras: bei uns eine milde, fruchtige Mischung.

Was ist im Curry-Gewürz drin?

Die Grundlage der meisten Currypulver bilden diese Gewürze:

  • Kurkuma (Gelbwurz): gibt die leuchtend gelbe Farbe und einen erdigen, leicht herben Geschmack.
  • Koriandersamen: warm, mild und leicht zitronig, oft der größte Anteil. Mehr dazu im Ratgeber Koriander.
  • Kreuzkümmel: erdig und warm, die typisch orientalische Note.
  • Bockshornklee: herb mit einem Hauch Ahornsirup, der „Curry-Geschmack“ schlechthin.
  • Pfeffer und Chili: bestimmen die Schärfe.

Dazu kommen je nach Mischung Ingwer, Senfsaat, Fenchel, Zimt, Nelken, Kardamom, Muskat, Piment, Knoblauch oder Asant. In unserer Curry Hausmischung stecken zum Beispiel Kurkuma, Ingwer, Koriander, Kümmel, Bockshornklee, Chili, Nelken, Piment, Muskatnuss und Kardamom. Sie ist mittelscharf und ein guter Allrounder.

Übrigens haben die Curryblätter mit dem Pulver nichts zu tun. Es sind die Blätter des Currybaums aus Südindien und Sri Lanka, die man frisch oder getrocknet im heißen Öl anbrät. Sie duften leicht zitronig und rauchig.

Welche Curry-Sorten gibt es?

Mit der Zeit sind aus dem einen Currypulver viele Sorten geworden. Diese finden Sie bei uns:

SorteCharakterPasst zu
Curry Hausmischungmittelscharf, rund, mit Nelke und KardamomAllrounder für Currys, Reis, Currywurst-Sauce
Curry Indischwürzig und scharf, mit Senfsaat und IngwerGeflügel, Gemüse, Linsen
Curry Madrasmild-fruchtig, mit Fenchel und KreuzkümmelFamilienküche, auch für Kinder
Curry Goawarm und feurig, mit Zimt, Anis und Asantkräftige Gemüse- und Fleischcurrys
Curry Thailand rötlichleicht scharf und ausgewogenKokos-Currys, Wok, Suppen
Curry grün Cilantrofrisch, mit viel Koriander, leicht scharfgrünes Curry, Ofengemüse, Fisch
Japanisches Currymild, rund, leicht süßlichjapanische Currysauce mit Reis

Thailändische Currys werden in Thailand meist mit frischen Pasten gekocht, gelb, rot oder grün. Grünes Curry, auf Thai Gaeng Keow Wan, verdankt seine Farbe grünen Chilis und frischen Kräutern wie Koriander, Thai-Basilikum, Zitronengras und Kaffirlimettenblättern. Unser grünes Cilantro Curry ist eine Pulvermischung mit viel Koriander, mit der Sie ein grünes Curry schnell und ohne Pasten zubereiten. Wer es ganz mild mag, greift zum Japanischen Curry.

Curry grün Cilantro, Currymischung mit viel Koriander

Curry grün Cilantro: Curry trifft frischen Koriander.

Wie kocht man ein Curry?

Das Geheimnis jedes guten Currys: Das Pulver braucht Fett und Hitze, um sein Aroma zu entfalten. Rösten Sie es deshalb nach Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer etwa 30 Sekunden bis eine Minute im Öl an, bevor Flüssigkeit dazukommt. Rühren Sie dabei ständig, denn verbranntes Currypulver schmeckt bitter. Für vier Personen genügen ein bis zwei Esslöffel, je nach Schärfe der Mischung.

Rezept: Gemüsecurry mit Kichererbsen und Kokosmilch (für 4 Personen)

Zutaten:

  • 2 EL Öl oder Ghee
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm), fein gerieben
  • 1 bis 2 EL Curry Hausmischung
  • 1 kleiner Blumenkohl (ca. 500 g), in Röschen
  • 1 Süßkartoffel (ca. 300 g), gewürfelt
  • 1 Dose Kichererbsen (ca. 250 g abgetropft)
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 100 g Babyspinat
  • Salz, Saft einer halben Limette, frischer Koriander
  1. Anschwitzen: Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel darin 4 Minuten glasig braten, Knoblauch und Ingwer eine Minute mitbraten.
  2. Curry rösten: Das Currypulver einstreuen und unter Rühren 30 bis 60 Sekunden anrösten, bis es duftet.
  3. Köcheln: Blumenkohl, Süßkartoffel, Tomaten und Kokosmilch dazugeben, salzen und zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  4. Vollenden: Kichererbsen abspülen und mit dem Spinat unterrühren, kurz erhitzen, bis der Spinat zusammenfällt.
  5. Abschmecken: Mit Salz und Limettensaft abschmecken und mit Koriander bestreuen. Dazu passt Basmatireis oder Naan.

Rezept: Grünes Curry mit Hähnchen und Koriander (für 4 Personen)

Dieses Rezept haben wir aus der thailändischen Küche abgeleitet. In Thailand isst man grünes Curry gern mit Jasminreis, der die Schärfe ausgleicht.

