Das Wichtigste in Kürze
Selleriesamen sind die kleinen Samen der Selleriepflanze. Sie schmecken würzig, leicht bitter und mit einem Hauch von Muskat und Zitrus. Sie passen zu Eingelegtem, Suppen, Marinaden und Currys und lassen sich zu Selleriesalz verarbeiten. Sellerie ist ein kennzeichnungspflichtiges Allergen.
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Inhalt
Was sind Selleriesamen und wie schmecken sie?
Selleriesamen sind die winzigen, braunen Samen der Selleriepflanze (Apium graveolens). Genau genommen sind es kleine Früchte, die man in der Küche wie ein Gewürz verwendet. Sie sind nicht mit Sellerieknolle oder Staudensellerie zu verwechseln, auch wenn sie dieselbe Pflanzenart haben und ähnlich duften.
Das Aroma ist intensiver als das des Krauts: durchdringend würzig, leicht bitter, mit einem Hauch von Muskat und Zitrus. Verantwortlich dafür sind ätherische Öle, die in den Samen stecken. Deshalb gilt: Weniger ist mehr.

Auch Sellerieblätter sind ein Gewürz, deutlich milder als die Samen.
Wie verwendet man Selleriesamen?
Selleriesamen sind in vielen Küchen ein stiller Helfer. Sie passen zu:
- Eingelegtem: Gewürzgurken, Senfgemüse und Mixed Pickles
- Suppen, Brühen und Eintöpfen: eine Prise ersetzt in manchen Rezepten frischen Sellerie
- Tomatensaft und Tomatensoße: sie unterstreichen die Würze
- Kartoffelsalat und Krautsalat: gern im Dressing mitgemischt
- Marinaden für Grillgut: zusammen mit Pfeffer, Paprika und Knoblauch
- Currys: in Indien ein verbreitetes Gewürz
Besonders gut kommen die Samen zur Geltung, wenn Sie sie kurz in einer trockenen Pfanne anrösten. Das dauert etwa eine Minute. Wenn es duftet, nehmen Sie sie sofort aus der Pfanne, denn sie verbrennen schnell und werden dann bitter.

Suppengrün enthält ebenfalls Sellerie und liefert eine milde Grundwürze.
Wie macht man Selleriesalz selbst?
Selleriesalz ist ein klassischer Kombi-Würzer für Tomatensaft, Rührei und Salate. Es ist schnell selbst gemacht.
- 1 Esslöffel Selleriesamen
- 3 Esslöffel feines Salz, zum Beispiel Meersalz
- Rösten: Rösten Sie die Selleriesamen in einer trockenen Pfanne etwa eine Minute bei mittlerer Hitze, bis sie duften.
- Abkühlen: Geben Sie die Samen auf einen Teller und lassen Sie sie vollständig abkühlen.
- Zerstoßen: Zerstoßen Sie die Samen im Mörser oder mahlen Sie sie grob in einer Gewürzmühle.
- Mischen: Vermengen Sie alles mit dem Salz und füllen Sie es in ein trockenes Schraubglas.
Das Salz hält trocken und gut verschlossen mehrere Monate. Mehr zu selbst gemischten Salzen lesen Sie im Ratgeber zum Kräutersalz selber machen und im Überblick über die Salzsorten.

Kräutersalz grün: ein fertiges Gewürzsalz für den Alltag.
Was ist der Unterschied zu Sellerieblättern und Selleriewurzel?
Dieselbe Pflanze liefert drei Gewürze, die sich im Geschmack deutlich unterscheiden:
- Selleriesamen: kräftig, leicht bitter, mit Muskat- und Zitrusnote. Gut für Eingelegtes, Marinaden, Salz.
- Sellerieblätter: milder und grüner, eher wie Suppenkraut. Passen zu Eintöpfen, Soßen und Pasta.
- Selleriewurzel: getrocknet, würzig-erdig mit konzentriertem Aroma. Ideal für Brühen und Suppen.

