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01.11.26

Curcumapulver von Kräuterparadies, Produktfoto

Kurkuma in der Küche: Geschmack, Verwendung und Rezepte

Das Wichtigste in Kürze

Kurkuma ist das gelbe Pulver der Wurzel Curcuma longa, einem Ingwergewächs. Es schmeckt mild erdig, leicht bitter und färbt Reis, Currys und Suppen goldgelb. Rösten Sie es nur kurz in Fett an. Gelbe Flecken behandeln Sie zuerst kalt mit Spülmittel, Sonnenlicht bleicht Reste aus.

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was ist Kurkuma?

Kurkuma ist ein leuchtend gelbes Gewürz, das aus dem Wurzelstock der Pflanze Curcuma longa gewonnen wird. Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse, und tatsächlich sieht die frische Knolle dem Ingwer ähnlich, nur ist ihr Fleisch tief orange. Die Knollen werden gekocht, getrocknet und zu Pulver gemahlen. Angebaut wird Kurkuma vor allem in Indien und anderen Ländern Südasiens.

Sie finden das Gewürz unter mehreren Namen: Kurkuma, Curcuma und früher auch Gelbwurz. Gemeint ist immer dasselbe. In diesem Beitrag geht es ausschließlich um die Küche: Geschmack, Farbe, Gerichte und die Frage, wie Sie die berüchtigten gelben Flecken wieder loswerden. Eine Auswahl an Kurkuma finden Sie bei uns als Kurkumapulver und als Curcumapulver.

Wie schmeckt Kurkuma?

Kurkuma schmeckt mild erdig, warm und leicht bitter, mit einem Hauch Pfeffer und Ingwer im Abgang. Er duftet holzig und ein wenig nach getrockneten Wurzeln. Pur ist der Geschmack zurückhaltend, in einer Gewürzmischung trägt er die anderen Gewürze und gibt ihnen Tiefe. Zu viel davon schmeckt allerdings schnell bitter, ein Teelöffel auf vier Portionen reicht meist.

Seine größte Stärke ist die Farbe. Kurkuma färbt Reis, Suppen, Saucen und Teige in sattes Gelb, ohne den Geschmack stark zu verändern. Deshalb steckt er in fast jedem Currypulver und färbt die Mischung.

Kurkuma geschnitten, getrocknete gelbe Wurzelscheiben in einer Schale

Kurkuma geschnitten: getrocknete Scheiben der Wurzel.

Wie verwendet man Kurkuma in der Küche?

Die Grundregel: Kurkuma braucht Fett und Hitze, aber nur kurz. Rühren Sie das Pulver in heißes Öl oder Butter und lassen Sie es 20 bis 30 Sekunden anrösten. Dabei entfaltet sich Aroma und Farbe. Verbrennt es, wird es bitter. Nehmen Sie die Pfanne bei Bedarf kurz vom Herd und lassen Sie heißes Öl nie unbeaufsichtigt.

  • Reis: ein halber Teelöffel pro Portion färbt Basmati goldgelb.
  • Currys und Dal: gehört zur Basis, zusammen mit Kreuzkümmel, Koriander und Chili.
  • Gemüse: Blumenkohl, Kartoffeln und Karotten aus dem Ofen oder der Pfanne.
  • Eier: eine Prise in Rührei oder Omelett.
  • Suppen: Linsen-, Kürbis- und Hühnersuppe.
  • Backen: in Brotteig oder Kuchen als natürliche Gelbfärbung.
  • Getränke: zum Beispiel in unserer Goldenen Milch, einem Gewürzgetränk mit Milch oder Pflanzendrink.

Für Currys finden Sie mehr Ideen in unserem Beitrag zu Currygewürz, und für herzhafte indische Gerichte lohnt sich ein Blick auf Garam Masala.

Curry Indisch Gewürzmischung mit Kurkuma in einer Schale

Indisches Curry: Kurkuma gibt die gelbe Farbe.

Frische oder getrocknete Kurkuma: Was ist der Unterschied?

Frische Kurkumawurzel gibt es in Asialäden und gut sortierten Supermärkten. Sie schmeckt frischer, etwas zitrusartig und weniger bitter als das Pulver. Schälen und reiben Sie sie wie Ingwer, mit Handschuhen, denn der Saft färbt. Als Faustregel ersetzt ein daumengroßes Stück frische Wurzel etwa einen Teelöffel Pulver.