Zutaten:

  • 2 Hähnchenbrustfilets (ca. 400 g), in dünnen Streifen
  • 1 EL Öl
  • 2 TL Curry grün Cilantro
  • 400 ml Kokosmilch
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 1 kleine Aubergine, gewürfelt
  • 1 rote Paprikaschote, in Streifen
  • 2 Handvoll frischer Spinat
  • 1 Bund frischer Koriander, grob gehackt
  • 1 EL Fischsauce oder etwas Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 Limette
  1. Curry anrösten: Das Öl in einem Wok oder einer tiefen Pfanne erhitzen, das Currypulver einrühren und eine Minute anrösten, bis es duftet.
  2. Aufgießen: Kokosmilch und Brühe dazugeben und aufkochen.
  3. Hähnchen garen: Das Hähnchen hineingeben und bei mittlerer Hitze 5 bis 7 Minuten köcheln lassen.
  4. Gemüse: Aubergine und Paprika dazugeben und weitere 5 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist.
  5. Abschmecken: Mit Fischsauce, Zucker und dem Saft einer Limettenhälfte würzen. Spinat und Koriander unterrühren und zwei Minuten ziehen lassen.
  6. Servieren: Mit Jasminreis und den übrigen Limettenvierteln servieren.
Curry Thailand rötlich, leicht scharfe Thai-Currymischung

Curry Thailand rötlich für Kokos-Currys und Wokgerichte.

Curry-Gewürz selber mischen

Ein eigenes Currypulver ist schnell gemacht und duftet frisch gemahlen besonders intensiv. Rösten Sie 2 EL Koriandersamen, 1 EL Kreuzkümmel, 1 TL Bockshornkleesamen, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 1 TL Senfsaat und 4 Gewürznelken in einer trockenen Pfanne ein bis zwei Minuten, bis sie duften. Lassen Sie alles abkühlen und mahlen Sie es fein. Dann mischen Sie 1 EL Kurkuma, 1 TL Ingwer gemahlen, ½ TL Zimt und ½ bis 1 TL Chilipulver unter. Im dunklen Glas hält die Mischung einige Monate.

Aus Currypulver lässt sich auch eine einfache Currypaste rühren: Vermischen Sie 3 bis 4 Esslöffel Curry mit 200 ml Olivenöl. Im Kühlschrank hält sie etwa zwei Wochen und ist eine schnelle Grundlage für Saucen und Marinaden. Indische Mischungen, die man eher zum Schluss über das Gericht gibt, stellen wir im Ratgeber Garam Masala vor. Und wer Zwiebel und Knoblauch ersetzen möchte, findet im Ratgeber Asant eine spannende Alternative.

Marks Tipp

„Wenn ich Curry koche, gebe ich das Pulver nie einfach in die Sauce. Erst wenn die Zwiebeln glasig sind, streue ich es ins heiße Fett und rühre, bis es duftet. Das sind 30 Sekunden, die den Unterschied machen. Und am Ende kommt bei mir immer ein Spritzer Limette dazu, das macht das Curry frisch.“

Getrocknete Curryblätter vom Currybaum Murraya koenigii

Curryblätter stammen vom Currybaum und haben mit Currypulver nichts zu tun.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen zu Curry-Gewürz

Was ist in Currypulver drin?

Die Basis bilden fast immer Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Pfeffer und Chili. Je nach Mischung kommen Ingwer, Senfsaat, Fenchel, Zimt, Nelken, Kardamom, Muskat oder Knoblauch dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Curry und Kurkuma?

Kurkuma ist ein einzelnes Gewürz, die gemahlene Wurzel der Gelbwurz. Curry ist eine Mischung aus vielen Gewürzen, in der Kurkuma meist für die gelbe Farbe sorgt. Kurkuma allein schmeckt erdig und herb, aber nicht nach Curry.

Ist Curry scharf?

Das hängt von der Mischung ab. Curry Madras und Japanisches Curry sind bei uns mild, die Hausmischung ist mittelscharf, Curry Indisch und Curry Goa sind deutlich schärfer. Mit Chili oder Cayennepfeffer können Sie jederzeit nachschärfen.

Was ist der Unterschied zwischen Currypulver und Currypaste?

Currypulver ist eine trockene Gewürzmischung. Currypaste enthält zusätzlich frische Zutaten wie Chilis, Kräuter, Knoblauch oder Öl und ist vor allem in der thailändischen Küche üblich. Aus Pulver und Öl lässt sich schnell eine einfache Paste rühren.

Wann gibt man Currypulver ins Essen?

Am besten früh: nach dem Anbraten von Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer ins heiße Fett, für 30 Sekunden bis eine Minute unter Rühren. Erst dann kommen Flüssigkeit und Gemüse dazu.

Wie lange ist Currypulver haltbar?

Dunkel, trocken und gut verschlossen gelagert, bleibt Currypulver etwa ein Jahr aromatisch. Danach schmeckt es schwächer. Selbst gemischtes, frisch gemahlenes Curry sollten Sie innerhalb weniger Monate verbrauchen.

Quellen: Wikipedia: Currypulver · Wikipedia: Currywurst