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01.11.26

Früh auf Müsligewürz, 40 g – Kräuterparadies seit 1887

Porridge würzen: Winterfrühstück mit Zimt, Apfel und Gewürzen

Das Wichtigste in Kürze

Porridge ist ein warmer Brei aus Hafer- oder Dinkelflocken, die mit Wasser oder Milch einige Minuten gekocht werden. Als Grundverhältnis rechnen Sie eine Tasse Flocken auf zwei bis drei Tassen Flüssigkeit für zwei Personen. Zimt, Kardamom, Vanille, Lebkuchengewürz oder ein Gewürzzucker machen aus dem einfachen Haferbrei ein winterliches Frühstück, Apfel, Nüsse und Saaten sorgen für Biss.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Was ist Porridge?

Porridge ist im Grunde nichts anderes als Haferbrei. Der englische Name stammt von den Britischen Inseln, wo Hafer im kühlen, feuchten Klima seit jeher gut gedeiht. In Schottland und Irland wird Porridge traditionell schlicht mit Wasser und einer Prise Salz gekocht. Auch bei uns war Haferbrei oder Hafermus lange ein ganz alltägliches Frühstück auf dem Land, lange bevor Müsli und Cornflakes aufkamen.

Heute erlebt das warme Frühstück ein kleines Comeback, gerade in der kalten Jahreszeit. Porridge wird warm gekocht und frisch gegessen. Das unterscheidet ihn von Overnight Oats, bei denen die Flocken über Nacht kalt im Kühlschrank quellen, und vom klassischen Müsli, das roh gegessen wird.

Honig-Lebkuchengewürz für Porridge im Advent

Eine kleine Prise Honig-Lebkuchengewürz bringt Adventsstimmung in den Porridge.

Wie kocht man Porridge?

Für einen einfachen Porridge brauchen Sie nur Flocken, Flüssigkeit und ein paar Minuten am Herd.

  1. Abmessen: Für zwei Personen nehmen Sie eine Tasse Hafer- oder Dinkelflocken und zwei bis drei Tassen Wasser, Milch oder Pflanzendrink. Mit zwei Tassen wird der Brei fest, mit drei cremig.
  2. Aufkochen: Die Flocken in die kalte Flüssigkeit einrühren, eine kleine Prise Salz dazugeben und unter Rühren zum Kochen bringen.
  3. Köcheln: Die Hitze reduzieren und den Brei etwa fünf Minuten leise köcheln lassen. Rühren Sie dabei immer wieder um, damit nichts am Topfboden ansetzt.
  4. Würzen: Gewürze geben Sie am besten während der letzten Minuten dazu, dann bleibt ihr Duft frisch.
  5. Anrichten: Den Porridge in vorgewärmte Schalen füllen und nach Geschmack mit Obst, Nüssen oder Gewürzzucker bestreuen.

Wird der Brei zu dick, rühren Sie einfach einen Schuss heiße Milch oder heißes Wasser unter. Feinblättrige Flocken sind schneller fertig, kernige Flocken brauchen ein, zwei Minuten länger und behalten mehr Biss.

Rezept: Apfel-Porridge für zwei

Dieses Rezept hat Sabine vor einigen Jahren in einem unserer Advents-Newsletter vorgestellt. Es ist schlicht, schnell gemacht und wird bei uns im Kräuterhof bis heute gern gekocht.

Zutaten für zwei Personen:

  • 1 Tasse Dinkel- oder Haferflocken
  • 2 bis 3 Tassen Wasser
  • 1 Apfel, in kleine Stücke geschnitten
  • Saft einer viertel Zitrone
  • 1 Teelöffel Honig
  • 1 Teelöffel gehackte süße Mandeln
  • 1 Messerspitze Früh auf Müsligewürz oder Goldene Zeit
  1. Aufkochen: Die Flocken in das Wasser einrühren und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
  2. Verfeinern: Honig und Zitronensaft dazugeben und weiter köcheln lassen. Die Kochzeit beträgt insgesamt etwa fünf Minuten.
  3. Apfel dazu: Die Apfelstücke in den letzten vier Minuten mitgaren, so bleiben sie leicht bissfest.
  4. Bestreuen: Den fertigen Porridge auf zwei Schalen verteilen und mit Mandeln und dem Gewürz bestreuen.
Kerndlmix mit Chiasamen, Leinsamen und Sesam als Topping für Porridge

Der Kerndlmix bringt nussigen Biss in Porridge und Joghurt.

Welche Gewürze passen in Porridge?

