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01.11.26

Kampotpfeffer rot, 50 g – Kräuterparadies seit 1887

Kampot Pfeffer: Herkunft, Sorten und Verwendung

Das Wichtigste in Kürze

Kampot-Pfeffer ist Pfeffer aus der Region Kampot in Kambodscha, dessen Name seit 2016 in der EU als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) eingetragen ist. Es gibt ihn schwarz, rot, weiß und fermentiert. Roter Kampot-Pfeffer ist mild und frisch, fermentierter besonders sanft und kräuterig. Sie geben ihn am besten erst nach dem Kochen zu Fisch, Eiern, Pasta oder sogar Dessert.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was ist Kampot-Pfeffer?

Kampot-Pfeffer ist Pfeffer (Piper nigrum) aus der Region um die Stadt Kampot im Südwesten Kambodschas. Botanisch unterscheidet er sich nicht von anderem Pfeffer, den Unterschied machen Anbaugebiet, Sortenpflege und Verarbeitung. Seit 2016 ist der Name in der Europäischen Union als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) eingetragen. Das heißt: Als „Kampot-Pfeffer“ darf nur Pfeffer verkauft werden, der aus dieser Region stammt und dort nach festgelegten Regeln erzeugt wurde.

Wer sich zuerst einen Überblick über die gängigen Sorten verschaffen möchte, findet ihn in unserem Ratgeber zu den Pfeffersorten. Hier geht es tiefer um die Besonderheiten dieser einen Herkunft.

Woher kommt Kampot-Pfeffer und wie wird er angebaut?

Das Anbaugebiet liegt im Süden Kambodschas rund um Kampot und die Nachbarprovinz Kep, nicht weit von der Küste. Die Pfefferpflanze ist eine Kletterpflanze, die an Stützen emporwächst. Sie braucht Wärme, Feuchtigkeit und einen gut durchlässigen Boden. Die Ernte und die Verarbeitung der Beeren geschieht in kleinen Betrieben und in eher kleinen Mengen, was ein Grund dafür ist, dass Kampot-Pfeffer als Spezialität gilt.

Der Pfefferanbau hat in dieser Gegend eine lange Geschichte, die auch von Unterbrechungen geprägt ist. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Pflanzungen neu aufgebaut. Bei uns im Kräuterhof führen wir den Kampot-Pfeffer deshalb unter den Raritäten und nicht unter den Alltagsgewürzen.

Schwarzer Pfeffer ganz, Tellicherry, als Vergleich zum Kampot Pfeffer

Zum Vergleich: ein klassischer schwarzer Pfeffer aus Indien. Kampot-Pfeffer ist feiner im Profil.

Welche Sorten gibt es: rot, schwarz, weiß und fermentiert?

Aus den Beeren derselben Pflanze entstehen je nach Erntezeitpunkt und Verarbeitung ganz verschiedene Pfeffer. Bei Kampot unterscheidet man vor allem diese Varianten:

  • Schwarzer Kampot-Pfeffer: Die Beeren werden noch nicht ganz reif geerntet und getrocknet. Er ist kräftig und würzig.
  • Roter Kampot-Pfeffer: Die Beeren reifen am Strauch vollständig aus. Der Geschmack ist rund, fruchtig-süßlich, mit einer frischen Note, die manche an Eukalyptus erinnert.
  • Weißer Kampot-Pfeffer: Er stammt von vollreifen Beeren, deren Schale entfernt wurde. Mehr dazu, wie das gemacht wird, lesen Sie im Artikel über weißen Pfeffer.
  • Fermentierter Kampot-Pfeffer: Hier wird frisch geernteter, grüner Pfeffer mit Meersalz vermengt und über mehrere Wochen in Töpfen fermentiert. Das Salz nimmt dem Pfeffer die Schärfe, das Aroma wird milder, kräuterig und zitronig.

Welche Sorten Sie bei uns finden, sehen Sie unten bei den Produkten. Im Sortiment haben wir den roten und den fermentierten Kampot-Pfeffer.

Fermentierter Kampot Pfeffer in einer Schale

Fermentierter Kampot-Pfeffer: mild, kräuterig und mit zitroniger Frische.

Wie schmeckt Kampot-Pfeffer?

Kampot-Pfeffer wird oft als fein und aromatisch beschrieben. Der rote Kampot-Pfeffer ist angenehm mild und zugleich intensiv, mit einer frischen, leicht mentholartigen Note. Die Schärfe entfaltet sich vor allem beim Mahlen. Der fermentierte Kampot-Pfeffer ist noch sanfter, mit kräuterigen Aromen und einer Frische, die an Zitrone erinnert.