Getrocknete Kurkuma gibt es als Pulver und in Scheiben. Das Pulver ist für den Alltag am praktischsten und lässt sich genau dosieren. Die geschnittene Wurzel eignet sich zum Mitziehen in Brühen und Tee, sie wird vor dem Servieren herausgenommen oder mit gemörsert.

Kurkuma-Flecken entfernen: So geht es

Kurkuma färbt Finger, Küchenhandtücher, Holzbretter, Kunststoffdosen und Arbeitsplatten. Mit etwas Vorsicht bleibt die Küche gelb-frei:

  • Verwenden Sie Handschuhe beim Schneiden frischer Wurzel.
  • Nehmen Sie Glas oder Edelstahl für Schüsseln statt heller Kunststoffdosen.
  • Tupfen Sie Spritzer sofort mit einem feuchten Tuch auf, bevor sie eintrocknen.

Ist es doch passiert: Auf Textilien nehmen Sie am besten Spülmittel, das Sie in den Fleck einmassieren. Danach waschen Sie das Stück wie gewohnt. Hartnäckiger Gelbstich auf Kunststoff oder hellen Stoffen verblasst häufig, wenn Sie die Sachen einen Tag lang in die Sonne legen, denn Licht bleicht Kurkuma aus. Heißes Wasser lässt den Fleck dagegen oft stärker haften, deshalb zuerst kalt behandeln. Auf empfindlichen Materialien probieren Sie jedes Mittel zuerst an einer verdeckten Stelle.

Marks Tipp: Arbeiten Sie auf einem Teller oder einem Brett, das nicht mehr ganz neu ist, und wischen Sie Spritzer sofort ab. Und tragen Sie beim Kochen mit Kurkuma eine Schürze, an die Sie nicht zu sehr hängen.

Rezept: Gelber Kurkuma-Reis

Gelber Reis passt zu Currys, Gemüse und Gegrilltem und ist in 25 Minuten fertig.

Zutaten für 4 Portionen

  • 250 g Basmatireis
  • 1 EL Öl oder Butter
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 Zimtstange (Ceylon) oder 2 Nelken
  • 450 ml Wasser, 1 TL Salz
  1. Reis waschen: Den Reis in einem Sieb unter kaltem Wasser spülen, bis das Wasser klar ist.
  2. Anrösten: Öl in einem Topf mit Deckel erhitzen, Zwiebel glasig dünsten, Kurkuma und Zimt kurz unterrühren, nicht dunkel werden lassen.
  3. Kochen: Reis zugeben, mit dem Wasser auffüllen, salzen und aufkochen. Dann zugedeckt bei kleinster Hitze 12 bis 15 Minuten garen.
  4. Ruhen lassen: Den Herd ausschalten und den Reis zugedeckt weitere 10 Minuten nachquellen lassen. Mit einer Gabel auflockern.
Zypriotische Pyramidenflocken Zitrone mit Curcuma goldgelb

Pyramidenflocken Zitrone: Salz, das mit Curcuma goldgelb gefärbt ist.

Was Sie dafür brauchen

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kurkuma und Curcuma?

Keiner, es sind zwei Schreibweisen für dasselbe Gewürz aus Curcuma longa. Auch Gelbwurz ist ein alter Name dafür.

Wie schmeckt Kurkuma?

Mild erdig, warm und leicht bitter, mit einem Hauch Pfeffer und Ingwer. Pur eher zurückhaltend, in Mischungen gibt er Tiefe und Farbe.

Kann man Kurkuma roh verwenden?

Ja, etwa als frische, geriebene Wurzel in Dressings oder Smoothies. Das Pulver schmeckt roh etwas staubig und entfaltet sich besser, wenn man es kurz in Fett anröstet.

Wie bekommt man Kurkuma-Flecken raus?

Zuerst kalt ausspülen und Spülmittel einmassieren, dann waschen. Bleibt ein gelber Schleier, legen Sie das Stück oft mit Erfolg einen Tag in die Sonne.

Wie viel Kurkuma nimmt man für ein Gericht?

Als Anhaltspunkt ein halber bis ein ganzer Teelöffel Pulver für vier Portionen. Mehr färbt stärker, schmeckt aber schnell bitter.

Kann man Kurkuma statt Safran nehmen?

Für die Farbe ja, für den Geschmack nicht. Kurkuma färbt Reis gelb, schmeckt aber erdig und nicht blumig wie Safran.