Porridge schmeckt von sich aus mild und leicht nussig. Gerade deshalb nimmt er Gewürze so dankbar auf. Diese Gewürze passen besonders gut:

  • Zimt: der Klassiker zu Apfel und Birne. Ceylon-Zimt schmeckt fein und mild, mehr dazu im Ratgeber Zimt.
  • Kardamom und Vanille: geben dem Brei eine warme, leicht blumige Note.
  • Honig-Lebkuchengewürz: Mit Zimt, Piment, Anis, Koriander, Orange und Sternanis hebt schon eine kleine Prise das Frühstück im Advent auf ein neues Niveau.
  • Früh auf Müsligewürz: unsere Hausmischung aus Süßholz, Vanille, Curcuma, Ingwer, Koriander, Kardamom, Zimt, Bockshornklee und Anis. Beginnen Sie mit einem viertel Teelöffel pro Portion.
  • Gewürzzucker: Zucker mit Vanille, Tonkabohne und Kardamom süßt und würzt in einem Schritt. Wie Sie eigene Sorten mischen, lesen Sie in unserem Beitrag Gewürzzucker selber machen.
  • Hagebuttenpulver: bringt eine fruchtig-säuerliche Note und eine schöne rötliche Farbe. Rühren Sie es erst in den etwas abgekühlten Brei ein. Mehr über die Frucht der Hundsrose lesen Sie im Beitrag Hagebutte.
Hagebuttenpulver für ein fruchtiges Porridge

Hagebuttenpulver schmeckt fruchtig-säuerlich und färbt den Porridge zartrosa.

Welche Toppings passen zu Porridge?

Ein guter Porridge lebt vom Wechsel zwischen cremig und knackig. Diese Toppings haben sich bei uns bewährt:

  • Obst: Apfel- oder Birnenstücke, Beeren aus der Tiefkühltruhe, Bananenscheiben, im Winter auch ein Löffel Zwetschgenkompott.
  • Gebratene Banane: Eine Banane längs halbieren, kurz in wenig Butter anbraten und mit Früh auf oder Gewürzzucker bestreuen.
  • Nüsse und Kerne: gehackte Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse oder ein Teelöffel Kerndlmix aus Chiasamen, Flohsamen, Leinsamen, Sesam und Anis.
  • Trockenfrüchte: Gojibeeren, Rosinen oder getrocknete Aprikosen, die Sie kurz mitkochen.
  • Etwas Cremiges: ein Klecks Joghurt, Quark oder ein Schuss kalte Sahne.

Marks Tipp

Rösten Sie die Haferflocken vor dem Kochen ein, zwei Minuten in einem Teelöffel Butter an, bis sie leicht duften. Dann erst die Flüssigkeit angießen. Der Porridge schmeckt dadurch deutlich nussiger, fast wie frisch gebackene Haferplätzchen.

Porridge mit Hafer oder Dinkel?

Klassisch ist Porridge aus Haferflocken. Er wird schön cremig und schmeckt mild. Dinkelflocken schmecken etwas kräftiger und nussiger, der Brei wird eine Spur fester. Sabines Rezept funktioniert mit beiden gleichermaßen. Probieren Sie ruhig auch eine Mischung aus beiden Sorten.

Wichtiger als die Getreideart ist die Flüssigkeit. Mit Wasser schmeckt Porridge ursprünglich und leicht, mit Milch oder Haferdrink wird er cremiger und süßer. Viele mischen halb Wasser, halb Milch. Dazu passt eine Kanne Frühstückstee wie unser Erwache und Lache mit Mate, Rosmarin, Pfefferminze und Kakaoschalen. Wer lieber kalt frühstückt, findet Anregungen im Beitrag Müsli selber machen.

Frühstückstee Erwache und Lache mit Mate und Kakaoschalen

Erwache und Lache: unser Frühstückstee zur Porridge-Schale.

Was Sie dafür brauchen

Alles fürs Frühstück ansehen

Passend dazu: Trockenfrüchte

Häufige Fragen zu Porridge

Porridge mit Wasser oder Milch kochen?

Beides ist richtig. Mit Wasser schmeckt Porridge leicht und nussig, so wie er in Schottland traditionell gekocht wird. Milch oder Pflanzendrink machen ihn cremiger. Viele nehmen halb Wasser, halb Milch.

Wie viele Haferflocken braucht man pro Person?

Rechnen Sie etwa eine halbe Tasse Flocken pro Person, also eine Tasse für zwei. Dazu kommen ein bis anderthalb Tassen Flüssigkeit pro Person, je nachdem, wie fest Sie den Brei mögen.

Welche Gewürze passen in Porridge?

Zimt, Kardamom, Vanille und Lebkuchengewürz sind die Klassiker. Fertige Mischungen wie Früh auf oder ein Gewürzzucker sparen Zeit. Für eine fruchtige Note eignet sich Hagebuttenpulver.

Was ist der Unterschied zwischen Porridge und Overnight Oats?

Porridge wird warm gekocht und sofort gegessen. Bei Overnight Oats quellen die Flocken über Nacht in Milch oder Joghurt im Kühlschrank und werden kalt gegessen.

Kann man Porridge vorbereiten und aufwärmen?

Ja. Gekochter Porridge hält sich abgedeckt im Kühlschrank bis zum nächsten Tag. Beim Aufwärmen wird er fest, rühren Sie deshalb einen Schuss Milch oder Wasser unter und erwärmen Sie ihn langsam.

Wie süßt man Porridge ohne Zucker?

Geriebener Apfel, reife Banane oder ein paar Rosinen bringen Süße mit. Vanille, Zimt und Kardamom lassen den Brei zusätzlich süßer schmecken, als er ist.