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01.11.26

Zitronengras, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Kräuterlimonade selber machen: Zitronengras, Minze und Waldmeister

Das Wichtigste in Kürze

Kräuterlimonade machen Sie am einfachsten über einen Sirup: Wasser und Zucker aufkochen, getrocknete Kräuter wie Zitronengras, Minze oder Melisse darin ziehen lassen, abseihen und mit Zitronensaft abschmecken. Mit Wasser oder Mineralwasser verdünnt, im Verhältnis von etwa 1 zu 5, wird daraus eine Limonade ohne künstliche Aromen. Waldmeister gehört zu den Kräutern mit Cumarin und wird deshalb nur sparsam und getrocknet verwendet.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was ist Kräuterlimonade?

Kräuterlimonade ist eine selbst gemachte Erfrischung, die ihren Geschmack aus Kräutern, Zitrone und einer Süße bezieht. Statt Aromastoffen aus der Flasche zieht das Aroma aus Blättern und Stängeln in einen Zuckersirup. Dieser Sirup hält sich im Kühlschrank einige Tage und wird bei Bedarf mit Leitungswasser oder Sprudel aufgegossen. Das schmeckt je nach Kraut ganz unterschiedlich: grün und frisch nach Minze, zitronig-süßlich nach Melisse oder weich-fruchtig mit Zitronengras.

Ein weiterer Vorteil: Sie bestimmen selbst, wie süß die Limonade wird. Wer weniger Zucker mag, nimmt weniger Sirup im Glas.

Wie macht man Kräuterlimonade selber?

Das Grundrezept gelingt mit fast jedem Kraut. Es ergibt etwa 600 ml Sirup, genug für drei bis vier Liter Limonade.

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • 250 g Zucker
  • 3 Esslöffel getrocknete Kräuter, etwa Minze, Melisse oder geschnittenes Zitronengras
  • Saft von 1 Zitrone
  • Eiswürfel, Mineralwasser und Zitronenscheiben zum Servieren
  1. Sirup kochen: Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Etwa zwei Minuten sprudelnd kochen lassen.
  2. Kräuter zugeben: Den Topf vom Herd nehmen, die Kräuter einrühren und mit Deckel etwa 20 Minuten ziehen lassen.
  3. Abseihen: Durch ein feines Sieb gießen, die Kräuter leicht ausdrücken.
  4. Abschmecken: Den Zitronensaft einrühren und den Sirup abkühlen lassen.
  5. Abfüllen: In eine saubere Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Der Sirup hält sich dort etwa eine Woche.
  6. Aufgießen: Ein Glas zu etwa einem Fünftel mit Sirup füllen, Eiswürfel zugeben und mit kaltem Mineralwasser auffüllen.
Getrocknete Nanaminze ganz, ein Kraut für selbst gemachte Kräuterlimonade

Nanaminze (Krauseminze) schmeckt mild und frisch, ideal für eine klassische Minzlimonade.

Welche Kräuter eignen sich für Limonade?

Die Auswahl ist groß, und Sie können mischen. Bewährt haben sich diese Kräuter:

  • Zitronengras: mild-zitronig, ohne die Säure einer Zitrusfrucht. Das Aroma passt gut zu Ingwer. Mehr dazu im Beitrag Zitronengras.
  • Minze: frisch und grün. Nanaminze ist milder als Pfefferminze. Alles Wissenswerte finden Sie unter Minze.
  • Melisse: zart nach Zitrone duftend, geeignet für sehr leichte Limonaden, mehr unter Melisse.
  • Eisenkraut (Zitronenverbene): frische, an Zitrone erinnernde Note.
Geschnittene Melissenblätter für Kräuterlimonade und Sirup mit zarter Zitronennote

Melissenblätter geben Sirup und Limonade ein zartes Zitronenaroma.

Für den Sirup eignen sich getrocknete Kräuter ebenso gut wie frische, weil Sie das ganze Jahr darauf zurückgreifen können. Frische Kräuter nehmen Sie in etwa der dreifachen Menge, also eine große Handvoll statt drei Esslöffel getrocknet.

Wie verwendet man Waldmeister in Limonade?

Waldmeister (Galium odoratum) bringt den typischen Duft nach frisch gemähtem Heu und süßen Mandeln in ein Getränk. Diesen Duft verdankt er dem Cumarin, das sich beim Welken und Trocknen bildet. Weil Cumarin in Lebensmitteln nur in begrenzter Menge vorkommen soll, gilt für Waldmeister: sparsam verwenden, nicht mehr nehmen als im Rezept steht und nicht lange ziehen lassen.

Als Richtwert für einen Waldmeister-Sirup nehmen Sie für die Menge des Grundrezepts einen gestrichenen Teelöffel getrockneten Waldmeister, am besten ohne Stängel, und lassen ihn nur etwa 15 Minuten ziehen. Mehr braucht es für den Geschmack nicht. Wer sich unsicher ist, wählt Minze oder Melisse, die ohne diesen Hinweis auskommen. Waldmeister gehört zu den Zutaten, die man am besten gelegentlich genießt, zum Beispiel an einem Frühsommertag.

Getrockneter Waldmeister, Galium odoratum, für Waldmeister-Limonade

Getrockneter Waldmeister: sparsam einsetzen und nicht lange ziehen lassen.

Welche Varianten gibt es?

Aus dem Grundrezept lassen sich viele Limonaden machen. Probieren Sie diese Kombinationen:

  • Zitronengras mit ein paar Scheiben frischem Ingwer.
  • Minze mit Limettensaft und einem Spritzer Gurkenwasser.
  • Melisse und Zitrone, mit etwas Honig statt eines Teils vom Zucker.
  • Eisenkraut mit Orangenscheiben.

Wenn Sie Getränke ohne Alkohol mögen, finden Sie weitere Ideen im Beitrag Mocktails mit Tee. Auch ein kalter Aufguss, wie er im Beitrag Eistee selber machen beschrieben ist, lässt sich mit dem Sirup mischen.

Marks Tipp

Frieren Sie den fertigen Sirup in Eiswürfelformen ein. So haben Sie immer eine Portion parat, und die Würfel kühlen die Limonade, ohne sie zu verwässern.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen

Wie lange hält sich Kräutersirup?

Im Kühlschrank etwa eine Woche, in einer sauberen, gut verschlossenen Flasche. Wer länger haltbar möchte, friert den Sirup portionsweise ein.

Kann man Kräuterlimonade mit frischen Kräutern machen?

Ja, nehmen Sie dann etwa die dreifache Menge an frischen Blättern. Zerdrücken Sie die Blätter leicht, bevor Sie sie in den heißen Sirup geben.

Wie viel Sirup kommt in ein Glas Limonade?

Als Faustregel ein Teil Sirup auf vier bis fünf Teile Wasser. Probieren Sie, und passen Sie die Menge an Ihre Vorliebe an.

Was ist Cumarin im Waldmeister?

Cumarin ist ein Aromastoff, der Waldmeister seinen Heuduft gibt. Für Lebensmittel gibt es Höchstmengen. Deshalb verwendet man Waldmeister nur sparsam, am besten getrocknet und nur kurz ziehen lassen.

Kann ich den Zucker ersetzen?

Ja, zum Beispiel durch Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup. Der Eigengeschmack verändert den Geschmack der Limonade, und Honig sollte nicht mitgekocht, sondern erst in den lauwarmen Sirup gerührt werden.

Woran erkenne ich, dass der Sirup verdorben ist?

Schimmel, ein säuerlich-gärender Geruch oder aufsteigende Bläschen sind Warnzeichen. Dann entsorgen Sie den Sirup.