Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Ausgewählte Lieferanten & kleine Ernten
Handverlesene Premium-Qualität
Schneller Versand mit DHL

14.04.15

Cumin ganz/Kreuzkümmel, 20 g – Kräuterparadies seit 1887

Kreuzkümmel (Cumin): Geschmack, Unterschied zu Kümmel, Verwendung

Das Wichtigste in Kürze

Kreuzkümmel, international Cumin genannt, sind die getrockneten Früchte von Cuminum cyminum, einem Doldenblütler aus dem östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien. Er schmeckt warm, erdig und leicht bitter und ist das typische Gewürz in Chili con Carne, Hummus, Falafel und indischen Currys. Mit unserem heimischen Kümmel ist er verwandt, schmeckt aber deutlich anders, und mit Schwarzkümmel hat er botanisch nichts zu tun.

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Was ist Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel ist eine einjährige, zierliche Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Sie wird nur etwa 30 bis 50 Zentimeter hoch und trägt weiße bis blassrosa Blütendolden. Daraus reifen kleine, längliche Früchte mit feinen Rillen, die wir als Kreuzkümmelsamen kennen.

Zur Ernte schneidet man die Stängel, lässt sie einige Tage trocknen und schüttelt dann die Samen aus. Danach werden sie gesiebt und verlesen. Neben Kreuzkümmel und Cumin kennt man ihn auch unter den alten Namen Mutterkümmel und Römischer Kümmel.

Kreuzkümmel ganz: längliche, gerillte Samen von Cuminum cyminum

Ganze Kreuzkümmelsamen: länglich, gerillt und graubraun.

Woher kommt Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt. Seine Heimat ist das östliche Mittelmeer bis nach Vorderasien. Schon im alten Ägypten war er bekannt, und auch die Bibel erwähnt ihn mehrfach. Bei Griechen und Römern war er ein alltägliches Würzmittel. Im römischen Kochbuch, das dem Feinschmecker Apicius zugeschrieben wird, taucht er immer wieder auf.

Im Mittelalter war Kreuzkümmel auch in Mitteleuropa verbreitet. Später setzte sich bei uns der heimische Kümmel durch, der in unserem Klima besser gedeiht. Zurück in unsere Küchen kam der Kreuzkümmel erst mit der Lust auf indische, türkische, arabische und mexikanische Gerichte. Heute wird er vor allem in Indien angebaut, außerdem im Iran, in der Türkei und in Syrien.

Wie schmeckt Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel schmeckt warm, erdig und fast ein wenig rauchig, mit einer leichten Bitterkeit und einer feinen Schärfe. Angeröstet wird er nussig und rund. Sein Aroma ist kräftig. Schon ein halber Teelöffel gibt einem Topf Suppe eine deutlich orientalische Richtung.

Ganze Samen behalten ihr Aroma lange und schmecken beim Zerbeißen intensiv. Kreuzkümmel gemahlen verteilt sich besser in Saucen, Dips und Marinaden, verliert aber schneller an Duft. Am aromatischsten ist Kreuzkümmel, den Sie selbst rösten und frisch mahlen.

Kreuzkümmel, Kümmel und Schwarzkümmel: der Unterschied

Die drei Namen klingen ähnlich, gemeint sind aber drei sehr verschiedene Gewürze:

  • Kreuzkümmel (Cumin, Cuminum cyminum): längliche, gerade, graubraune Samen mit Rillen. Warm, erdig, leicht bitter. Typisch für Orient, Indien und Mexiko.
  • Kümmel (Carum carvi): dunkelbraune, leicht sichelförmig gebogene Samen. Frisch-würzig mit einem Hauch von Anis. Typisch für Brot, Sauerkraut, Krautsalat und Schweinebraten. Mehr dazu im Ratgeber Kümmel.
  • Schwarzkümmel (Nigella sativa): kleine, kantige, tiefschwarze Samen aus einer ganz anderen Pflanzenfamilie, den Hahnenfußgewächsen. Nussig, pfeffrig, leicht bitter. Typisch auf Fladenbrot. Mehr dazu im Ratgeber Schwarzkümmel.

Kümmel und Kreuzkümmel sind zwar beide Doldenblütler, lassen sich in der Küche aber kaum gegeneinander tauschen. Achten Sie bei englischen Rezepten auf die Begriffe: cumin ist Kreuzkümmel, caraway ist Kümmel. Mit black cumin ist meist Schwarzkümmel gemeint.

Cumin Pulver: Kreuzkümmel gemahlen für Dips und Saucen

Kreuzkümmel gemahlen: praktisch für Hummus, Dips und Marinaden.

Wie verwendet man Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel braucht Hitze, um sein Aroma zu entfalten. Es gibt zwei bewährte Wege: Entweder rösten Sie die ganzen Samen ein bis zwei Minuten in einer trockenen Pfanne, bis sie duften, und mahlen sie dann. Oder Sie geben sie, wie in der indischen Küche üblich, in heißes Öl oder Butterschmalz, bis sie leise knistern, und braten danach Zwiebeln und Gemüse darin an.