Wer Pfeffer sonst vor allem als Schärfe kennt, entdeckt hier ein Gewürz, das dem Gericht Duft und Tiefe gibt.

Wie verwendet man Kampot-Pfeffer?

Die feinen Aromen gehen beim langen Kochen leicht verloren. Am besten geben Sie Kampot-Pfeffer deshalb erst am Ende zu oder mahlen ihn direkt am Tisch über das fertige Gericht.

  • Fisch und Meeresfrüchte: Roter Kampot-Pfeffer passt zu gebratenem Fisch, zu Garnelen und zu Jakobsmuscheln.
  • Eier: Fermentierter Kampot-Pfeffer macht Rührei, Omelett oder pochierte Eier würzig.
  • Pasta und Salat: Ein paar Körner über Nudeln mit Zitrone und Olivenöl, oder über einen Salat mit Ziegenkäse.
  • Süßes: Roter Kampot-Pfeffer schmeckt zu Erdbeeren, Vanilleeis und dunkler Schokolade. Mahlen Sie nur eine Prise darüber.
  • Fleisch: Zum Steak nach dem Braten, damit das Aroma nicht verbrennt.

Marks Tipp: Pfeffer verbrennt in der heißen Pfanne schnell und wird bitter. Würzen Sie Fleisch und Fisch lieber nach dem Braten mit Kampot-Pfeffer, so bleibt das Aroma erhalten.

Bunter Pfeffer ganz, Mischung aus schwarzen, weißen, grünen und rosa Pfefferkörnern

Für den Alltag: bunter Pfeffer als Mischung. Kampot-Pfeffer heben Sie sich für besondere Gerichte auf.

Gibt es Alternativen zu Kampot-Pfeffer?

Ja. Aus Vietnam kommt der Phu-Quoc-Pfeffer, den wir als Spätlese führen: Die Beeren bleiben länger an der Pflanze, bis sie ganz ausgereift sind. Er ist kräftiger in der Schärfe und hat fruchtig-süße, fast blumige Nuancen. Er ist aber kein Kampot-Pfeffer, denn die geschützte Herkunft gilt nur für die Region Kampot.

Für den täglichen Gebrauch reicht ein guter schwarzer Pfeffer, etwa der Tellicherry. Weitere Pfeffersorten und Gewürze, mit denen Sie Ihre Küche vielfältiger machen, stellen wir in der Übersicht der Gewürze vor. Wer es schärfer mag, schaut zum Cayennepfeffer.

Wie lagert man Kampot-Pfeffer?

Bewahren Sie ihn trocken, dunkel und gut verschlossen auf. Mahlen Sie nur so viel, wie Sie gleich brauchen, denn gemahlener Pfeffer verliert sein Aroma schneller als ganze Körner. Verschließen Sie die Packung nach dem Öffnen immer sofort wieder gut.

Was Sie dafür brauchen

Alle Pfeffersorten und Raritäten ansehen

Häufige Fragen

Was bedeutet g.g.A. bei Kampot-Pfeffer?

Die Abkürzung steht für „geschützte geografische Angabe“. Der Name Kampot-Pfeffer ist seit 2016 in der EU geschützt. Er darf nur für Pfeffer aus der Region Kampot verwendet werden, der nach festgelegten Regeln erzeugt wird.

Ist roter Kampot-Pfeffer dasselbe wie rosa Pfeffer?

Nein. Roter Kampot-Pfeffer ist echter Pfeffer (Piper nigrum), der voll ausgereift geerntet wird. Rosa Pfeffer stammt von einem anderen Baum und ist botanisch kein Pfeffer, mehr dazu im Artikel über rosa Pfeffer.

Wie schmeckt fermentierter Kampot-Pfeffer?

Er ist mild, kräuterig und hat eine zitronige Frische. Die Schärfe ist deutlich sanfter als bei schwarzem Pfeffer, weil das Salz sie während der Fermentation abmildert.

Wann gibt man Kampot-Pfeffer ans Essen?

Am besten erst nach dem Kochen oder am Tisch. So bleiben die feinen Aromen erhalten.

Wie unterscheidet sich Kampot-Pfeffer von normalem schwarzem Pfeffer?

Er kommt aus einer geschützten Region, wird in kleineren Mengen erzeugt und hat ein feineres, vielschichtigeres Aroma. Für den Alltag genügt schwarzer Pfeffer, für besondere Gerichte lohnt sich Kampot.