Selleriewurzel, getrocknet: erdig, würzig und gut für Brühen.
Wenn Sie eine Brühe selbst ansetzen, kombinieren Sie die Wurzel mit Karotten, Lauch und Zwiebel. Ein Rezept dafür finden Sie im Ratgeber zu Gemüsebrühe, und eine fertige Mischung ist das Suppengrün.
Sellerie als Allergen: Was ist zu beachten?
Sellerie gehört in der Europäischen Union zu den 14 Lebensmittelallergenen, die im Handel gekennzeichnet werden müssen. Das gilt auch für Selleriesamen, Sellerieblätter, Selleriewurzel und für alle Mischungen, die Sellerie enthalten. Außerdem kann Sellerie als Spur in anderen Gewürzmischungen vorkommen.
Bei unseren Produkten finden Sie den Hinweis in der Artikelbeschreibung, zum Beispiel „Enthält Sellerie“ oder „Kann Spuren von Sellerie enthalten“. Prüfen Sie die Zutatenliste, wenn Sie für Gäste kochen, und geben Sie die Information weiter.
Allergenhinweis: Sellerie ist ein kennzeichnungspflichtiges Allergen. Lesen Sie die Angaben zu Zutaten und Spuren auf Verpackung und Produktseite, bevor Sie Gewürze verwenden oder verschenken.
Marks Tipp: Bewahren Sie Selleriesamen trocken, dunkel und gut verschlossen auf. Mahlen oder zerstoßen Sie sie erst kurz vor dem Gebrauch, dann bleibt das Aroma am längsten erhalten.
Wie würzt man Salat mit Selleriesamen?
Ein Dressing für Kartoffel- oder Krautsalat zeigt, wie sparsam die Samen eingesetzt werden. Für vier Portionen verrühren Sie:
- 3 Esslöffel Öl
- 2 Esslöffel Essig
- 1 Teelöffel Senf
- ½ Teelöffel Selleriesamen, leicht angeröstet
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
Rühren Sie alles glatt und geben Sie das Dressing über den noch warmen Kartoffelsalat. Die Samen geben dem Salat eine würzige Tiefe, ohne dass man sie einzeln herausschmeckt. Wer mag, nimmt dazu etwas gelbe oder braune Senfsamen.
Was Sie dafür brauchen
SelleriesamenSelleriesamen, würzig und leicht bitterAnsehen
SellerieblätterSellerieblätter, milder im AromaAnsehen
SelleriewurzelSelleriewurzel, getrocknetAnsehen
SuppengrünSuppengrün ohne SalzAnsehen
Kräutersalz grünKräutersalz grün mit Meersalz und GemüseAnsehenHäufige Fragen
Wie schmecken Selleriesamen?
Würzig, leicht bitter und intensiver als Sellerieblätter, mit einem Hauch von Muskat und Zitrus.
Wie verwendet man Selleriesamen?
Sparsam in Eingelegtem, Suppen, Marinaden, Currys, Kartoffelsalat und Tomatensaft. Anrösten verstärkt das Aroma.
Wie macht man Selleriesalz selbst?
Rösten Sie einen Esslöffel Selleriesamen kurz an, zerstoßen Sie ihn und mischen Sie ihn mit etwa drei Esslöffeln feinem Salz.
Sind Selleriesamen ein Allergen?
Ja, Sellerie zählt zu den 14 kennzeichnungspflichtigen Allergenen. Die Samen enthalten Sellerie und müssen entsprechend gekennzeichnet sein.
Was ist der Unterschied zwischen Selleriesamen und Sellerieblättern?
Die Samen sind kräftiger, leicht bitter und eher ein Gewürz für Eingelegtes und Marinaden. Die Blätter sind milder und grüner und eignen sich eher für Suppen, Eintöpfe und Soßen.
Wie lange sind Selleriesamen haltbar?
Trocken, dunkel und luftdicht gelagert, halten sie sich lange. Mit der Zeit lässt das Aroma nach, ein Test an einer Prise zwischen den Fingern zeigt, ob sie noch duften.