Kreuzkümmel passt zu Chili con Carne, Hummus und Falafel, zu Linsensuppe und Dal, zu Couscous, Ofengemüse und Bratkartoffeln. Er steckt in vielen Mischungen wie Garam Masala und gibt einer Shakshuka ihre typische Würze. In Holland würzt man sogar Käse damit: Der Leidener Käse enthält ganze Kreuzkümmelsamen. Gut kombinieren lässt er sich mit Koriander, Paprika, Knoblauch und Zitrone.

Rezept: Kürbis-Möhren-Suppe mit Kreuzkümmel (für 4 Personen)

  • 300 g Hokkaido-Kürbis, entkernt und gewürfelt (die Schale kann dranbleiben)
  • 500 g Möhren, geschält und in Scheiben
  • 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen, und ½ TL Kurkuma
  • 1 l Gemüsebrühe und 200 ml Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer, etwas Petersilie oder Koriandergrün
  1. Anschwitzen: Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin goldgelb anschwitzen.
  2. Rösten: Möhren und Kürbis dazugeben und kurz mitbraten. Kreuzkümmel und Kurkuma darüberstreuen und eine Minute mitrösten, bis es duftet.
  3. Köcheln: Mit der Brühe aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  4. Pürieren: Fein pürieren, die Kokosmilch einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Kräutern bestreut servieren.

Rezept: Hummus mit geröstetem Kreuzkümmel

  • 1 Dose Kichererbsen (400 g), abgetropft, etwas Kochwasser aufheben
  • 3 EL Tahin (Sesampaste)
  • Saft einer Zitrone und 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 TL Kreuzkümmel, frisch geröstet und gemahlen
  • Salz, 3 EL Olivenöl, nach Belieben Paprikapulver zum Bestreuen
  1. Mixen: Kichererbsen, Tahin, Zitronensaft, Knoblauch, Kreuzkümmel und eine gute Prise Salz im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.
  2. Cremig rühren: Nach und nach drei bis fünf Esslöffel kaltes Wasser oder Kochwasser der Kichererbsen zugeben, bis der Hummus schön cremig ist.
  3. Anrichten: In eine flache Schale streichen, mit Olivenöl beträufeln und mit Paprika und ein paar ganzen gerösteten Kreuzkümmelsamen bestreuen.

Marks Tipp

„Kreuzkümmel ist kräftig. Ich fange lieber mit einem halben Teelöffel an und würze später nach. Und wer ihn ganz in heißem Öl knistern lässt, bevor die Zwiebeln in den Topf kommen, schmeckt den Unterschied sofort.“

Shakshuka Gewürzmischung für Eier in Tomaten-Paprika-Sauce

Für die Pfanne mit Eiern und Tomaten: unsere Shakshuka-Mischung.

Wie lagert man Kreuzkümmel?

Bewahren Sie Kreuzkümmel luftdicht, trocken und dunkel auf, am besten in einer Dose oder einem dunklen Glas fern vom Herd. Ganze Samen bleiben so zwei bis drei Jahre aromatisch. Gemahlener Kreuzkümmel verliert schneller an Duft, verbrauchen Sie ihn innerhalb eines Jahres. Ein einfacher Test: Reiben Sie etwas zwischen den Fingern. Duftet es kaum noch, ist das Aroma verflogen.

Was Sie dafür brauchen

Alle Einzelgewürze ansehen

Häufige Fragen zu Kreuzkümmel

Ist Cumin dasselbe wie Kreuzkümmel?

Ja. Cumin ist der internationale Name für Kreuzkümmel (Cuminum cyminum). In englischen und französischen Rezepten heißt er cumin, in spanischen comino.

Kann ich Kümmel statt Kreuzkümmel nehmen?

Nur bedingt. Kümmel schmeckt frischer und erinnert an Anis, Kreuzkümmel ist erdiger und wärmer. In Chili, Hummus oder Currys fehlt mit Kümmel der typische Geschmack. Besser passt dann eine Mischung mit Kreuzkümmel wie Garam Masala.

Kreuzkümmel ganz oder gemahlen kaufen?

Ganze Samen halten ihr Aroma länger und lassen sich frisch rösten und mahlen. Gemahlener Kreuzkümmel ist praktischer für Dips, Marinaden und Teige. Viele haben beides im Regal.

Was bringt Kreuzkümmel ins Essen?

Eine warme, erdige Tiefe und eine leicht rauchige Note. Er macht Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Gemüse und Hackfleisch würziger und verbindet sich gut mit Knoblauch, Paprika und Zitrone.

Wo kann ich Kreuzkümmel kaufen?

Bei uns im Shop gibt es Kreuzkümmel ganz und gemahlen sowie in mehreren Gewürzmischungen, etwa für Shakshuka oder Garam Masala.

Was ist schwarzer Kreuzkümmel?

Als schwarzer Kreuzkümmel wird manchmal eine eigene, dunklere Art aus Zentralasien bezeichnet, oft aber auch einfach der Schwarzkümmel. Beides ist etwas anderes als der normale Kreuzkümmel.

Quellen: Wikipedia: Kreuzkümmel